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Die Zukunft der Datensicherung - Anzeige

13.04.2017 | 10:05 Uhr

Erfahren Sie mehr über die letzten Entwicklungen und Zukunft der Technologie im Interview mit Anne Ingenhaag (FUJIFILM). Unter anderem wird auch die Frage beantwortet, warum diese Entwicklungen zwingend notwendig waren.

In welcher Situation befindet sich der Datenbandmarkt? Ist es ein wachsender Markt?

Anne Ingenhaag: In den 2000er Jahren unterlag der Datenbandmarkt definitiv einem stetigen Rückgang, allerdings hat sich dies im Laufe der vergangenen zwei bis drei Jahre verändert. In diesem Jahr vermerken wir ein Wachstum an ausgelieferter Kapazität um 22 Prozent, mit einem sehr großen Wachstum im Bereich der Enterprise Datenbänder, wie der IBM 3592 Technologie, da diese Bänder eine hohe Kapazität und Performance bieten.

Wie erklären Sie sich, dass ein eigentlich rückläufiges Produkt auf einmal wieder an Wachstum zulegt? Können wir hier über eine Renaissance des Tapes sprechen?

Anne Ingenhaag: Ich denke nicht, dass wir von einer Renaissance des Tapes sprechen können. Vor einiger Zeit habe ich ein Interview von einer Bandspezialistin aus Frankreich gelesen und sie hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Sie erklärte, dass man dem Tape am besten einen ganz neuen Namen geben sollte, da das heutige Tape nicht mehr mit dem Magnetband von vor 10 Jahren zu vergleichen ist. Wir haben so viele technische Weiterentwicklungen erzielt, wie die Verwendung des IBM Terzetto Kopfes (32-Kanal Kopf) oder die Barium Ferrite Beschichtungstechnologie, sodass wir eine immer höhere Kapazität und Transferrate erzielen können und das bei stetiger Verbesserung der Performance.
Dass in den 2000er Jahren einige Unternehmen der Bandtechnologie den Rücken gekehrt haben, ist rückblickend für uns verständlich. Neben fehlenden Informationen zur Technologie aufgrund von zu geringer Kommunikation am Markt, waren die Bedürfnisse der Nutzer nicht im Einklang mit dem, was die Technologie bieten konnte. Dies hat sich heute allerdings vollkommen verändert. Aufgrund von politischen Ereignissen, wie die Richtlinien zur Langzeitarchivierung und der Explosion des Datenvolumens ist die Nachfrage an Tape immens gestiegen. Durch die revolutionären Weiterentwicklungen der Bandtechnologie können wir der Nachfrage der Nutzer vollkommen gerecht werden. Daher würde ich eher behaupten, dass wir von einem Umbruch des Marktes zu Gunsten des Tapes sprechen können.

Ausschnitt des Dokuments: Barium Ferrite Speicherlösungen & Zukunft der Tape Entwicklung
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Was genau meinen Sie mit Umbruch? Können Sie das genauer erläutern?

Anne Ingenhaag: Das größte Event innerhalb der letzten fünf Jahre ist das simultane Auftreten von drei Ereignissen. Das erste Ereignis betrifft eine organische Marktveränderung, das zweite ein politisches Event und das dritte Ereignis betrifft den industriellen Durchbruch. Mit organischem Wachstum meine ich die Explosion der Menge neu kreierter Daten, ein Phänomen, welches konstant die Anforderungen an den Storage-Markt verändert hat. Mit „politischem Ereignis“ meine ich den Boom an neuen Richtlinien hinsichtlich der Datenarchivierung beziehungsweise Laufzeit. Das dritte Event bezieht sich auf die technologischen Durchbrüche der Bandhersteller, welche die Bedürfnisse, die aus den beiden ersten Events entstehen, berücksichtigen. Die Simultanität dieser drei Events begründet außerdem den Anstieg der sogenannten Barium Ferrite Tapes oder High Performance Tapes, wie zum Beispiel IBMs 3592 Technologie oder sogar die der LTO7 Bänder. 

Wie haben diese Events sich zu Gunsten der Bandtechnologie ausgewirkt? Beginnen wir mit der Explosion an kreierten Daten.

