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Der große Frühjahrsputz für PC, Handy und Co.

18.04.2018 | 08:00 Uhr |

Mehr Speicherplatz, mehr Privatsphäre, mehr Sicherheit: Mit unseren Tricks und Tools räumen Sie Ihre Systeme gezielt auf. Windows, Internet, Netzwerk, Datenmanagement laufen spürbar besser.

Einmal groß Reinemachen – und Ihr Windows läuft wieder schneller und hat mehr Platz für seine Arbeit. Natürlich gehört auch dazu, wie Sie die Speicherplätze für Ihre persönlichen Daten aufräumen und Ihre Privatsphäre etwa im Internet künftig besser schützen. Zu all dem finden Sie hier die nötigen Tipps.

PC

Vor allem auf PCs mit eingebautem SSD-Speicher herrscht oft Platzmangel auf der Systempartition. Hier erfahren Sie, wie Sie unnötigen Ballast aus Windows entfernen und unerwünschte Nutzungsspuren beseitigen. Zu Beginn nehmen wir uns das Startsystem des PCs vor, das Bios beziehungsweise Uefi.

Bios und Uefi sind die Firmware, also die Basis-Software, Ihres Rechners. Einstellungen, die Sie hier vornehmen, wirken sich direkt auf Leistung und Zuverlässigkeit des Systems aus.

So rufen Sie die Firmware-Einstellungen auf: In die Bios-beziehungsweise Uefi-Einstellungen gelangen Sie über eine bestimmte Taste, die Sie kurz nach dem Einschalten des PCs drücken müssen. Meistens ist es die Taste Entf (Del), F2 oder Esc. Die richtige Taste wird oft kurz am Startbildschirm angezeigt; andernfalls sehen Sie im Handbuch nach. Neue Windows-10-PCs mit SSD starten jedoch so schnell, dass oft keine Zeit für den Tastendruck bleibt. Einfacher rufen Sie hier das Setup auf, indem Sie es im Windows-Betrieb starten. Wenn Windows 10 im Uefi-Modus installiert ist, funktioniert das so: Gehen Sie über das Windows-Symbol zu „Einstellungen -> Update und Sicherheit -> Wiederherstellung -> Erweiterter Start -> Jetzt neu starten“. Achtung: Schließen Sie zuvor geöffnete Dokumete, da Windows ohne Nachfrage das System beendet. Vor dem Neustart zeigt das System ein Menü an, in dem Sie „Problembehandlung > Erweiterte Optionen > UEFI-Firmwareeinstellung“ wählen. Danach startet der PC in das Uefi neu.

Updates für Bios/Uefi: Die Firmware der Hauptplatine kann Fehler enthalten, die ein Update notwendig machen. Sie sollten das Update aber nur durchführen, wenn tatsächlich Probleme auftreten, die auf die Firmware zurückzuführen sind. Sollte beispielsweise die Hauptplatine mit einem bestimmten RAM-Typ nicht zurechtkommen oder einen neuen Prozessor nicht korrekt erkennen, suchen Sie beim Hersteller nach einem Firmware-Update. Dafür benötigen Sie die genaue Typenbezeichnung und die aktuell vorhandene Bios-Version.

Viele Uefis haben bereits ein Update-Tool integriert, das Sie aus dem Uefi heraus starten können. Zuvor müssen Sie die Update-Datei auf die Festplatte geladen haben. Nutzer eines Bios-PCs finden beim Hauptplatinenhersteller meist ein Update-Tool für Windows.

Natürlich lassen sich Bios und Uefi nicht nur updaten, sondern auch tunen. Einen ausführlichen Ratgeber dazu finden Sie hier .

Wer aus dem schnellen Frühjahrsputz eine große Aufräumaktion machen möchte, kann Windows 10 komplett zurücksetzen ? und dabei die eigenen Dateien erhalten.
Vergrößern Wer aus dem schnellen Frühjahrsputz eine große Aufräumaktion machen möchte, kann Windows 10 komplett zurücksetzen ? und dabei die eigenen Dateien erhalten.

