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Drohnen bringen Drogen und Pornos ins Gefängnis

19.06.2017 | 09:59 Uhr |

Immer öfter fliegen Drohnen Drogen, Handys und Pornos verbotenerweise über Gefängnismauern. Für Drohnenbesitzer ein lukratives Geschäft.

Über zwölf Mal haben Gangster in den letzten fünf Jahren unerlaubterweise Drogen, Pornos und andere Materialien mit Hilfe von Drohnen über die Mauern von US-Bundesgefängnissen geflogen. Um die Knastbrüder mit dem begehrten Nachschub zu vorsorgen, wie US-Medien berichten. Dazu kommen noch ähnliche Vorfälle bei Gefängnissen der US-Bundesstaaten.

Neben Drogen und pornografischem Material bringen die Flugdrohnen oft auch Mobiltelefone in die Gefängnisse. Die tatsächliche Zahl der unerlaubten Versorgungsflüge mit Drohnen ist aber sicherlich höher, weil die Statistiken der Bundesbehörden ja nur die entdeckten Drohnenflüge erfassen.

Auch außerhalb der USA benutzen Verbrecher Drohnen für Versorgungsflüge über Gefängnismauern. So wird beispielsweise aus Australien für das Jahr 2014 ein derartiger Vorfall berichtet. Aus Deutschland gibt es ebenfalls Berichte über derartige illegale Versorgungsflüge.

Mitunter stürzen die Drohnen bei ihrem Flug auch ab, wie es in einem Gefängnis im US-Bundesstaat South Carolina der Fall war. Dort wurde eine außerhalb der Gefängnismauern abgestürzte Drohne gefunden, die Marihuana, Tabak und Handys an Bord hatte. In einem anderen Fall erwischte die Polizei die Drohne bereits beim Start und konnte so den Flug ins Gefängnis verhindern.

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Die Transportflüge scheinen für die Drohnenbesitzer ein lukratives Geschäft zu sein. US-Medien berichten, dass zumindest in einem Fall für einen solchen Versorgungsflug 6000 Dollar (rund 5362 Euro) gezahlt wurden.

Die Gefängnisbehörden reagieren auf das Problem und denken über geeignete Abwehrtechnologien nach.

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