Anne Ingenhaag: Die Hersteller, wie IBM und FUJIFILM, bemerken eine steigende Nachfrage nach Tapes mit hoher Kapazität. Das LTO6 Band bietet eine native Kapazität von 2,5TB wohingegen das LTO7 Band bereits eine native Kapazität von 6TB bietet. Die Kapazität der sogenannten Enterprise Bänder ist sogar noch höher. Das IBM 3592JD Band bietet bereits eine native Kapazität von 10TB. IBM plant außerdem die Einführung des neuen IBM 3592JE Laufwerks, welches vermutlich eine Kapazität von bis zu 20TB und eine Transferrate von bis zu zirka 500MB/s bieten wird. Natürlich müssen diese Angaben vor der Markteinführung noch von IBM bestätigt werden. Ich kann Ihnen außerdem sagen, dass dies erst der Anfang ist. Wir arbeiten bereits an der Entwicklung von Tapes die bis zu 50TB nativer Kapazität bieten werden. Diese Tapes können wir sicherlich innerhalb der nächsten Jahre auf dem Markt finden. Warum wir auf einmal eine so enorme Beschleunigung in der Entwicklung sehen? Ganz einfach, weil die Nutzer genau danach fragen.
Wir können die Nutzer dafür in drei unterschiedliche Kategorien gliedern. Zu der ersten Gruppe gehören Unternehmen und Industrien, deren ausgeübte Tätigkeiten und Aktivitäten vollkommen im Trend liegen. Neben wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen im Bereich der Genom-Forschung, Remote Sensing, Unternehmen im Bereich der Videoüberwachung gehören auch Rechenzentren im Umfeld von Cloud Computing und Big Data zu dieser Kategorie. Wir können sagen, dass das Datenwachstum proportional zum Wachstum des Unternehmens/Umsatzes ist.
Als zweites haben wir Industrien, die nicht unbedingt einen signifikanten Anstieg im Umsatz oder Wachstum des Unternehmens verzeichnen, aber aufgrund von neu verwendeten Formaten und neuen Applikationen ein immenses Datenwachstum erfahren. Das sind zum Beispiel Unternehmen im Bereich Media & Entertainment, Weltraumforschung, Gewerbe, Transportunternehmen und kleine bis mittelständische Unternehmen. Zur dritten Gruppe zählen wir Unternehmen, die kein großes Datenwachstum haben, uns jedoch nach Bändern mit höherer Kapazität fragen, um die benötigte Lagerfläche zu reduzieren und somit auch strukturbedingt Kosten sparen zu können. Darunter fallen zum Beispiel Banken, Versicherungen, Regierungen und Unternehmen, die innerhalb der letzten 25 Jahre viele Daten auf Band gesammelt haben. Welchen Bereich wir auch immer betrachten, die Bedürfnisse der Nutzer waren hinsichtlich der technischen Innovationen eine echte Herausforderung für uns Hersteller.

Meinen Sie mit technischen Innovationen die neue Barium Ferrite Technologie?

Anne Ingenhaag: Nicht nur, die Barium Ferrite Technologie ist eine echte Revolution in der Bandherstellung und bietet eine bisher nicht dagewesene Möglichkeit in Bezug auf die Entwicklung von Kapazität und Performance. Auch die Entwicklung der Hardware muss hier berücksichtigt werden. Nur wenn beide Komponenten zusammenspielen, können wir erfolgreich mit unseren technischen Innovationen sein. Daher ist die Beteiligung der Hardware-Hersteller, wie IBM ausschlaggebend für die Innovationen und Weiterentwicklungen der Bandtechnologie.
Dazu möchte ich Ihnen gerne ein Beispiel geben: Wenn sich die Kapazität des Bandes verbessern soll, muss sich zwangsläufig auch die Schreibgeschwindigkeit des Laufwerks verbessern. Das bedeutet, dass das neue Produkt nur erfolgreich sein kann, wenn sowohl die Hardware-Hersteller, als auch die Bandhersteller an den Weiterentwicklungen gemeinsam arbeiten und mitwirken. Wenn wir uns zum Beispiel etwas genauer die Transferraten der älteren LTO Generationen ansehen, dann stellen wir fest, dass LTO5 -140MB/s, LTO6 -160MB/s und LTO7 bereits 300MB/s Transferrate bietet. Das bedeutet ganz klar, dass wir hier von einer Revolution in der Herstellung des Laufwerks sprechen können. Das neue LTO8 Laufwerk wird vermutlich Anfang nächsten Jahres auf den Markt gebracht werden und eine Transferrate zwischen 350MB/s und 360 MB/s bieten.
Natürlich müssen diese Zahlen noch vom Konsortium bestätigt werden, dies ist lediglich meine erste Einschätzung dazu. Was ich damit sagen möchte ist, dass wir ganz klar einen Quantensprung zwischen dem LTO6 und den Tapes mit hoher Geschwindigkeit und Kapazität erkennen können. Die Geschwindigkeit der LTO7 und LTO8 Technologie kann nur aufgrund der erzielten Durchbrüche gewährleistet werden. Daher werden wir auch zwischen dem LTO7 und LTO8 Band einen höheren Sprung als 20MB/s sehen, was bei den alten Generationen nicht der Fall war. 

Was genau meinen Sie mit Quantensprung? 

