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Die besten günstigen Beamer fürs Heimkino

22.03.2017 | 08:45 Uhr |

Der Beamer für zuhause kann Heimkino-Erlebnis oder TV-Ersatz zugleich sein. Und muss noch nicht einmal viel kosten. Wir stellen vier Beamer vor, bei denen das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Die Zeiten, in denen Beamer allein in Unternehmen zu Präsentationszwecken eingesetzt wurden, sind lange vorbei. Neben einer guten HiFi-Anlage gehört ein Beamer für Privatanwender heute schon fast zur Grundausstattung, wenn es um die Einrichtung eines Heimkinos in den eigenen vier Wänden geht.

Doch wer sich einmal nach einem passenden Gerät umgeschaut hat, der weiß: Wenn es um den Preis geht, gibt es nach oben keine Grenzen. Luxusmodelle schlagen dabei gerne mal mit mehreren tausend Euro zu Buche – was die Freude an einem Gerät beträchtlich schmälern kann.

Gute Qualität, niedriger Preis

Doch es ist nicht nötig, so viel Geld auszugeben. Wir haben uns auf die Suche nach Beamer-Modellen im Niedrigpreis-Segment gemacht, die durchaus mit wesentlich teureren Konkurrenzprodukten mithalten können. Vier Produkte, die uns überzeugt haben, stellen wir hier vor.

Lenovo Yoga Tab 3

Mit dem Yoga Tab 3 Pro hat sich Lenovo etwas Besonderes einfallen lassen. Das Tablet verfügt über einen eingebauten Beamer – und kann damit spielend leicht zum Heimkino umfunktioniert werden.

Dass das Tablet über Android als Betriebssystem sowie Internetzugang verfügt, hat auch für den Beamer-Modus klare Vorteile: Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video oder Netflix lassen sich direkt über das Gerät via App ansteuern, so dass Sie auf zusätzliche Kabel verzichten können.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro: Tablet und Beamer in einem
Vergrößern Lenovo Yoga Tab 3 Pro: Tablet und Beamer in einem
© Lenovo

Als Tablet ist das Yoga Tab 3 Pro mit rund 700 Gramm Gewicht auch sehr portabel – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn man sich nicht entscheiden kann, ob das Home-Entertainment-System im Wohn- oder besser im Schlafzimmer zum Einsatz kommen soll. Und mit etwa 180 cm Bilddiagonale wird jede Zimmerwand oder –decke zur Projektionsfläche - das ist zwar noch keine Kino-Leinwand, aber dennoch ausreichend.

Mit 50 Lumen Lichtleistung ist das Tablet im Gegensatz zu teureren Modellen etwas unterlegen – Nutzerberichten zufolge sorgt es in leicht abgedunkelten Räumen dennoch für ein erstaunlich gutes Kino-Erlebnis. Außerdem kann man bei einem Preis von rund 470 Euro über kleine Abzüge bei der Lichtstärke durchaus hinwegsehen.

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Tipp: Wem die Idee gefällt, ein Handheld-Device spontan auch als Beamer nutzen zu können, der könnte sich auch für das Smartphone Moto Z von der Lenovo-Tochter interessieren. Das Gerät lässt sich durch verschiedene Handyhüllen, den Moto Mods, für vielfältige Zwecke nutzen – so auch als Mini-Beamer .

Trotz der geringen Größe kann auch diese Beamer-Version mit rund 180 cm Bilddiagonale aufwarten. Da in der Mod-Hülle ein zusätzlicher Akku verbaut ist, wird der Akku des Smartphones geschont.

Zwar ist die Hülle mit gut 300 Euro nicht ganz billig – wer aber sowieso schon ein Moto Z besitzt, kann mit dieser Erweiterung durchaus seinen Spaß haben.

Epson EB-U04 3LCD

Sie haben schon ein Tablet und möchten einen richtigen Beamer für das Heimkino? Dann können wir den EB-U04 3LCD von Epson empfehlen. Auch wenn der Hersteller eher für Drucker bekannt ist: Mit diesem Gerät ist dem Unternehmen ein leistungsfähiger und preiswerter Beamer gelungen.

Das Gerät misst gerade einmal 29,7 x 7,7 x 24,4 cm (B x H x T) und kommt dabei auf 2,6 Kilogramm – damit ist der Epson-Beamer definitiv portabel. Umso erstaunlicher ist die maximale Bildfläche, die er ausstrahlen kann: Auf ganze 300 Zoll oder 7,62 Meter Bilddiagonale bringt es das Gerät.

Epson EB-U04 3LCD: Kleines Gerät, erstaunlich große Bilddiagonale
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© Seiko Epson Corp.