Windows 10: System zurücksetzen, eigene Daten behalten

Microsoft bietet in Windows 10 die Funktion „Zurücksetzen“, mit der sich groß aufräumen lässt. Aber Vorsicht: Die Funktion geht schon etwas über den üblichen Putzumfang hinaus. Zwar bleiben alle Ihre persönlichen Dateien erhalten, aber die von Ihnen installierten und konfigurierten Programme verschwinden durch diese Aktion.

Möchten Sie die Aktion dennoch starten, wählen Sie „Start -> Einstellungen -> Update und Sicherheit -> Wiederherstellung“. Dort klicken Sie unter „Diesen PC zurücksetzen“ auf „Los geht’s“. Im nächsten Fenster wählen Sie „Eigene Dateien beibehalten“. Windows zeigt dann detailliert an, was bei der Aktion alles gemacht wird: Alle Apps und Programme werden gelöscht (ausgenommen die vom PC-Hersteller vorinstallierten), alle Systemeinstellungen werden auf die Standardwerte zurückgesetzt, Windows wird neu installiert, doch die persönlichen Dateien bleiben erhalten. Mit einem Klick auf „Zurücksetzen“ wird Windows 10 neu gestartet und dabei zurückgesetzt.

Tipp: So beschleunigen Sie den Windows-Start - Hochfahren in 3 Sekunden

Schneller booten: Autostart mit dem Task-Manager aufräumen

Der Task-Manager zeigt im Register „Autostart“ die automatisch aufgerufenen Programme an.
Vergrößern Der Task-Manager zeigt im Register „Autostart“ die automatisch aufgerufenen Programme an.

Windows bietet die Möglichkeit, Anwendungen beim Einschalten automatisch aufzurufen. Diese Funktion wird Autostart genannt. Dies ist insofern missverständlich, weil auch ein Ordner gleichen Namens existiert. Bis hin zu Windows 7 war er der Hauptverantwortliche für den Start von Programmen, mit Windows 8 hat Microsoft diese Funktion weitgehend in die Registry verlagert. Den Ordner gibt es aber immer noch: Sie finden ihn ab Windows 8.1, indem Sie run ins Eingabefeld der Taskleiste eintippen und im folgenden „Ausführen“-Fenster den Befehl shell:startup eingeben. Bei mehreren Benutzerkonten gibt es sogar mehrere Ordner dieses Namens.

Die im Autostart-Ordner verzeichneten Programme finden Sie jedoch auch in der Übersicht des Task-Managers. Er bietet die einfachste Möglichkeit für eine Überprüfung. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle der Taskleiste, rufen Sie den Task-Manager auf und wechseln Sie zum Register „Autostart“. Dort sehen Sie eine Liste der automatisch aufgerufenen Anwendungen. Auf der linken Seite steht vor einigen Einträgen ein kleiner Pfeil. Er weist darauf hin, dass hier mehrere EXE-Dateien unter einem Namen zusammengefasst werden. Klicken Sie auf die Pfeile, um die vollständige Liste zu sehen. Achten Sie dann ganz rechts auf die Einträge in der Spalte „Startauswirkungen“ und konzentrieren Sie sich auf die Programme, bei denen „Hoch“ steht. Diese verzögern den Windows-Start besonders stark.

Überlegen Sie nun, welche dieser Anwendungen Sie tatsächlich ständig benötigen und welche Sie nur bei Bedarf einzeln starten können. Klicken Sie diese Einträge mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie „Deaktivieren“, damit Windows sie beim nächsten Start nicht mehr berücksichtigt. Falls Sie später feststellen sollten, dass ein Programm doch besser automatisch aufgerufen werden sollte, können Sie es nach einem Rechtsklick wieder „Aktivieren“.

