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Die USA klagen China wegen Cyberspionage an

21.12.2018 | 13:03 Uhr | René Resch

Nach Informationen des US-Justizministeriums haben chinesische Hacker in staatlichem Auftrag weltweit Systeme infiltriert und Geschäftsgeheimnisse gestohlen, darunter auch bei Firmen aus Deutschland.

Die USA erheben gegen China schwere Spionagevorwürfe. Die chinesische Hackergruppe APT10 soll für zahlreiche Angriffe auf Firmen in Europa, Asien und den USA verantwortlich sein und soll dabei im Auftrag des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit (MSS) gehandelt haben. Auch die britische Regierung wirft China eine weltweite Kampagne gegen Wirtschaftsziele in Europa, Asien und den USA vor.

Das US-Justizministerium hat nun Anklage gegen zwei angebliche APT10-Mitglieder erhoben. Im Rahmen einer groß angelegten Kampagne sollen sie Computersysteme von 45 Unternehmen und Behörden infiltriert haben und Daten gestohlen haben. Die Unternehmen stammen dabei aus mindestens 12 Ländern, darunter sind auch Firmen aus Deutschland.

Die Hacker sollen dabei „Hunderte von Gigabyte“ an Daten in die Hände gefallen sein. Nach der Meinung des US-Justizministeriums ging es den Angreifern hauptsächlich um Geschäftsgeheimnisse. Die Angriffe liefen dabei zunächst über IT-Firmen, die für die betroffenen Unternehmen zum Beispiel E-Mails hosteten oder Speicherplatz zur Verfügung stellten. Durch Phishing-Angriffe gelangten die Hacker dann an Zugangsdaten, mit denen sie sich in die Systeme der Firmen einschlichen. Unter den angegriffenen Firmen sollen zudem die großen Unternehmen HPE und IBM sein.

Insidern zufolge werden die USA und weitere Staaten, darunter auch Deutschland, China in den kommenden Tagen wegen mutmaßlichen Hackeraktivitäten verurteilen. Die Regierung in Peking wies derartige Vorwürfe stets zurück.


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