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Der ideale Gaming-Prozessor: Tipps zum CPU-Kauf

19.05.2017 | 11:22 Uhr |

Welche CPU ist ideal für PC-Spiele - wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen und haben für jeden Geldbeutel von 60 bis 360 Euro einen Kauf-Tipp für Sie.

Mit den AMD Ryzen-CPUs ist Bewegung in den Prozessor-Markt gekommen – Intel muss sich nach vielen Jahren endlich wieder einen wettbewerbsfähigen Konkurrenten stellen. Ein guter Zeitpunkt, um das Angebot von AMD und Intel zu vergleichen - mit unseren Tipps finden Sie den idealen Gaming-Prozessor.

Klar: Je besser die Grafikkarte, desto flüssiger laufen Spiele und desto höher können Sie die Qualitätseinstellungen schrauben. Aber die CPU muss zur Grafikarte passen, sonst bremst der Prozessor die Grafikkarte aus. Als grobe Faustregel gilt: Für einen vernünftigen Gaming-PC sollten rund 60 Prozent Ihres Gesamt-Budgets im Verhältnis 2:1 in die Grakfikkarten-CPU-Kombination fließen. Bei einem 1000-Euro-PC stecken Sie beispielsweise 400 Euro in die Grafikkarte und circa 200 Euro in die CPU.

Diese Eigenschaften sollte eine Gaming-CPU idealerweise besitzen

Hoher Takt: Wichtigestes Kriterium für einen Gaming-Prozessor ist immer noch eine möglichst hohe Taktfrequenz. Mindestens 3 GHz sollten es schon sein, ideal sind Frequenzen um die 4 GHz. Aufgrund der unterschiedlichen Microprozessor-Architektur war bisher ein direkter Vergleich der Taktrate zwischen AMD und Intel nicht möglich, da Core-Modelle mehr Leistung pro Kern erbrachten als die Bulldozer-CPUs von AMD. Mit dem Ryzen ist dies jetzt wieder unterm Strich möglich.

Gute Übertaktbarkeit: Achten Sie beim Kauf einer Gaming-CPU auf die Übertaktungseigenschaften, um die Taktrate noch höher zu schrauben als dies der Hersteller vorgesehen hat. Zu den direkten Faktoren gehören hier ein frei wählbarer Multiplikator, der das Übertakten sehr einfach macht. Bei Intel ist das etwa bei allen Extreme Editions und Modellen mit einem "K" am Ende der Fall, bei AMD besitzen alle Ryzen-Modelle einen frei wählbaren Multiplikator - allerdings müssen Sie hier darauf achten, dass das Mainboard dies unterstützt.

Zu den indirekten Faktoren gehört eine stärkere Kühlung. Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einer Wasserkühlung. Achten Sie aber auch auf eine gute Gehäusedurchlüftung, sonst bringt die beste Wasserkühlung nichts. Hilfreich beim Overclocking (OC) ist auch eine hochwertige Hauptplatine mit robusten Spannungswandlern und zahlreichen Einstellmöglichkeiten im UEFI, damit Sie auch das letzte Quentchen Leistung aus Ihrer CPU kitzeln können.

Mindestens 4 CPU-Kerne: Die meisten anspruchsvollen Spiele sind heutzutage auf maximal vier Prozessorkerne optimiert. Zukunftssicher sind allerdings CPUs mit sechs oder acht Kerne, da wir glauben, das Octa-Cores in ein bis zwei Jahren zum Standard bei der Spieleentwicklung gehören werden. Dies hat zwei Gründe: Zum einen entwickelt die Gaming-Branche Spiele immer häufiger Plattform-übergreifend - und in der aktuellen Konsolengeneration von Xbox One und PS 4 sind Achtkerner verbaut.

Die ideale CPU: Große Kaufberatung + Preis-Leistungs-Check

Zum anderen senkt die vergleichsweise günstige Ryzen-7-Baureihe den Einstiegspreis und sorgt so für eine zunehmende Verbreitung von  Octa-Cores. Den AMD Ryzen 7 1700 (Test) bekommen Sie beispielsweise schon für 350 Euro - virtuelle Achtkerner wie der AMD Ryzen 5 1500X (Test) sind sogar schon für rund 200 Euro zu haben. Für Spieleentwickler lohnt es sich also zunehmend, Games für mehr als vier CPU-Kerne zu optimieren.
Außerdem bieten mehr Kerne einen weiteren wichtigen Vorteil: Sie können mehr Programme effizienter parallel nutzen, beispielsweise mit Team-Speak zocken und im Hintergrund ein Video rendern. Und hier unsere aktuellen Kauftipps für Gamer:

Preisgünstige Gaming-CPU: Intel Pentium G4560

+ kostet nur knapp 60 Euro im Preisvergleich

+ mit 3,5 GHz hohe Taktrate

+ basiert auf der aktuellen Kaby-Lake-Architektur

+ SMT (Intel Hyper-Threading)

- nur 2 CPU-Kerne

Allround-Gaming-CPU: AMD Ryzen 5 1600

+ zukunftssicher dank 6 CPU-Kernen

+ SMT (12 Threads möglich)

+ mit bis zu 3,5 GHz hohe Taktrate

+ basiert auf der aktuellen Zen-Architektur

+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für 220 Euro

- viele Spiele noch nicht auf die Architektur optimiert

Beste Gaming-CPU: Intel Core i7-7700K

+ mit bis zu 4,5 GHz sehr hohe Taktrate

+ 4 CPU-Kerne

+ basiert auf der aktuellen Kaby-Lake-Architektur

+ SMT (Intel Hyper-Threading)

- mit 360 Euro recht kostspielig ( beste Preise im Preisvergleich )

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