Falls Ihnen einzelne Einträge unbekannt sind, gehen Sie nach einem Klick mit der rechten Maustaste darauf auf „Online suchen“. Der Task-Manager startet dann eine Internetsuche nach dem Programmnamen.

So führen Sie am PC eine ausführliche Startanalyse durch

Der Task-Manager verzeichnet lediglich automatisch gestartete EXE-Dateien. Windows ruft beim Start jedoch beispielsweise auch zahlreiche DLLs, Explorer- und Browser-Add-ons und natürlich die Windows-Dienste auf. Einen vollständigen Überblick bekommen Sie mit dem kleinen Tool Autoruns . Zur besseren Übersicht klicken Sie nach dem Start auf „Options –› Hide Microsoft Entries“: So blenden Sie sämtliche Einträge aus, die von Windows oder Microsoft-Anwendungen wie etwa Word, Excel & Co. angelegt wurden.

Autoruns listet die Starteinträge in der Reihenfolge auf, in der Windows sie ausführt. Sehen Sie die Tabelle durch und überlegen Sie wieder, was davon verzichtbar ist. Achten Sie auf rot markierte Zeilen: Damit macht das Programm Sie auf ins Leere führende Verknüpfungen aufmerksam.

Um einen Eintrag zu deaktivieren, löschen Sie das Häkchen im Kontrollkästchen. Nach einem Rechtsklick können Sie mit „Jump to Entry“ die Stelle im Dateisystem oder in der Registry erreichen, von der aus das Programm gestartet wird. Für den Aufruf des Registrierungseditors benötigen Sie allerdings Administratorrechte. Um über Google nach weiteren Informationen zu einer Datei zu suchen, gehen Sie auf „Search Online“. Mit „Check Virustotal“ schließlich können Sie eine Datei durch Dutzende Antivirentools überprüfen lassen.

Schneller aus dem Ruhezustand starten

Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt: Der eingangs erwähnte Ruhezustand ist wesentlich für die hohe Startgeschwindigkeit von Windows 10 verantwortlich. Wenn Sie den PC normal herunterfahren, beendet das Betriebssystem lediglich die laufenden Anwendungen und speichert anschließend seinen aktuellen Systemzustand in der Datei hiberfil.sys im Rootverzeichnis von Laufwerk C:. Der Explorer zeigt das File allerdings nur an, wenn Sie über „Ansicht –› Optionen –› Ansicht“ den Eintrag „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“ deaktiviert haben. Beim Hochfahren muss dann lediglich der Inhalt dieser Datei geladen werden, das Initialisieren von Treibern und dergleichen ist nicht erforderlich. Ist auf der Festplatte nicht mehr genügend Platz für die hiberfil.sys, deaktiviert Windows den Ruhezustand und damit auch den schnelleren Start.

Der Windows-Klassiker: Datenträgerbereinigung

Die Datenträgerbereinigung macht Ihnen Vorschläge für das Entschlacken des Systems.
Vergrößern Die Datenträgerbereinigung macht Ihnen Vorschläge für das Entschlacken des Systems.

Angesichts der im Vergleich mit Festplatten höheren Preise für SSDs entscheiden sich viele Anwender für kleinere Kapazitäten. Um so wichtiger ist es dann, Windows möglichst schlank zu halten und keinen Speicherplatz zu verschwenden.

Helfen kann dabei die in Windows integrierte Datenträgerbereinigung. Sie starten das Tool, indem Sie cleanmgr oder (ab Windows 8.1) einfach nur Datenträger in das Suchfeld der Taskleiste eingeben und auf den angezeigten Link klicken. Wählen Sie das Laufwerk aus, das Sie aufräumen wollen, und starten Sie die Analyse mit „OK“. Nach einigen Sekunden liefert Ihnen die Datenträgerbereinigung eine Übersicht von Dateiarten, die in vielen Fällen verzichtbar sind. Nach dem Markieren eines Eintrags sehen Sie zunächst eine Erläuterung.