Der Beamer sorgt mit einer Weiß- und Farbhelligkeit von 3.000 Lumen für starke Farben, und das auch bei Tageslicht – so müssen Sie auch beim nächsten Grillabend im Garten nicht mehr auf das Fußballspiel der Lieblingsmannschaft verzichten. Auch das Schwarz wird wunderbar wiedergegeben, da das Kontrastverhältnis mit 15.000:1 recht hoch ist.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Epson-Beamer ist mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel sogar Full-HD-fähig – und hängt damit selbst einige teurere Konkurrenten ab. So können Sie Filme oder Videospiele auch via Beamer in bester Bildqualität genießen.

Da das Gerät nicht nur über zahlreiche Schnittstellen verfügt, beispielsweise zwei HDMI-Anschlüsse,  sondern auch noch WLAN-fähig ist, können Sie außerdem kabellos Ihre Medien vom Tablet oder Smartphone aus übertragen.

Der Epson EB-U04 3LCD bietet viel Beamer für einen vergleichsweise kleinen Preis. Im Internet kostet das Gerät ab etwa 570 Euro und ist als Full-HD-Beamer mit großer Bilddiagonale und vergleichsweise hoher Lumenzahl ein echter Gewinn für jedes Home-Entertainment-System.

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Haiway H3000

Dieser Beamer kommt aus China und bietet so viele Funktionen, dass man schon von einem Multitalent im Hosentaschenformat sprechen könnte. Der Haiway H3000 ist Beamer, Android-PC und Akkupack in einem und erinnert in punkto Form und Designsprache auf den ersten Blick stark an einen Apple-TV, auch Funktionsweise und Fernbedienung passen in den Apple-Look.

Dafür bietet das chinesische Produkt deutlich mehr als das Modell aus Cupertino: Der kleine Projektor birgt in seinem Inneren ein vollwertiges Android 4.4, dient als Akkupack mit 3.500 mAh und kann ohne Netzteil durchschnittlich drei Stunden Filme abspielen.

Haiway H3000: Portabel und an vielen Stellen durchdacht
Vergrößern Haiway H3000: Portabel und an vielen Stellen durchdacht
© Haiway

Der interne Speicher mit acht Gigabyte lässt sich zudem per Micro-SD um bis zu 32 Gigabyte erweitern – hier ist also genug Platz für eine kleine Mediathek. Auf einen HDMI-Anschluss – und damit auf ein Gaming-Erlebnis – wird allerdings bei diesem Modell verzichtet.

Einen großen Pluspunkt gibt es wiederum für die Bildqualität. Hier mögen 854 x 480 Pixel zwar nicht nach High-End klingen, für scharfe Bilder auf bis zu 100 Zoll reicht es für ein Kino-Erlebnis aber allemal.

Weniger gelungen sind die eingebauten Lautsprecher. Für mehr als Mini-Games reichen diese nicht. Über einen AUX-Eingang oder Bluetooth können Sie dafür aber die Lautsprecher Ihrer Wahl koppeln.

Wichtig: Das Gerät gibt es unter den unterschiedlichsten Namen und Abkürzungen in den Online-Shops von Gearbest, Banggood und Co. – und auch zu sehr unterschiedlichen Preisen.

Zum Vergleich: Aktuell liegt der Haiway H3000 bei Gearbest bei 551,80 Euro, bei Banggood kostet er umgerechnet rund 165 Euro, bei Amazon in anderem Design 215,14 Euro, und der baugleiche Papa DLP liegt sogar nur bei 146,50 Euro.

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Irulu Mini-LED-Beamer

Er sieht aus wie ein „Großer“ und ist dennoch kaum größer als eine Nintendo Wii U. Den Billig-Beamer von Irulu gibt es bei Amazon bereits für 95 Euro. Und baugleich auch unter den Marken „Eligiant“ und „Crenova“.

Name hin oder her: Der Irulu Mini-LED-Beamer kommt mit seinen vielen Anschlüssen einem „klassischen“ Beamer am nächsten.

Irulu Mini-LED-Beamer: Kostet nur knapp 100 Euro
Vergrößern Irulu Mini-LED-Beamer: Kostet nur knapp 100 Euro
© Irulu

Neben HDMI, VGA und Komponenten-Kabel verfügt er zusätzlich über einen USB-Eingang und einen SD-Kartenslot. Außerdem kann eine Antenne angebracht werden, um mit ihm sogar Fernsehprogramme (analog) zu empfangen.

Die verbaute LED soll über eine Lebensdauer von gut 20.000 Stunden verfügen, die Helligkeit wird von der Produktbeschreibung mit 1.000 Lumen angegeben. Das reicht unterm Strich aus, um das Bild auf drei Meter Diagonale an die Wand zu werfen – bei einer Auflösung von 800 x 480 Pixel muss man dann allerdings Abstriche machen.

Ein deutlicher Nachteil: Auch wenn der Irulu als absolutes Preis-Leistungs-Wunder durchgehen könnte, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass so ziemlich an jedem Bauteil gespart wurde. Wer jedoch mit einem suboptimalen Bild und einem lauten Lüfter leben kann, der wird seinen Kauf nicht bereuen.

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