2312515

Deutscher Wetterdienst muss WarnWetter-App einschränken

17.11.2017 | 15:55 Uhr |

Die kostenlose WarnWetter-App steht nach Ansicht der Richter in direkter Konkurrenz zu privaten Anbietern von Wetter-Apps.

Das Landgericht Bonn kam in einem Rechtsstreit zu dem Ergebnis, dass der deutsche Wetterdienst (DWD) mit seiner App WarnWetter gegen das Wettbewerbsrecht verstößt . Angestoßen hatte das Verfahren der private Anbieter WetterOnline. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass WarnWetter eine Vergütung für seine App verlangen müsse. Eine Warnung vor schlechtem Wetter sei nach Ansicht der Richter auch kostenlos über die WarnWetter-App erlaubt. Der deutsche Wetterdienst dürfe jedoch nicht in direkte Konkurrenz zu klassischen Anbietern treten.

Für die Zukunft von WarnWetter stehen nun zwei Szenarien im Raum: Entweder der deutsche Wetterdienst bietet seine App kostenpflichtig an oder die Vorhersagefunktion wird weitreichend begrenzt. Der deutsche Wetterdienst rechtfertigt sich, man würde nur einen geringen Teil der verfügbaren Informationen verbreiten. Gefährlich werden könnten den privaten Wetterdiensten nach Ansicht des DWD vielmehr die internationalen Wetterkonzerne, beispielsweise aus den USA. Das Gericht hingegen sieht in WarnWetter einen Eingriff in das Wettbewerbsrecht, weil der Beklage aus öffentlicher Hand Dienstleistungen anbietet, die in direkter Konkurrenz zu privaten Unternehmen stehen. Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch die Tatsache, dass der DWD seine Wetter- und Klimainformationen anderen Unternehmen weitgehend kostenfrei zur Verfügung stellen muss.

Die besten Wetter-Apps für Android

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2312515