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Deutsche Akku-Fabrik: Konsortium Terra E gescheitert

11.10.2018 | 16:12 Uhr |

Das Konsortium zum Bau einer deutschen Akkuzellen-Fabrik Terra E ist nach knapp anderthalb Jahren gescheitert.

Vor etwa anderthalb Jahren wurde mit Terra E ein Konsortium aus rund 20 deutschen Anlagen- und Maschinenbau-Unternehmen, Chemiefirmen und Zellverarbeitern ins Leben gerufen. Ziel war es, in Deutschland eine Akkuzellen-Fabrik zu bauen. Bis zum Jahr 2028 sollte eine Kapazität von 34 Gigawattstunden aufgebaut werden. Dieses Kontingent hätte in etwa den Bedarf von 650.000 Elektroautos gedeckt. Die Kosten: Rund vier Milliarden Euro.

Wie der Tagesspiegel heute berichtet , haben sich in den vergangenen Monaten jedoch alle der am Konsortium beteiligten Firmen um Investitionen gedrückt. Ohne Investitionsbereitschaft gilt Terra E nun als gescheitert und eine Akkuzellen-Fabrik des Konsortiums in Deutschland wird es bis auf weiteres nicht geben. Der Standort sollte unterschiedliche Auto-Hersteller mit Akkus für ihre E-Auto-Modelle beliefern. Durch den Bau der Fabrik wären zudem Schätzungen zufolge etwa 3.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Im August vergangenen Jahres verkündete Konsortiumschef Holger Gritzka noch stolz, dass die Verhandlungen mit Investoren kurz vor dem Abschluss stünden. Offensichtlich scheint es für das Konsortium jedoch sehr viel schwerer gewesen zu sein, Geldgeber zu finden, als Anfangs erwartet.

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