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DJI-Drohnen erhalten Funktion für elektronisches Kennzeichen

01.12.2017 | 13:41 Uhr |

DJI führt eine neue Funktion ein, mit der Drohnen ein „elektronisches Nummernschild“ zur Identifizierung erhalten.

Der Drohnen-Hersteller DJI hat am Freitag eine neue Funktion für das DJI AeroScope-Identifikationssystem vorgestellt. Über diese Funktion können die Besitzer auf freiwilliger Basis ihren Drohnen ein „elektronisches Nummernschild“ verpassen. Die Informationen über Flüge können dann auf Wunsch des Inhabers an Behörden übermittelt werden, wobei laut DJI die Privatsphäre geschützt bleibe.
„AeroScope identifiziert und verfolgt Flugverläufe von Drohnen und erlaubt Sicherheitsbehörden auf bedenkliche Flüge zu reagieren“, heißt es in der Mitteilung von DJI. Darüber hinaus gebe AeroScope Behörden ein Werkzeug, um auf Beschwerden über Drohnenflüge einzugehen und weitere Ermittlungen einzuleiten. Die Übertragung erfolge mit einer Reichweite von bis zu 5 Kilometern von der Drohne an den Empfänger.

Dabei werden die Position, Geschwindigkeit, Flugrichtung und Seriennummer übermittelt. Behörden können die AeroScope-Empfänger dort installieren, wo sie es für wichtig erachten. „In Zukunft können Piloten entscheiden, ob sie zusätzlichen Informationen zur Verfügung stellen wollen, um Bedenken über ihre Aktivitäten auszuräumen“, so DJI.

DJI Mavic Pro: Faltbare Drohne im Praxis-Test

Für die neue Funktion bietet die DJI GO 4 App in den Einstellungen den Reiter „Fernidentifikation“. Die Drohnen-Besitzer können hierüber ihre „UUID“ übermitteln, also einen einzigartigen Identifikationscode, der mit dem Benutzerkonto des Piloten verbunden ist. Über „Identifikation & Fluginformation“ kann eingestellt werden, welche Daten übertragen werden sollen. Standardmäßig sind beide Optionen deaktiviert.

Die direkte Übertragung unter Verzicht der Nutzung eines Internetdienstes trage dazu bei, dass nicht automatisch alle Drohnenflüge in einer „Regierungsdatenbank“ landen würden. Dadurch werde die Privatsphäre der Drohnenbesitzer geschützt. DJI arbeite mit anderen Drohnenherstellern daran, die Kompatibilität zu ihren Fluggeräten zu ermöglichen.

Seit 1.10.2017: Neue Regeln für den Drohnen-Flug

DJI setzt sich gegen eine von Regierungen weltweit geforderte obligatorische Überwachung und Identifkation von Drohnen in Datenbanken ein. Sie würden, so DJI, zu zusätzlichen Kosten für Kunden und zu Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit der Drohnen führen.

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