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Donald Trump will ISS privatisieren

12.02.2018 | 09:09 Uhr |

Donald Trump will kein Geld mehr für die Internationale Raumstation ISS bereit stellen. 2025 soll die NASA ihr Engagement auf der ISS beenden. Stattdessen sollen private Unternehmen den US-Anteil an der ISS übernehmen.

Update 12.2.2018: Trump will ISS an Unternehmen übergeben

Îm Januar 2018 machte die Meldung die Runde, dass die US-Regierung sich 2025 von der ISS zurückziehen will (siehe unten). Jetzt hat Donald Trump aber eine neue Idee: Die USA sollen ihren Anteil an der um die Erde kreisenden Raumstation an Unternehmen abtreten, wie die Washington Post schreibt. Das Weiße Haus will nun Marktanalysen und Business-Pläne für dieses Public-Private-Partnership anfordern. Ob und welche Unternehmen daran interessiert sein könnten einen Teil der ISS zu übernehmen und zu betreiben, ist noch völlig unbekannt. Update Ende

US-Präsident Donald Trump will die finanzielle Unterstützung für die Internationale Raumstation ISS bis 2025 beenden. Das berichtet The Verge unter Berufung auf einen von der US-Regierung vorgeschlagenen Budget-Entwurf. Sollte die US-Regierung tatsächlich das US-Engagement auf der ISS beenden, dann hätten US-Astronauten vermutlich für einige Jahre keinen Platz mehr im All, an dem sie Experimente durchführen und Erfahrung mit dem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit sammeln könnten. Denn Mond- und erst Recht Mars-Missionen befinden sich bei der NASA noch im frühen Planungsstadium.

Der Budget-Entwurf der US-Regierung kann theoretisch noch geändert werden, außerdem muss der US-Kongress dem zustimmen. Erst am 12. Februar soll die US-Regierung ihren finalen Entwurf vorlegen. Doch The Verge will aus gut informierten Quellen erfahren haben, dass Donald Trump den Ausstieg durchziehen will. Die unmittelbar betroffene US-Raumfahrtagentur NASA will den Entwurf erst kommentieren, wenn er am 12.2.2018 offiziell vorliegt. Allerdings hat die NASA bisher keinen Zweifel daran gelassen, wie wichtig ihr die Mitarbeit und die Forschung auf der ISS ist.

Die NASA wendet jährlich zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar für die ISS auf. Trump-Vorgänger Obama hatte im Jahr 2014 die NASA-Beteiligung an der ISS bis 2024 verlängert. Verschiedene kommerzielle Raumfahrtunternehmen wollen, dass die NASA ihre Unterstützung für die ISS zumindest bis 2028 verlängert. Denn 2028 könnte die ISS ohnehin das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, wie einige Beobachter meinen.

Donald Trump will stattdessen, dass sich die NASA auf die Ziele weiter weg von der Erde konzentriert, wie auf Missionen zu Mond und Mars. Doch die NASA braucht die ISS bis dahin für weitere Experimente und das Trainieren ihrer Astronauten im Weltall.

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