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Dropbox: Aufpassen bei der neuen selektiven Synchronisierung

23.10.2018 | 09:06 Uhr |

Mit der bisher klaren und einfachen Synchronisierung auf allen Desktop-Rechnern ist in der Dropbox-Basisvariante Schluss, seit Dropbox die sogenannte selektive Synchronisierung eingeführt hat. So nutzen Sie den Cloudspeicher so intuitiv wie bisher und ohne mögliche Versionskonflikte.

Viele Anwender kennen und schätzen den Cloudspeicher Dropbox vor allem wegen der einfachen und unkomplizierten Bedienung – und das trotz des geringen Speicherplatzes in der kostenlosen Variante. Jede Datei und jeder Ordner lässt sich per Drag & Drop mit der Maus oder über einen Dateimanager geräteübergreifend verschieben, kopieren, löschen – und so weiter. Man hat also stets überall die gleichen Dateiversionen und damit den gleichen Bearbeitungsstand. Die kostenpflichtige Plusvariante für knapp 100 Euro pro Jahr bietet neben deutlich mehr Speicherplatz auch einen 30-tägigen Versionsverlauf, über den sich frühere Dateiversionen oder gelöschte Dateien wiederherstellen lassen.

Doch mit dieser bisher klaren und einfachen Synchronisierung auf allen Desktop-Rechnern (Windows, Linux und Mac) ist in der Basisvariante Schluss, seit Dropbox die sogenannte selektive Synchronisierung eingeführt hat.

Was tun? Die neue „selektive Synchronisierung“ macht das Dropbox-Dateimanagement nicht gerade einfach. Mit ein paar Mausklicks lässt sich der Cloudspeicher jedoch so nutzen wie bisher auch.
Vergrößern Was tun? Die neue „selektive Synchronisierung“ macht das Dropbox-Dateimanagement nicht gerade einfach. Mit ein paar Mausklicks lässt sich der Cloudspeicher jedoch so nutzen wie bisher auch.

Sobald Sie nun auf einem Gerät beispielsweise eine Datei aus der Dropbox löschen möchten, erscheint nach einem kurzen Moment die Dialogabfrage, ob Sie den Inhalt nur von ebendiesem Computer entfernen oder „Überall löschen“ möchten. Abgesehen davon, dass die Schaltfläche für die selektive Synchronisierung mit „Abbrechen“ alles andere als sinnvoll bezeichnet ist, funktioniert die neue Funktion in der Voreinstellung nicht korrekt und macht das Datenmanagement damit unnötig kompliziert. Was passiert beispielsweise, wenn man erneut eine Datei gleichen Namens, die nur selektiv auf einem Gerät gelöscht wurde, in der Dropbox (nochmals) speichern möchte? Das Resultat ist wenig befriedigend: Denn wie bei lokalen Dubletten fragt der Windows-Explorer auch in diesem Fall, wie er mit dem Versionskonflikt umgehen soll – schließlich ist die vermeintlich gelöschte Datei sowohl in der Cloud als auch lokal im Synchronisationsordner weiter vorhanden.

Dass man bei den angebotenen Möglichkeiten – „Verschieben und Ersetzen (neuer)“, „Nicht verschieben“ und „Verschieben, aber beide Dateien behalten … wird in ‘…(2)…‘ umbenannt“ – schnell den Überblick verliert, versteht sich von selbst. Verstärkt werden die Probleme insofern, als die vom Anbieter dokumentierte Anleitung für die selektive Synchronisierung nicht funktioniert – übrigens ebenso wenig wie die über „Einstellungen –› Synchronisierung –› Selektive Synchr.“ erreichbaren Optionen. Vielmehr hilft es, im beim Löschen einer Datei angezeigten Dialog vor „Nicht nochmals fragen“ den Haken zu setzen und dann mit „Überall löschen“ zu bestätigen. Wenn Sie das nun noch auf allen Desktop-Rechnern machen, auf denen Sie Dropbox eingerichtet haben, können Sie den Cloudspeicher so intuitiv wie bisher und ohne mögliche Versionskonflikte nutzen.

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