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Der große Surf-Guide für Android

21.06.2017 | 10:21 Uhr |

Dieser Artikel dreht sich rund um das Surfen mit dem Smartphone. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihren Browser optimal nutzen, anonym und sicher surfen, Ihr Datenvolumen im Blick behalten und WLAN-Probleme in den Griff bekommen.

Damit Sie mit Ihrem Smartphone im Internet sicher unterwegs sind, den vollen Funktionsumfang Ihres Browsers und WLANs ausnützen können und Ihren Datenverbrauch so gering wie möglich halten, haben wir in unserem großen Surf-Guide die besten Tipps und Tricks für diesen Einsatzbereich für Sie zusammengestellt.

Browser optimal nutzen

Mit ein paar cleveren Tricks können Sie noch mehr aus Ihrem Browser herausholen. Die Tipps beziehen sich allesamt auf den Chrome-Browser, da er zu den meistgenutzten Apps dieser Kategorie gehört.

Einfacher Wechsel zwischen mobiler Webseite und Desktopversion: Um alle Inhalte auf Smartphones optimal darzustellen, bieten viele Internetseiten eine mobile Version Ihrer Webseite. Allerdings müssen Sie hier oftmals Einbußen beim Funktionsumfang hinnehmen. Wenn Sie eine bestimmte Funktion vermissen, können Sie ganz leicht von der mobilen Webseite zurück zur Desktopversion wechseln. Wenn Sie den Chrome-Browser auf Ihrem Smartphone nutzen, tippen Sie jeweils oben rechts auf die drei Punkte, um das App-Menü zu öffnen. Hier finden Sie bei Chrome die Option „Desktopversion anfordern“.

Wenn Sie auf der mobilen Version einer Webseite eine Funktion vermissen, können Sie bei Chrome ganz einfach zur Desktopvariante wechseln.
Vergrößern Wenn Sie auf der mobilen Version einer Webseite eine Funktion vermissen, können Sie bei Chrome ganz einfach zur Desktopvariante wechseln.

Autofill-Daten und Passwörter unter Chrome verwalten: Die Autofill-Funktion des Chrome-Browsers spart Ihnen beim Ausfüllen von Formularen viel Zeit. Speichern lassen sich alle Informationen auf Ihrem Androiden im Menü der Chrome-App unter „Einstellungen“. Tippen Sie auf „Autofill-Formulare“. Über den Schieberegler aktivieren Sie die Funktion. Über das Pluszeichen neben „Adressen“ oder „Kreditkarten“ fügen Sie neue Einträge hinzu. Natürlich lassen sich alle nachher auch wieder entfernen. Öffnen Sie hierfür den jeweiligen Eintrag, und löschen Sie diesen über das Papierkorbsymbol im rechten oberen Bildschirmrand.

Auch Passwörter lassen sich hinterlegen. Öffnen Sie auch in diesem Fall wieder das App-Menü und anschließend den Punkt „Einstellungen“. Hier finden Sie die Funktion „Passwörter speichern“. Mithilfe des Schiebereglers aktivieren oder deaktivieren Sie die automatische Sicherung der eingegebenen Passwörter. Außerdem können Sie hier festlegen, ob der Browser Sie automatisch mit den hinterlegten Passwörtern auf den entsprechenden Internetseiten anmelden soll.

Für einen schnellen Zugriff auf Ihre Lieblings-Internetseite sollten Sie eine Homescreen-Verknüpfung erstellen.
Vergrößern Für einen schnellen Zugriff auf Ihre Lieblings-Internetseite sollten Sie eine Homescreen-Verknüpfung erstellen.

Homescreen-Verknüpfung erstellen: Sie haben eine Lieblings-Webseite, die Sie mehrmals am Tag besuchen? Dann sollten Sie diese als Startseite auf Ihren Home-Bildschirm Ihres Smartphones legen. Öffnen Sie Ihre Chrome-App, und geben Sie die Adresse Ihrer bevorzugten Seite ein. Berühren Sie anschließend rechts oben in der Adressleiste die drei Punkte, und wählen Sie die Option „Zum Startbildschirm hinzufügen“. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, den Titel der Desktopverknüpfung zu ändern. Bestätigen Sie den Vorgang anschließend mit „Hinzufügen“.

Tipp: Die besten Android-Smartphones im Test

Sicher und anonym surfen

Ob mit dem Chrome-Browser oder dem noch sichereren TOR-Netzwerk: AndroidWelt erklärt Ihnen, wie Sie sicher und unerkannt im Internet surfen.

