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Die beste Antiviren-Software für Windows 10 fürs Büro

31.01.2019 | 10:10 Uhr |

Das AV-Test Institut hat 16 Antiviruslösungen fürs Firmennetz unter Windows 10 getestet. Fünf Produkte haben die volle Punktzahl erzielt, für ein Zertifikat hat es bei allen gereicht.

Das Magdeburger AV-Test Institut hat im November und Dezember 2018 erneut Antiviruslösungen für Firmen unter Windows 10 (64 Bit) unter die Lupe genommen. Mit 12 Herstellern, die 15 Produkte für diesen Zertifizierungstest eingereicht haben, ist das Testfeld bis auf Versionsänderungen identisch zum letzten Test. Hinzu kommt wie immer zum Vergleich Microsoft Windows Defender Antivirus. Den vorherigen Test unter Windows 10 (64 Bit) haben wir Ende November veröffentlicht. Anfang 2018 waren Firmenlösungen unter Windows 7 auf dem Prüfstand.

So wird getestet
Getestet wird in den Kategorien Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit. Die Schutzprogramme müssen knapp 20.000 Schädlinge erkennen und abwehren, die nicht älter als vier Wochen sind. Zudem werden sie im so genannten Real-World-Test mit 259 tagesaktuellen Schädlingen konfrontiert (0-Day-Malware). Die Tester prüfen, wie sehr die Antivirusprogramme gängige Alltagsabläufe ausbremsen, etwa den Aufruf von Web-Seiten, Downloads, das Kopieren von Dateien oder Installation und Benutzung legitimer Software. Die Wertung für die Benutzbarkeit ergibt sich aus der Zahl der Fehlalarme, die bei solchen Vorgängen auftreten.

In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte, in der Summe also höchstens 18. Diejenigen Produkte, die insgesamt mindestens zehn Punkte und in jeder Kategorie wenigstens einen Punkt erreichen, erhalten ein Zertifikat. Zusätzlich vergibt AV-Test das Prädikat „Top Product“ für Lösungen, die in allen Testkriterien hervorragend abschneiden und insgesamt mindestens 17,5 Punkte erzielen.

Antivirus-Software für Unternehmen - Testergebnisse
Vergrößern Antivirus-Software für Unternehmen - Testergebnisse
© AV-Test

Die Test-Ergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein Zertifikat haben wieder alle Probanden erfüllt. Mit voller Punktzahl an der Spitze liegen diesmal jeweils beide Produkte der Hersteller Kaspersky und Symantec sowie Trend Micro Office Scan. Mit geringem Abstand folgen Avast Antivirus Business, die beiden Bitdefender-Lösungen sowie F-Secure PSB. Diese neun Prüflinge erhalten das Prädikat „Top Product“. Weitere vier Schutzlösungen haben immerhin bei der Schädlingserkennung die volle Punktzahl erreicht.

Spürbare Einbußen bei der Arbeitsgeschwindigkeit gibt es vor allem bei Microsoft, G Data und McAfee. Das macht sich jedoch meist nur bei der Software-Installation bemerkbar. Hier bremst der Windows Defender vor allem den Standard-PC ein, aber auch ein Highend-PC fühlt sich merklich zäher an. Auch die meisten anderen Lösungen sind in dieser Disziplin am ehesten spürbar. Beim Starten gängiger Programme wie Office bremst McAfee am stärksten, gefolgt von Palo Alto. Bei Downloads bleiben hingegen alle Produkte unauffällig.

Einen heftigen Ausreißer hat sich Sophos in dieser Disziplin geleistet. Im Test hatte sich die zur Installation häufig genutzter Software nötige Zeit mehr als verdoppelt. Nach Testende hat der Hersteller, mit dem desaströsen Ergebnis konfrontiert, einen Fehler in der Scan-Engine entdeckt und inzwischen behoben. Wie AV-Test mitteilt, hätte Sophos ohne diesen Bug nicht nur 3,5, sondern 5,5 Punkte in der Kategorie Geschwindigkeit erhalten.

Fünf Testkandidaten sind ganz ohne Fehlalarme durch alle Prüfungen gekommen: Eset, die beiden Kaspersky-Produkte, Sophos und Trend Micro. Seqrite hat mit insgesamt 21 falsch positiven Befunden den Höchstwert abgeliefert, das sind deutlich mehr als beim letzten Mal. Beim Rest des Feldes liegt die Zahl der Fehlalarme an der Schmerzgrenze oder darunter. Immerhin galt es über 1,5 Millionen virenfreie Programmdateien zu prüfen.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert. Darin haben wir mehr Gewicht auf die Schutzwirkung gelegt (60 Prozent), während AV-Test alle drei Kategorien gleichrangig wertet (vorletzte Spalte). Auf die Reihenfolge hat das in diesem Fall kaum Einfluss – es führt lediglich zu einem Platztausch von Sophos und Eset.

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Punkte

gesamt mit Gewichtung

Hersteller/Produkt

Schutz

Geschwindigkeit

Benutzbarkeit

1:1:1

60:20:20

Kaspersky Endpoint Security 11.0

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Kaspersky Small Office Security 6

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Symantec Endpoint Protection 14.2

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Symantec Endpoint Protection Cloud 22.15

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Trend Micro Office Scan 12.0

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Avast Antivirus Business 18.6 & 18.8

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Bitdefender Endpoint Security 6.6

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Bitdefender Endpoint Security Elite 6.6

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

F-Secure PSB Computer Protection 18.14 & 18.17

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Microsoft Windows Defender 4.18

6,0

5,5

5,5

17,0

17,4

McAfee Endpoint Security 10.6

6,0

5,0

6,0

17,0

17,4

G Data AntiVirus Business 14.1

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

Sophos Endpoint Security and Control 10.8

6,0

3,5 *

6,0

15,5

16,5

ESET Endpoint Security 7.0

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

Seqrite Endpoint Security 17.00

5,0

6,0

4,5

15,5

15,3

Palo Alto Networks Traps 5.0

4,5

5,5

5,5

15,5

14,7

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