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DirectX Raytracing soll Grafik revolutionieren

20.03.2018 | 16:04 Uhr |

Eine neue Schnittstelle von DirectX 12 für Raytracing soll langfristig fotorealistische Szenerien in Spielen ermöglichen.

Auf der diesjährigen Game Developers Conference hat Microsoft eine neue Funktion von DirectX 12 namens DirectX Raytracing (DXR) vorgestellt. Die neue Schnittstelle soll es Programmen erlauben, für das Rendern von Spielszenen auf Raytracing zurückzugreifen. Langfristig sollen dadurch fotorealistische Szenerien wie in Hollywood-Filmen möglich werden. Raytracing könnte so das seit Jahrzehnten eingesetzte Verfahren der Rasterung ablösen. Derzeit wird vor dem Rendern einer Szene überprüft, welche Objekte sich außerhalb des Sichtfelds befinden. Diese Inhalte werden entsprechend ausgelassen, um Rechenleistung zu sparen. Der Nachteil dieser Technik: Objekte außerhalb des Sichtfelds können keine Schatten auf Gegenstände innerhalb des Sichtfelds werfen.

Raytracing hingegen ahmt die Natur nach: Lichtstrahlen werden von Lichtquellen erzeugt und prallen realistisch von Gegenständen ab. Die so erzeugten Szenerien wirken entsprechend echter, teilweise sogar fotorealistisch. Im Gegenzug steigt jedoch die nötige Rechenleistung. Die Filmbranche lässt ihre Rechnerfarmen daher für Tage oder Wochen laufen. Bei PC-Spielen müssen die Inhalte jedoch in Echtzeit berechnet werden. DirectX Raytracing soll diesen Vorgang beschleunigen. Bis jedoch komplexe Szenen auf diese Weise berechnet werden können, dürften noch einige Jahre vergehen. Doch der Anfang ist gemacht.

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