Über die drei Punkte oben rechts in der Suchleiste aktivieren Sie bei Chrome den Inkognito-Modus.
Vergrößern Über die drei Punkte oben rechts in der Suchleiste aktivieren Sie bei Chrome den Inkognito-Modus.

Der Inkognito-Modus bei Chrome: Wenn Sie beim Surfen keine Spuren im Internet hinterlassen wollen, sollten Sie den Inkognito-Modus Ihres Android-Smartphones nutzen. Anonymes Surfen hat nicht nur den Vorteil, dass Ihre Suchanfragen und der Browserverlauf für andere Personen nicht nachvollziehbar sind; Sie können beispielsweise auch zwei Accounts bei Ihrem E-Mail-Dienst oder einer Social-Media-Plattform gleichzeitig nutzen. Tippen Sie oben rechts in der Suchleiste auf die drei Punkte und anschließend auf die Option „Neuer Inkognito-Tab“.

Mit der sicherheitsoptimierten Firefox-Version Orfox surfen Sie anonym im Internet.
Vergrößern Mit der sicherheitsoptimierten Firefox-Version Orfox surfen Sie anonym im Internet.

Anonym mit TOR surfen: Anonymisierungsdienste wie TOR verhindern, dass die eigenen Internetaktivitäten ausgespäht werden können. Um seine Herkunft zu verschleiern, schickt TOR jedes Datenpaket über verschiedene, zufällig ausgewählte Rechner (Nodes), bevor es dann über einen Endknoten (Exit Node) ins offene Internet übergeben wird. Ihre IP-Spur wird also über verschiedene Anonymisierungsserver umgeleitet. Damit die Daten auf keinem der beteiligten TOR-Rechner mitgelesen werden können, sind sie verschlüsselt. Es handelt sich dabei um eine mehrfache Verschlüsselung im Zwiebelschalenprinzip. Jeder der am Transport beteiligten Nodes entschlüsselt dabei eine Schicht. Dadurch sieht das Paket, das beim Node ankommt, für eventuelle Lauscher anders aus als das, welches der Node weitersendet. Selbstverständlich sollte klar sein, dass Sie sich nicht bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken oder Ihrem E-Mail-Account anmelden sollten, während Sie mit TOR surfen, sonst ist es mit der Anonymität schnell vorbei.

Um mit Ihrem Smartphone anonym im Internet zu surfen, benötigen Sie die kostenlose Proxy-App Orbot des Anbieters Guardianproject, die Sie im Google Play Store finden, sowie den Security-Browser Orfox. Aktivieren Sie nun in der Orbot-Applikation die TOR-Verbindung, indem Sie das Logo antippen und kurz gedrückt halten. Anschließend können Sie mit der Kombination der beiden Programme anonym im Internet surfen.

Mobilen Datenverbrauch minimieren

Gerade wenn Ihnen jeden Monat nur ein begrenztes Datenkontingent zur Verfügung steht, sollten Sie Ihren Verbrauch gut im Blick behalten. Denn sonst kann‘s schnell teuer werden.

So enttarnen Sie Datenfresser-Apps: Die Applikation mit dem höchsten Verbrauch ist ganz oben aufgelistet.
Vergrößern So enttarnen Sie Datenfresser-Apps: Die Applikation mit dem höchsten Verbrauch ist ganz oben aufgelistet.

Datenverbrauch messen: Damit Sie sich einen Überblick über Ihre Datennutzung verschaffen können, bieten Android-Geräte eine praktische Übersichtsfunktion. Öffnen Sie hierfür die Einstellungs-App auf Ihrem Gerät. Unter dem Reiter „Drahtlos & Netzwerke“ finden Sie den Punkt „Datennutzung“. Hier erhalten Sie zum einen eine Übersicht über den Datenverbrauch des letzten Monats. Unter „Mobile Datennutzung“ sind außerdem alle Anwendungen mit ihrem individuellen Datenverbrauch aufgelistet. Die Applikation mit dem größten Datenverbrauch erscheint dabei ganz oben. So erkennen Sie schon auf den ersten Blick die wirklichen Datenfresser.

Datenverbrauch kontrollieren: Um Ihren Daten-Verbrauch auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Sie die folgenden Ratschläge befolgen.

App-Updates nur über WLAN: Wenn Sie viele Apps auf dem Smartphone haben, zehren allein die Updates dafür gehörig am Datenvolumen. Erlauben Sie deshalb ein automatisches Update nur noch per WLAN. Dazu öffnen Sie die Google-Play-Store-App, und tippen Sie auf die drei Linien links oben. Dadurch öffnet sich das App-Menü, in dem Sie auf Einstellungen gehen. Wählen Sie nun „Automatische App-Updates“. Hier haben Sie die Möglichkeit, die automatischen Updates komplett abzustellen. Am besten wählen Sie aber „Automatische App-Updates nur über WLAN zulassen“.

