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Deutsche Post verzichtet vorerst auf Zustell-Roboter Postbot

04.02.2019 | 13:06 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Zustell-Roboter Postbot ist derzeit zu teuer. Und die DHL-Drohne offensichtlich auch. Auch die Zustellung hinter die Wohnungstür ist für die Deutsche Post keine Option.

Die Deutsche Post verzichtet vorerst auf ihre Zustell-Roboter. Das sagte Post-Chef Frank Appel dem Tagesspiegel. Zwar würden die von der Post getesteten Zustellroboter mit dem Namen Postbot durchaus funktionieren. Doch seien diese Roboter derzeit noch zu teuer. Die Deutsche Post will den Postbot aber weiter entwickeln in der Hoffnung, dass die Preise für Sensoren und Robotik-Technologien weiter sinken werden.

Der Postbot soll den Briefträger nicht ersetzen, sondern ihm das Tragen schwerer Sendungen abnehmen – bis zu 150 Kilogramm schwer darf die Ladung eines Postbots sein. Der elektrisch angetriebene Postbot fährt dem Briefträger hinterher und dieser kann dann die schweren Pakete aus dem Postbot nehmen und dem Empfänger geben.

Gleiches gilt offensichtlich auch für die DHL-Drohnen. Appels Fazit: „Selbst in 20 oder 30 Jahren werden wir noch Menschen als Paketzusteller haben“, zitiert der Tagesspiegel den Postchef.

Die Zustellung hinter die Wohnungstür, wie sie Amazon in den USA mit Amazon Key bereits anbietet, ist für die Deutsche Post derzeit offensichtlich kein Thema. Die Absage des Postchefs gilt offensichtlich auch für die Lieferung in den Kofferraum. Der Postchef hält diesen Markt für zu klein.

Amazon Key besteht aus einem smartem Türschloss, einer Überwachungskamera, einem Cloud-Dienst und einer App. Steht nun ein Paketzusteller mit dem Amazon-Paket vor der Tür, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist, dann scannt der Bote den Barcode des Pakets. Dadurch geht eine Anfrage an den Amazon-Cloud-Dienst. Der Cloud-Dienst schickt jetzt eine Nachricht an die Amazon-Key-Kamera in der Wohnung des abwesenden Amazon-Key-Kunden, die mit der Aufzeichnung beginnt. Der Paketbote wiederum bekommt einen Hinweis auf seine App. Er bestätigt auf der App und schon sperrt das smarte Türschloss für diesen einen Zustellauftrag die Haustür auf. Der Amazon-Kunde erhält derweil eine Nachricht auf sein Smartphone und kann sich sofort zur Kontrolle das Überwachungsvideo anschauen. Der Paketbote legt das Paket im Aufnahmebereich der Kamera hinter der Tür auf den Boden und schließt die Tür wieder von außen. Jetzt kann er die Tür nicht mehr öffnen, seine Zugangsberechtigung ist verfallen.

Postbot: Zustellroboter unterstützt Briefträger



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