Anne Ingenhaag: Damit meine ich die Entwicklung des 32- Kanal Kopfes. Man kann den Schreibkopf mit einer Zahnbürste vergleichen, wobei die Borsten kleine Stifte sind. Diese „Stifte“ sind die Channels (Tracks), die die Daten schreiben. Bis zum LTO6 Tape, beinhaltete das Laufwerk einen 16- Kanal Kopf. LTO6 ist außerdem die Generation, bei der diese alte Schreibtechnologie ihre Limits erreicht hat. Wir sehen zwischen der LTO4 und LTO6 Technologie lediglich eine Verbesserung der Transferrate um 40MB/s. Wir hätten uns zu dem Zeitpunkt sogar fragen können, ob die Tape-Technologie bereits das Limit in ihrer Entwicklung erreicht hat, oder eben zurückgehalten wird. Für die LTO7 Generation wurde erstmalig in der LTO Technologie der 32-Kanal Kopf verwendet, was zu einem drastischen Anstieg der Schreibgeschwindigkeit führte. Auf der einen Seite sehen wir zwischen LTO4 und LTO6 lediglich eine Entwicklung um 40MB/s und auf der anderen Seite haben wir von LTO6 zu LTO7 eine Entwicklung um 140MB/s erzielen können.
Diese Verbesserung haben wir definitiv IBM zu verdanken. Die Barium Ferrite Technologie trägt natürlich auch dazu bei, eine höhere Geschwindigkeit und verbesserte Performance, im Gegensatz zur Metallpartikel Technologie, zu erzielen. Dazu zählt eine höhere magnetische Kraft in Kombination mit einer glatteren Oberfläche des Bandes. Mit der Metallpartikel Technologie wäre es sehr schwer gewesen, ultraschnelle Laufwerke herzustellen.
 
Inwieweit hat Barium Ferrite die Bandtechnologie revolutioniert? 

Anne Ingenhaag: Neben dem Bereich der Geschwindigkeit können wir die Vorteile von Barium Ferrite, meiner Meinung nach, in vier unterschiedliche Bereiche gliedern: Eine verbesserte Speicherkapazität, weniger Schreibfehler, eine längere Lebensdauer der Laufwerke und eine längere Archivlaufzeit der Bänder. Im Jahr 2010 stellten IBM und FUJIFILM in enger Zusammenarbeit bereits einen Rekord auf. Wir schafften es, 35TB auf nur einem Band zu erzielen. 2015 haben wir bereits 220TB auf ein Band schreiben können und somit einen erneuten Rekord erzielt. Das Paradoxe, aber auch sehr positive daran ist, dass IBMs 3592JD Technologie, die sogenannten Juwelen der Bandtechnologie, sowohl 2015, aber natürlich auch 2017 eine Kapazität von 10TB bieten, was gleichzeitig bedeutet, dass wir noch nicht einmal 5 Prozent des eigentlichen Potentials der Speicherkapazität von Barium Ferrite nutzen.
Bereits heute sind zirka 69 Prozent aller ausgelieferten Datenbänder Barium Ferrite Tapes. Im Jahr 2014 waren es lediglich 29 Prozent, was noch einmal das schnelle Wachstum aufzeigt, das natürlich auch durch die Migration von alten Generationen zu neueren Generationen forciert wird. Der Unterschied zwischen der MP und Barium Ferrite Technologie ist, dass mit Barium Ferrite zur gleichen Zeit eine verbesserte Speicherkapazität und Performance erreicht werden kann. Mit der Metallpartikel Technologie wäre dies nicht möglich gewesen. Um die Kapazität des Bandes zu erhöhen, muss die Anzahl der auf das Band kodierten Partikel erhöht werden.
Wir hielten es bei FUJIFILM als führendem Hersteller der MP Technologie, nicht für möglich, dass die MP Technologie eine höhere Kapazität als 1,5-2TB erzielen kann, weshalb wir bereits für die Herstellung des LTO6 Bandes die Barium Ferrite Partikel Technologie verwenden. Gerne möchte ich Ihnen die Gründe dafür erklären: Die Größe der Metallpartikel, ihre Form, die horizontale Magnetisierung und so weiter sind für uns mitunter Gründe gewesen, weshalb wir keine höhere Kapazität mit der Metallpartikel Technologie erzielen können und somit Barium Ferrite für die Herstellung des LTO6 Tapes nutzen.
Es war für uns offensichtlich, dass eine Ansammlung von so großen Partikeln, wie die Metallpartikel, zu einer gewissen Anzahl an Defekten auf dem Band führen kann, was für uns nicht akzeptabel für die Herstellung des LTO6 Bandes war und ist. Das kann zu unterschiedlichen Defekten führen, wie ungeordnete magnetische Kräfte, die einem einwandfreien Schreib- und Leseprozess im Wege stehen würden, eine zu hohe Schreibfehlerrate und zu viele Berührungen zwischen dem Kopf und Band verursachen kann. Um es kurz zu sagen: Unsere Analyse hat ergeben, dass die MP Technologie nicht stark und stabil genug ist, für die Herstellung von Bändern mit einer hohen Kapazität und damit Datendichte.

Können Sie uns einige technische Vorteile von Barium Ferrite nennen? 