Mit dieser Option verbieten Sie den entsprechenden Anwendungen, aktuelle Infos über die mobilen Daten herunterzuladen.
Vergrößern Mit dieser Option verbieten Sie den entsprechenden Anwendungen, aktuelle Infos über die mobilen Daten herunterzuladen.

Hintergrundaktualisierungen von App-Daten verbieten: Weitere Datenfresser sind die Hintergrunddaten, die viele Ihrer installierten Applikationen automatisch aus dem Netz ziehen, um Ihnen sofort die neuesten Informationen zu Verfügung stellen zu können, wenn Sie sie aufrufen. Damit der Datenverkehr nur stattfindet, wenn Sie im WLAN sind, sollten Sie die automatischen Aktualisierungen abschalten oder für bestimmte Apps verbieten. Öffnen Sie hierfür die Einstellungs-App auf Ihrem Android-Smartphone, und scrollen Sie zum Bereich „Apps“. Hier wählen Sie die jeweilige Anwendung aus, für die Sie die Aktion vornehmen wollen, und tippen Sie sie an. Entscheiden Sie sich dann für den Menüpunkt „Datennutzung“. Deaktivieren Sie den Schieberegler bei „Hintergrunddaten“.

Kontensynchronisierung unterbinden: Standardmäßig synchronisiert Google alle App-Daten der auf Ihrem Gerät installierten Google-Anwendungen mit Ihrem Konto. Außerdem erhalten Sie so automatisch immer Informationen zu den neuesten Updates. Die Synchronisierung belastet natürlich auch Ihr Datenvolumen. Um dies zu unterbinden, können Sie die automatische Synchronisierung verhindern. Öffnen Sie die Einstellungs-App, und suchen Sie unter „Nutzer“ den Punkt „Konten“. Tippen Sie oben rechts auf die drei Punkte und dann auf „Daten autom. synchronisieren“. Anschließend müssen Sie Ihr Konto allerdings manuell synchronisieren. Die Aktualisierungen können Sie dann aber bewusst im WLAN vornehmen. Um den Vorgang manuell vorzunehmen, tippen Sie unter „Konten“ auf Ihr Google-Konto und anschließend auf die drei Punkte oben rechts. Entscheiden Sie sich anschließend für „Jetzt synchronisieren“.

Bei Android-Geräten können Sie sowohl eine Warnung als auch ein Datenlimit festlegen. Ist dies überschritten, werden die mobilen Daten automatisch deaktiviert.
Vergrößern Bei Android-Geräten können Sie sowohl eine Warnung als auch ein Datenlimit festlegen. Ist dies überschritten, werden die mobilen Daten automatisch deaktiviert.

Datenlimit festlegen und Warnung einrichten: Bei Android-Smartphones können Sie nicht nur eine Warnung einstellen, wenn Sie ein gewisses Datenvolumen verbraucht haben, sondern auch ein Datenlimit festlegen. Die entsprechenden Stellschrauben finden Sie in der Einstellungs-App unter dem Punkt „Datennutzung“. Tippen Sie hier auf den Punkt „Mobile Datennutzung“ und dann rechts oben auf das kleine Zahnradsymbol. Hier können Sie eine Datenwarnung sowie eine Obergrenze festlegen. Überschreiten Sie diese, deaktiviert Ihr Smartphone automatisch die mobilen Daten, und Sie tappen nicht in die Kostenfalle.

Deaktivieren Sie das Datenroaming auf Ihrem Android-Smartphone, damit nach dem Auslandsaufenthalt nicht eine teure Handyrechnung ins Haus flattert.
Vergrößern Deaktivieren Sie das Datenroaming auf Ihrem Android-Smartphone, damit nach dem Auslandsaufenthalt nicht eine teure Handyrechnung ins Haus flattert.

Datenroaming ausschalten: Damit während Ihres Auslandsaufenthalts nicht die Kosten Ihrer Handyrechnung in die Höhe schnellen, sollten Sie vorher das Datenroaming auf Ihrem Smartphone deaktivieren. So unterbinden Sie, dass Ihr Gerät im Ausland Daten herunterlädt. Scrollen Sie in der Einstellungs-App zum Punkt „Drahtlos & Netzwerke“, und berühren Sie die Schaltfläche „Mehr“. Entscheiden Sie sich anschließend für die Option „Mobilfunknetze“. Hier deaktivieren Sie dann per Antippen die Funktion „Datenroaming“.

