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Die Wahrheit über vergoldete Kabelstecker

27.04.2018 | 09:19 Uhr |

Laut der Marketingmaschinerie der Hersteller sollen vergoldete Kabelanschlüsse die Signalqualität verbessern und viel länger halten als die herkömmlichen, silbernen Varianten. Ob diese Aussage wirklich stimmt, verrät Ihnen dieser Tipp.

Immer wieder stehen Sie beim Kauf eines neuen Kabels vor der Wahl: Soll es ein kostengünstiges Kabel mit einer herkömmlichen Anschlussbeschichtung sein oder doch lieber das hochpreisige mit vergoldeten Steckern? Vor dieser Frage stehen Sie, gleich ob es sich um ein HDMI-Kabel zur Bildübertragung oder um ein Klinkenkabel zur Tonweiterleitung handelt. Stets versprechen Ihnen die Hersteller oder auch die Verkaufsberater vor Ort, dass vergoldete Anschlüsse für bessere Übertragungsqualität und längere Lebensdauer sorgen. Damit rechtfertigen sie den vergleichsweise hohen Preis von Goldsteckern.

Vergoldete Stecker sind teurer als herkömmliche Varianten mit Silber oder Kupfer. Besser sind sie nicht.
Vergrößern Vergoldete Stecker sind teurer als herkömmliche Varianten mit Silber oder Kupfer. Besser sind sie nicht.
© deleyCON

Um es auf den Punkt zu bringen: Ein goldener Stecker hat keinerlei Einfluss auf die Signalqualität bei der Übertragung von Bild oder Ton. Das Ergebnis ist verglichen mit dem des vermeintlich billigen, silbernen Steckers identisch. Der einzige tatsächliche Vorteil steckt im Metall selbst, denn Gold hält im Vergleich zu Silber und Kupfer länger. Letztere neigen zu einer schnelleren Korrosion, während Gold weniger auf Umgebungsbedingungen reagiert. Befinden sich die Geräte, die Sie über Kabel verbinden wollen, in einem relativ feuchten Raum, so könnten goldene Stecker durchaus Sinn machen. In einem trockenen, beheizten Wohnzimmer, dessen Raumklima immer stabil bleibt, genügen dagegen Stecker aus Silber oder Kupfer.

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