Anne Ingenhaag: Der größte Vorteil ist, dass Barium Ferrite Partikel magnetisch vertikal polarisiert sind, wohingegen MP horizontal magnetisiert ist. Umgangssprachlich könnten wir sagen, dass die Barium Ferrite Partikel den Schreib-/Lesekopf direkter ansprechen und die Stimme (Signal) somit lauter und kräftiger ist. Diese magnetische Kraft wird mit der Signal-to-Noise Ratio (SNR-Signalrauschabstand) bemessen. Sie definiert den Unterschied zwischen dem Grundrauschen des Systems zum Nutzsignal. Auf der einen Seite ist es die magnetische Kraft, die Stärke des Signals, die der Kopf empfängt und auf der anderen Seite das Grundrauschen von Band und Laufwerk, welches üblich ist beim Gebrauch einer Bandlösung.
Die SNR ist sozusagen das Alpha und Omega der Bandtechnologie. Sie definiert mehrheitlich die Kriterien für den Vergleich der unterschiedlichen Technologien, wie die Schreibgeschwindigkeit, die Stabilität der Aufzeichnung oder sogar die Langlebigkeit des Laufwerks. Eine der Charakteristiken von Barium Ferrite ist die überlegene SNR im Vergleich zur MP Technologie.
Eine andere Neuheit und somit ein weiterer Vorteil zeigt sich im Bereich der Laufzeit. Ich habe zuvor bereits die Richtlinien zur Langzeitarchivierung angesprochen. Viele Unternehmen sind sich leider nicht über deren Bedeutung im Klaren, oder wissen nicht, dass manche Daten 30 bis 40 Jahre, oder sogar noch länger, aufbewahrt werden müssen. Bei Personen, die Strahlungen ausgesetzt wurden, zum Beispiel durch Röntgenbehandlungen, müssen die Daten 30 Jahre vorgehalten werden und das ist nur ein Beispiel von vielen (Informationssicherheit, 2016). Wenn wir uns den Bereich der Forschung und Wissenschaft ansehen, werden manche Daten sogar für die Unendlichkeit aufbewahrt werden. Daten, die zum Kulturgut der Menschheit beitragen, werden dauerhaft gesichert, sodass auch unsere Nachfahren noch von diesen Kulturgütern erfahren. Schließlich ist es ein Teil unserer Geschichte. Mit Barium Ferrite Bändern erreichen wir bereits eine Laufzeit, die 30 Jahre überschreitet, was wir mit der Metallpartikel Technologie nicht erzielen könnten.
Für die Herstellung ist es nicht nur wichtig, Barium Ferrite Partikel zu verwenden, sondern es ist auch ausschlaggebend zu wissen, wie die Partikel auf dem Band dotiert werden müssen. Eine Bandoberfläche die nicht ausreichend glatt ist, auf der vielmehr sogar kleine Unebenheiten zu finden sind, reduziert die Performance erheblich und verstärkt die Abnutzung des Kopfes. Daher haben wir die Barium Ferrite Partikel Technologie mit der NANOCUBIC Beschichtungstechnologie in der Herstellung kombiniert. Dies führt zu einer präzisen Anordnung und Ausrichtung der Partikel auf der Bandoberfläche, sodass Bänder mit einer sehr glatten Oberfläche produziert werden können, was zu einer verbesserten Schreibgeschwindigkeit führt.Zusammengefasst sind die drei wichtigsten technologischen Vorteile von Barium Ferrite die Schreibgeschwindigkeit, die Stabilität der Aufzeichnung und die Langlebigkeit.

Welche Bänder werden mit Barium Ferrite hergestellt? 

Anne Ingenhaag: Die Herstellungsanteile von Barium Ferrite wachsen in Proportion zur Kapazität und Performance der Bandgenerationen. Barium Ferrite besitzt 60 Prozent der totalen Herstellungsanteile des LTO6 Bandes weltweit und eine noch größere Anzahl der LTO7 Tapes werden mit Barium Ferrite hergestellt. Final können wir noch sagen, dass alle High Performance Enterprise Bänder Barium Ferrite Tapes sind.

Sie haben zuvor die 3592 Bänder als Juwelen der Bandtechnologie beschrieben… 

Anne Ingenhaag: Ja, ich sehe diese als die Juwelen der Technologie an. Sie repräsentieren den absoluten Maßstab in Bezug auf Performance, Kapazität und Qualität. Diese Technologie ist am schwersten zu entwickeln. Und das gilt sowohl für das Laufwerk, als auch für die Herstellung der Bänder. Die Enterprise Technologie wird außerdem für die Fortschritte, die wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren in der LTO Technologie sehen werden, verwendet. Wir können also sagen, dass die 3592 Technologie die High-End-Produktlinie der Bandtechnologie wiederspiegelt. Die LTO Technologie kann somit als vereinfachtes Einstiegslevel der Enterprise Technologie betrachtet werden.

Welche Nutzer benötigen 3592 Tapes?