Tipp: Die besten alternativen System-Apps für Android

Mit dem Smartphone im WLAN

Auch wenn Sie über das WLAN surfen, sollten Sie einige Ratschläge beherzigen.

In den Einstellungen konfigurieren Sie Ihr Handy als mobilen Hotspot. Bedenken Sie aber, dass damit Ihr Datenvolumen beansprucht wird.
Vergrößern In den Einstellungen konfigurieren Sie Ihr Handy als mobilen Hotspot. Bedenken Sie aber, dass damit Ihr Datenvolumen beansprucht wird.

Hotspots nutzen: Oft kommt es vor, dass Sie sich beispielsweise am Bahnhof oder am Flughafen mit einem öffentlichen Hotspot verbinden wollen, also einem oft kostenpflichtigen WLAN-Zugangspunkt. Dann taucht das Netz wie oben beschrieben in der Liste der verfügbaren WLANs auf.

Ist das WLAN offen, benötigen Sie kein Passwort und können sich gleich durch Tippen auf den Namen mit dem WLAN verbinden. Andernfalls müssen Sie ein Passwort eingeben, das Sie vom Hotspot-Anbieter bekommen. Dieses geben Sie jedoch nicht im gewohnten WLAN-Menü Ihres Smartphones ein, sondern Sie gelangen auf eine extra Website, sobald Sie eine beliebige URL im Browser eingeben. Dort geben Sie die Zugangsdaten ein und bestätigen die Nutzungsbedingungen. Eventuell anfallende Kosten und Zahlungsmodalitäten erfahren Sie darüber ebenfalls.

Prüfen Sie den WLAN-Status in den Einstellungen unter „Drahtlos & Netzwerke –> WLAN“. Verbinden Sie, wenn nötig, Ihr Smartphone erneut.
Vergrößern Prüfen Sie den WLAN-Status in den Einstellungen unter „Drahtlos & Netzwerke –> WLAN“. Verbinden Sie, wenn nötig, Ihr Smartphone erneut.

Mobiler Hotspot: Sie können Ihr Smartphone auch so konfigurieren, dass es selbst als mobiler Hotspot fungiert und andere Geräte ins Internet bringt. Sie sollten dabei jedoch bedenken, dass dann jeglicher Datenverkehr über Ihr Datenvolumen läuft.

Um die Hotspot-Funktion zu aktivieren, klicken Sie in den Einstellungen unter „Drahtlos & Netzwerke“ auf „Mehr“, dann auf „Tethering und mobiler Hotspot“. Aktivieren Sie ihn zuerst über den Schieberegler. Tippen Sie dann auf „WLAN-Hotspot einrichten“. Geben Sie Ihrem Smartphone einen eindeutigen Netzwerknamen, und vergeben Sie ein Passwort, das aus mindestens acht Zeichen bestehen muss und möglichst auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten sollte. Als verwendetes Sicherheitsprotokoll belassen Sie das vorgeschlagene WPA2 PSK. Da die Hotspot-Funktion den Akku stark belastet, bieten einige Smartphone-Modelle einen Stromsparmodus, der das Gerät automatisch ausschaltet, sobald eine bestimmte Zeit keine Aktivität ermittelt wird. Außerdem lassen sich manche Mobilgeräte so einrichten, dass sie in der WLAN-Liste ausgeblendet sind.

WLAN-Probleme lösen: Wenn Sie trotz WLAN-Verbindung nicht schnell im Internet surfen können, gehen Sie folgendermaßen vor: Öffnen Sie die Einstellungs-App auf Ihrem Smartphone, und berühren Sie unter „Drahtlos & Netzwerke“ den Punkt „WLAN“. Tippen Sie auf das jeweilige WLAN-Netzwerk, über das Sie surfen wollen. Sie sehen nun den Status Ihrer Verbindung. Beim Status „Nicht verbunden“ müssen Sie sich nun erneut in Ihr WLAN-Netz einwählen und das zugehörige Passwort eingeben. Sollte auch dies nicht funktionieren, liegt das Problem wahrscheinlich beim Router: Starten Sie diesen neu. Sollte trotzdem keine Verbindung zustande kommen, kontaktieren Sie den Internetanbieter. Wenn der Router erfolgreich neu gestartet ist, aber Sie Ihr Smartphone trotzdem nicht im WLAN anmelden können, hilft nur noch ein Neustart des Mobilgeräts. Anschließend wählen Sie sich erneut mit dem Sicherheitsschlüssel im WLAN ein.

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