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Deutschland legalisiert E-Roller ab 2019

24.10.2018 | 16:03 Uhr | Michael Söldner

Das Bundesverkehrsministerium will in der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung die Nutzung von E-Rollern regeln.

Bislang bewegten sich Elektroroller und elektrisch angetriebene Skate- oder Longboards noch in einer rechtlichen Grauzone.

Nun hat sich die Bundesregierung mit der Gesetzeslage beschäftigt und plant offenbar die Schaffung einer neuen Fahrzeugklasse, in der E-Roller und andere Elektrokleinstfahrzeuge zusammengefasst werden.

Ende 2018 bzw. Anfang 2019 werde das Bundesverkehrsministerium entsprechende Regeln vorgeben. Im Entwurf der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung ist von einer Versicherungspflicht für E-Tretroller die Rede.

Dies würde eine entsprechende Police samt Plakette notwendig machen. Der Betrieb der Roller ist nur auf Radwegen erlaubt, gibt es keine, dann darf der Roller auch auf der Straße genutzt werden. 

Zudem fordert der Entwurf eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h sowie zwei voneinander unabhängige Bremsen. Da auch eine Lenk- oder Haltestange Pflicht wird, dürfen Hoverboards und Skateboards mit Elektroantrieb auch weiterhin nur auf Privatgrundstücken verwendet werden, nicht aber im öffentlichen Raum.

Aus der Industrie kommt entsprechend Kritik, da die Anforderungen zu streng seien und eine Vielzahl an Gefährten quasi verboten blieben. Der TÜV kritisiert indes, dass sich die Roller durch die Versicherungspflicht nicht mehr in Bussen oder Bahnen transportieren ließen, was dem Umweltgedanke der Geräte entgegen sprechen würde.

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