Anne Ingenhaag: Ich würde das gerne etwas anders formulieren. Wir können sagen, dass jeder diese Bänder benötigt, dass sie aber für bestimmte Nutzer, deren Datenvolumen zu gering ist, etwas zu teuer sind. Jedes Unternehmen muss heute die Anzahl an benötigten Bändern reduzieren. Ich habe kürzlich noch an einem Beispiel gearbeitet. Ein Nutzer lagert 20.000 LTO5 und 40.000 LTO4 Bänder der letzten 10 Jahre. Monatlich zahlt er 12.000 Euro für die benötigte Lagerfläche, die Kosten für die Lagerung und den Transport der Bänder. Das bedeutet, dass er 144.000 Euro im Jahr und 288.000 Euro für 2 Jahre zahlt. Für diesen Nutzer würde eine Migration zu IBM 3592JD Bändern bedeuten, dass anstelle von 60.000 Bändern nur noch 6.200 Bänder gelagert werden müssten. Das minimiert zwangsläufig die Lagerungskosten.
Allerdings ist dies nur einer von vielen Vorteilen. Wenn wir in Betracht ziehen, dass IBM das neue 3592JE Laufwerk in 2018 (TBC) auf den Markt bringen wird und sicherlich eine noch höhere Kapazität erzielen wird, kann der Nutzer die benötigte Lagerfläche noch weiter reduzieren. Ich kenne die Spezifikationen nicht, aber wenn ich davon ausgehe, dass bis zu 20TB erzielt werden könnten, müsste der Nutzer nur noch 3.100 Bänder lagern. Die Angaben zum 3592JE Laufwerk müssen natürlich noch von IBM vor Markteinführung bestätigt werden.

Ist die Schreibgeschwindigkeit bei dieser Technologie höher?

Anne Ingenhaag: Nicht nur die absolute Schreibgeschwindigkeit ist viel höher mit einer Transferrate von 360MB/s für IBMs 3592JD Technologie, sondern auch die tatsächliche, durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit ist viel höher als bei der LTO Technologie. Wir haben festgestellt, dass Dateien mit einer Größe von weniger als 1GB, mit 3592JD um 40 Prozent schneller als LTO7, 2,5 Mal schneller als LTO6, 3 Mal schneller als die neuesten Festplattengenerationen, 3,5 Mal schneller als LTO5 und 4 Mal schneller als LTO4 sind. Noch bemerkenswerter ist, dass IBM die 3592JD Laufwerke und Tapes bereits in 2014 auf den Markt gebracht hat, was mich auch annehmen lässt, dass IBM im Jahr 2018 das neue IBM 3592JE Laufwerk auf den Markt bringen wird. Wie vorhin bereits gesagt, kenne ich die Spezifikationen nicht, aber ich kann mir dennoch vorstellen, dass wir bis zu 500 MB/s erwarten dürfen. Dadurch wird der Unterschied zwischen der LTO und Enterprise Technologie noch verstärkt. Neben einer unverfälschten Performance, kann der Nutzer außerdem die Konfiguration der verwendeten Hardware reduzieren und mit kompakten Systemen arbeiten, die weniger Platz benötigen.
Ich kann Ihnen dazu gerne ein Beispiel nennen. Ein Nutzer speichert jeden Monat 30TB an neuen Daten auf einem LTO6 System. Die Firma wächst jedoch stetig und damit verbunden wird das Datenvolumen in 5 Jahren jährlich um 35 Prozent wachsen. Wenn der Nutzer weiterhin entscheidet, mit der LTO6 Technologie zu arbeiten, wird er vermutlich bald neue Laufwerke kaufen müssen. Genau aus dem Grund wartet der Nutzer heute schon gespannt auf die neuen IBM 3592 JE Spezifikationen.

Was meinen Sie denn mit der tatsächlichen Schreibgeschwindigkeit?

