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Donald Trump: Video-Spiele und Filme für Schulmassaker mitverantwortlich

23.02.2018 | 13:05 Uhr |

US-Präsident Donald Trump macht die Gewaltverherrlichung in Filmen und Spielen mitverantwortlich für Schulmassaker.

Nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, am 14. Februar 2018 macht US-Präsident Donald Trump PC- und Konsole-Spiele sowie Filme mit gewaltverherrlichenden Inhalten mitverantwortlich für derartige Gewalttaten, wie Ars Technica schreibt.

„Wir müssen etwas damit machen, was unsere Kinder sehen und wie sie es sehen“, sagte Trump. „Das gilt auch für Video-Spiele“, fährt er fort. „Ich höre immer mehr Menschen sagen, dass das Gewaltlevel in Videospielen die Gedanken von immer mehr Menschen forme“. Ebenso kritisierte der US-Präsident Filme, die durch ihre Tötungsszenen gewalttätig wirken würden.

Trump befürwortet deshalb eine Zugangsbeschränkung beziehungsweise ein Rating/Altersbegrenzung für gewaltverherrlichende Spiele und Filme. Wobei es für Filme bereits ein derartiges Einstufungssystem in den USA gibt! Möglicherweise hat sich das bis zu Donald Trump ja noch nicht rumgesprochen.

Trump hatte schon im Jahr 2012 gewittert, dass Gewalt in Videospielen und deren Verherrlichung gestoppt werden müsse. Da sie Monster schaffe.

Außerdem plädiert Trump für ein Mindestalter von 21 Jahren für Waffenkäufer und für ein Verbot der Schnellfeuerkolben (Assault-rifle bump stocks). So ein Schnellfeuerkolben macht aus einem halbautomatischen Gewehr ein vollautomatisches Sturmgewehr. Der Attentäter von Las Vegas vom 1. Oktober 2017 verwendete einen derartigen Bum Stock.

Trumps Forderung nach einem Vorgehen gegen Action-Spiele stieß bei einem überlebenden Schüler des Parkland-Massakers auf Ablehnung: Er habe selbst Ego-Shooter gespielt und sei trotzdem nie auf den Gedanken gekommen seine Kollegen umzubringen, so der frustrierte Schüler.

Das Schulmassaker in Florida

Ein 19 Jahre alter Ex-Schüler hatte mit einem Schnellfeuergewehr AR-15 an der Schule in Parkland 17 Schüler und Lehrer erschossen. Die Polizei nahm ihn später in einem Fastfood-Restaurant fest. Donald Trump hatte nach dem Schulmassaker vorgeschlagen, dass sich ausgewählte Lehrer bewaffnen sollten , um künftig einen Amok-Läufer bekämpfen zu können. Doch dass die Anwesenheit von Bewaffneten ein Massaker verhindern könnte, erscheint nach dem Bekanntwerden eines neuen Details zum Amok-Lauf in Parkland noch zweifelhafter: Denn ein bewaffneter Hilfssheriff, der die Schule eigentlich beschützen sollte, schritt nicht ein, sondern wartete vor dem Eingang der Schule, während in der Schule der Amok-Käufer seine Opfer erschoss. Unter den Erschossenen befinden sich auch Lehrer, die ihre Schüler noch retten wollten.

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