Anne Ingenhaag: Wenn Sie eine Speicherlösung kaufen, ganz gleich welche, ist die Transferrate lediglich ein Indikator der optimierten Geschwindigkeit, die unter spezifischen Bedingungen erreicht werden kann. Das bedeutet, dass einige Faktoren dazu beitragen können, dass die gewünschte Transferrate nicht erreicht werden kann. Dazu zählt, dass der Server zu langsam ist, File Marks, ein alternder Laufwerkskopf, schlechte Qualität der Bänder und so weiter… Nichtsdestotrotz ist der wichtigste Indikator die Größe der Dateien, die gespeichert werden müssen. Wenn Sie zum Beispiel eine große Menge an kleinen Dateien (unter 500 MB) speichern, kann es zu einer Art Stau kommen. Das Laufwerk wird die Daten also schneller schreiben, als es sie vom Host empfängt. Egal welche Größe die Dateien haben, es existiert immer eine gewisse Arbeitsvorbereitung für das Laufwerk, bevor die Daten gespeichert werden. Es muss die Beschreibung der Datei, Name, Daten und so weiter hinterlegt werden.
Das Speichern einer großen Anzahl an kleinen Dateien kann zu sogenannten „Backhitches“ oder kurzen Stopps von 5 Sekunden im Schreibprozess führen. Wenn am Ende dann alle kurzen Stopps addiert werden, ist es möglich, dass die vorher kalkulierte Backup-Zeit viel länger ist als vorher errechnet. Das Management von Backhitches und die Optimierung der Backup-Zeit ist ein Punkt, bei dem LTO Tapes wesentlich performanter sind als Festplatten. Dies ist außerdem ein weiterer Punkt, bei dem IBMs 3592JD Technologie der LTO Technologie überlegen ist. Es existieren jedoch einige Methoden, mit denen Sie die tatsächliche Schreibgeschwindigkeit Ihrer Speicherlösung berechnen können. Als erstes sollte die Buffergröße der verwendeten Speicherlösung betrachtet werden. Der Buffer ist im Laufwerk integriert und hält Daten vor. Sollte ein Datenleck entstehen, werden die Daten aus dem Buffer an das Laufwerk abgegeben, sodass das Laufwerk nicht stoppen muss, wenn es mit dem Schreiben von vielen kleinen Dateien konfrontiert wird.
Die Buffergröße des LTO7 Laufwerks beträgt 1GB, die Buffergröße des LTO6 IBM Full Height Laufwerks beträgt ebenfalls 1GB, wohingegen die Buffergröße der anderen Laufwerksmodelle 512MB beträgt. Die Buffergröße von 3592 Laufwerken beträgt bereits 2GB, was die Chance für den Nutzer die tatsächliche Schreibgeschwindigkeit zu erreichen, erhöht. Das ist jedoch nicht alles. Es gibt noch eine weitere Applikation, welche IBM in Ihre 3592 Enterprise Laufwerken eingebaut hat - Die Fast Sync und Skyp Sync Applikation. Das unterstreicht noch einmal, was ich zuvor gesagt habe, dass eigentlich jeder Nutzer die neuen 3592 Bandlösungen benötigen würde.

Wer benötigt denn dann die LTO7 Technologie? 

Anne Ingenhaag: LTO7 ist das ideale Produkt für kleine bis mittelständische Unternehmen. Wenn wir einen Slogan für das LTO7 Band erfinden müssten, könnte man definitiv sagen, dass es die performanteste und einfachste Speicherlösung für mittelständische Unternehmen ist. Die performanteste Lösung, da bereits 6TB native Kapazität und 300 MB/s Transferrate mit einem 1GB Buffer angeboten wird und die Technologie somit wesentlich schneller als die Festplattentechnologie ist.
Ein anderer ausschlaggebender Vorteil gegenüber Festplatten ist die Datenintegrität, welche sozusagen die Datenfehler bemisst. Wir haben einige Anfragen bezüglich der Datenintegrität und der Verifikation der Datenfehler erhalten. Das ist eines der häufigsten Anliegen der europäischen Unternehmen heute, insbesondere in Bezug auf die Schwäche von Festplatten. Die Datenintegrität wird in der Bit-Error-Rate ausgedrückt, welche beschreibt, wie viele Daten geschrieben werden können, bevor wir mit einem Schreibfehler rechnen müssen. Die Bit-Error-Rate einer Sata Enterprise Festplatte beträgt 1x10 15 wogegen die Bit Error Rate von LTO7 1x10 19 beträgt. Das bedeutet ganz konkret, dass Sie 10.000 Mal mehr Daten auf einem LTO7 Band schreiben können als auf einer SATA Festplatte, bevor ein Schreibfehler zu erwarten ist. Etwas anders ausgedrückt, bedeutet es für LTO7 einen möglichen Fehler nach 1,25 Exabyte, oder nach jedem 200.000sten LTO7 Band, wohingegen bei einer SATA Festplatte bereits nach 125TB oder jeder 20sten 6TB SATA Festplatte ein Fehler riskiert wird.
Letzten Endes brauchen wir die Bandtechnologie und die Festplatten-Technologie in Bezug auf die Langzeitarchivierung gar nicht miteinander zu vergleichen, da Barium Ferrite Bänder bereits eine Laufzeit von mehr als 30 Jahren haben, wohingegen Festplatten durchschnittlich nach drei bis vier Jahren ihren Dienst quittieren.

Wo liegt eigentlich die Bit Error Rate (BER) bei LTO6 und Enterprise Tapes?

Anne Ingenhaag: Die BER von LTO6 ist geringer als die von LTO7. Die BER von LTO6 liegt bei 1x10 17 und die BER von LTO7 bei 1x10 19 , was bedeutet, dass 100 Mal mehr Daten auf ein LTO7 Band geschrieben werden können, bevor ein Datenfehler auftreten kann. Sicherlich ist die BER von Enterprise Tapes am besten. IBMs 3592JD bietet eine Bit Error Rate von 1x10 20 . Neben der BER übertrifft die Enterprise-Technologie die LTO Technologie im kompletten Bereich der Datenintegrität, da auch die Verifikation der Datenintegrität einen wichtigen Faktor beim Vergleich der unterschiedlichen Speichertechnologien darstellt.

Sie haben ein ideales Bild vom Band gegeben. Können Sie uns auch noch einige Schwächen und Kritikpunkte der Technologie nennen? Welches sind die am häufigsten wiederkehrenden Kritikpunkte?

Anne Ingenhaag: Das ist ganz richtig, es gibt Schwächen und auch Kritikpunkte an der Bandtechnologie. Diese sind zum Teil ganz einfach Missverständnisse, zum Teil aber auch begründete Kritik an der Technologie. Ich würde gerne einige Punkte nennen, die ich selbst kritisiere, der Markt jedoch nicht.

In welcher dieser Kategorien würden Sie die Thematik des physischen Handlings und des Arbeitsaufwands, der mit dem Handling von Bändern verbunden ist, sehen? Für mich ist dies der größte Kritikpunkt, sehen Sie das auch so?

Anne Ingenhaag: Das ist für mich ganz klar ein Missverständnis. Die Bandtechnologie benötigt kein physisches Handling. Das physische Handling und die damit verbundene Arbeit liegt ganz allein in den Händen des Nutzers und seiner jeweiligen definierten Storage-Lösung. Ich habe Kontakt zu einigen Nutzern, für die ich Konfigurationen erstellt habe. Ihnen war es wichtig das Band quasi wie ein Festplattensystem nutzen zu können, sodass die Bänder in den nächsten fünf Jahren nicht angefasst oder ausgetauscht werden müssen.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Nutzer, die eine zweite Kopie an einem externen Ort lagern möchten, sodass im Falle eines Ausfalls die Daten vom externen Ort verwendet werden können. Zu einem Ausfall kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen kommen, wie Feuer, Erdbeben, Einbruch, Terror-, Hackerangriffe und so weiter…. Somit liegt die Entscheidung des physischen Handlings beim Nutzer und der von ihm gewünschten Storage-Strategie.
Ich habe gestern die Konfiguration für einen Festplattennutzer fertig gestellt. Er hat sich jetzt dafür entschieden eine Festplatten- + LTO7 Lösung einzusetzen. Der Nutzer speichert momentan ein Volumen von 70TB. Das Unternehmen rechnet mit einem jährlichen Wachstum der Datenmenge von 15 Prozent, sodass bis 2021 122TB an Daten gesichert werden müssen. Sie werden weiterhin das tägliche Backup auf Festplatte durchführen und am Wochenende eine Sicherung der Woche auf Tape durchführen. Der IT Manager hat mir erzählt, dass er nicht davon ausgeht, dass eine zweite Kopie extern gelagert wird. Daher hat er mich gefragt, ob die Kalkulation so erstellt werden könnte, dass die zweite Kopie für die nächsten fünf Jahre in der Library bleiben kann. Dadurch entsteht natürlich kein zusätzliches physisches Handling. Diesen Punkt spreche ich in Diskussionen mit kleinen bis mittelständischen Unternehmen häufig an.
Der große Vorteil vom Band ist, dass es sich um ein skalierbares System handelt, das man quasi wie ein Lego System verwenden kann. Es kann vollkommen auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt werden. Und genau das wird häufig von den Nutzern vergessen. Dabei kann das System nicht nur ideal auf die Bedürfnisse, sondern auch auf die finanziellen Möglichkeiten der Firmen angepasst werden. Die wirkliche Schwäche vom Band ist somit nicht das physische Handling, sondern es existieren Schwachpunkte aufgrund von uns Bandherstellern.

Was genau meinen Sie damit?  

Anne Ingenhaag: Wir haben in den vergangenen vier Jahren mit vielen Nutzern in Europa gesprochen und nahezu 5.000 Unternehmen nach ihren Problemen, Wünschen und Kritikpunkten gefragt. Was mich am meisten ärgert ist, dass gerade die kleinen bis mittelständischen Unternehmen seit LTO4, also fast seit 2006 keine Informationen mehr erhalten haben.
Außerdem ist die Entwicklung des Bandes in Europa sehr unterschiedlich verlaufen. Die Entwicklung ist abhängig von den Ressourcen der Arbeitskräfte und der Kommunikation, die von den Anbietern im jeweiligen Land betrieben wird. Das Resultat ist, dass die LTO Technologie in den TOP3 europäischen Ländern; Deutschland, England und Frankreich viel weiterentwickelt ist als in Südeuropa. Zum Beispiel gibt es in Frankreich und Italien gleich viele Angestellte, allerdings werden in Frankreich monatlich doppelt so viele Bänder wie in Italien ausgeliefert. Wir Bandhersteller sollten ein Audit über unser eigenes Business und unseren Beitrag zur Bandtechnologie durchführen und uns fragen, wie wir 300.000 Unternehmen in Europa richtig über die Neuigkeiten im Storage-Bereich informieren können. Wir sollten uns außerdem fragen, was wir in unserer Kommunikationsstrategie in den letzten Jahren falsch gemacht haben.
In jedem Fall bin ich mir unsicher, ob es wirklich ausreicht nur sehr generelle Informationen und Artikel über Tape zu veröffentlichen, ohne detaillierte Informationen über das Produkt und deren Weiterentwicklung zu liefern. Wir sollten darauf achten, dass das Internet kein Ort für Simplifizierungen der technischen Fakten wird. Ich gebe Ihnen dazu ein Beispiel. Wenn Sie im Internet nach dem Wort „Tape“ suchen, werden Sie 100 Mal mehr Artikel erhalten in denen „LTFS“ genannt wird, als die Worte „Barium Ferrite“.
Natürlich können wir die Auswirkungen beider Neuheiten nicht vergleichen. Selbst wenn LTFS einen richtigen Durchbruch darstellt, ist es dennoch ein Nischenprodukt, welches nur bestimmte Nutzer anspricht. Das lässt mich in Frage stellen, ob die Art und Weise unserer Kommunikation wirklich ausreichend war – ich denke nicht, und muss damit auch mir die Schuld an diesen fehlenden Informationen geben. Somit haben wir einiges zu tun, da wir Informationen bereitstellen müssen, die schon vor fünf bis zehn Jahren den Markt hätten erreichen müssen.
Allerdings bin ich da ganz realistisch. Dies ist harte Arbeit und wir können nicht das Versäumte von Jahren in kurzer Zeit nachholen. Das benötigt leider Zeit. Aber Interviews wie dieses sind zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Wo genau sehen Sie die Zukunft der Bandtechnologie?

Anne Ingenhaag: Ich denke, es wäre interessant, wenn Sie diese Frage auch IBM stellen würden. Aber ich kann Ihnen gerne meine persönliche Meinung dazu sagen. Wie bereits erwähnt, würde ich den Markt heute in zwei Produkte unterteilen. Nutzer, die ein größeres Datenvolumen als 5PB besitzen sind für mich mit der Enterprise-Technologie wesentlich besser bedient. Alle Nutzer, die ein geringeres Datenvolumen vorweisen, haben mit der LTO7 Technologie das ideale Produkt im Einsatz.
Natürlich müssen wir hier etwas vorsichtig sein, weil das nur eine sehr allgemeine Unterteilung ist. Ich kenne auch Nutzer, die ein geringeres Volumen an Daten speichern, aber die hohe Zuverlässigkeit und die Performance von Enterprise Tapes benötigen. Hier möchte ich gerne das Beispiel einer Stadtverwaltung geben. Diese hält 1,7PB Daten vor. Aus internen Gründen muss in regelmäßigen Abständen ein „Full-Backup“ aller existierenden Daten durchgeführt werden. Ich persönliche habe auch selten Kontakt zu Benutzern, die bei dieser Datenmenge noch ein Full-Backup durchführen, nichtsdestotrotz muss man die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen. Daher hat für diesen Nutzer die Schreibgeschwindigkeit oberste Priorität. Aus diesen Gründen hat sich die Stadtverwaltung für eine Enterprise-Lösung entschieden.
Ein weiteres Beispiel ist ein Unternehmen, das Erdbeben-Berechnungen auf dem atlantischen Ozean, nahe der norwegischen Küste, durchführt. Die Mitarbeiter speichern die Daten direkt auf dem Boot. Um dies umsetzen zu können, haben sie ihr eigenes 3592 Stand-Alone Laufwerk kreiert.
Um nun noch einmal auf die Segmentierung zurückzukommen; diese wird sich innerhalb der nächsten Jahre und mit Einführung der LTO8 und 3592 JE Produkte etwas verändern. Dann wird die Kapazität, bei dem wir dem Nutzer LTO empfehlen, wohlmöglich bei 5-9PB liegen. Das LTO8 Band ist ideal geeignet für Nutzer, die heute 1PB an Daten vorliegen haben und ein großes Wachstum dieser Daten vermerken oder für Nutzer, die ein Datenvolumen von 5-6PB bis 2021 vorweisen werden. Letztendlich ist für Nutzer, die ein kleineres Datenvolumen als 1PB vorhalten, LTO7 das ideale Produkt. Somit ändert sich die Produktsegmentierung von zwei Segmenten mit LTO7 und Enterprise zu drei Segmenten mit LTO7, LTO8 und Enterprise. Die 3592 Technologie ist dann ideal für Nutzer, die ein Datenvolumen von 9-10PB+ haben, LTO8 für Nutzer von 1PB bis zu 9PB und LTO7 für Nutzer, die ein kleineres Datenvolumen als 1PB vorhalten.

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Sollten Sie noch weitere Informationen wünschen oder Fragen haben, dürfen Sie sich gerne an Anne Ingenhaag vom Unternehmen FUJIFILM Recording Media wenden. Anne Ingenhaag ist für den Bereich Sales und Business Development im deutschen Markt verantwortlich.
 
Kontakt:
Anne Ingenhaag
Tel: 02821 509 457
E-Mail: anne.ingenhaag@eu.fujifilm-rme.com

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