Mit einem Klick auf „Systemdateien bereinigen“ starten Sie einen zweiten, ausführlicheren Suchlauf. Sehen Sie sich wieder die Ergebnisse an: Alle mit einem Häkchen markierten Einträge hält Microsoft für verzichtbar. Sie können diese Dateien also löschen lassen, ohne Windows dadurch instabil zu machen. Sie können weitere Häkchen setzen, etwa für den Inhalt des Papierkorbs, sofern Sie sichergestellt haben, dass Sie diese Files nicht mehr benötigen. Aber auch bei den durch das Programm markierten Dateisammlungen sollten Sie noch eine Endkontrolle durchführen: Die Datenträgerbereinigung möchte beispielsweise auch die alte Version von Windows 7 löschen, von der aus Sie auf 10 upgedatet haben. Wenn Sie auf keinen Fall zu Windows 7 zurückkehren möchten, löschen Sie die damit verbundenen großen Datenmengen. Klicken Sie zum Schluss auf „OK“, um die Daten zu löschen.

Dazu gleich ein Tipp: Die Datenträgerbereinigung findet zwar allerlei Unnützes auf dem Computer, kann aber natürlich nicht wissen, welche Programme und Anwendungen Sie benötigen und welche in den Papierkorb verschoben werden können. In diesem Punkt ist also Ihre Disziplin gefordert: So sollten Sie Downloads von Programmdateien nach der Installation wieder entfernen. Wenn Sie einen Download-Manager benutzen, stellen Sie als Download-Ordner am besten das gleiche Verzeichnis ein, das auch Ihr Internetbrowser verwendet, damit alle Dateien am gleichen Ort gespeichert sind.

Verlinken Sie diesen Ordner auf dem Desktop und werfen Sie regelmäßig die älteren Downloads raus. Auch bei Ihren Anwendungen sollten Sie sich überlegen, welche davon Sie regelmäßig nutzen. Die übrigen sollten Sie entfernen, entweder über die Systemsteuerung und „Programme und Features“ oder mit dem Revo Uninstaller .

Tool-Klassiker: Ccleaner, Clean Master & Co.

Die Freeware Clean Master für Windows räumt erstaunlich viele überflüssige Daten weg. Sie können über ?Clean Now? alles auf einmal entsorgen oder jeden Fund einzeln löschen.
Vergrößern Die Freeware Clean Master für Windows räumt erstaunlich viele überflüssige Daten weg. Sie können über ?Clean Now? alles auf einmal entsorgen oder jeden Fund einzeln löschen.

Ccleaner: Das Programm Ccleaner räumt auch da auf, wo die Datenträgerbereinigung nicht hinkommt, zum Beispiel bei Internetbrowsern von Google, Mozilla oder Opera. Die kostenlose Version von Ccleaner beseitigt vor allem verräterische Benutzerspuren. Die Bezahlversion bietet zudem viele Löschfunktionen für überflüssige Dateien.

Clean Master: Der Clean Master ist besonders stark beim Löschen überflüssiger Daten und so eine gute Ergänzung für all jene, die die Gratis-Version des Ccleaners einsetzen. Dieser beseitigt die Nutzerspuren, der Clean Master entsorgt den Dateiballast.

Xleaner: Der Xleaner ist komplett kostenlos und bietet gute Funktionen sowohl zur Datenbereinigung also auch für die Beseitigung von Nutzerspuren.

Nach den großen Platzfressern auf der Festplatte suchen

Everything sucht auf Wunsch nach den größten Dateien auf Ihrem Computer.
Vergrößern Everything sucht auf Wunsch nach den größten Dateien auf Ihrem Computer.

Um Platz auf der Festplatte freizuschaufeln, konzentrieren Sie sich am besten auf die größten Platzfresser. Die gezielte Suche können Sie dem Windows-Explorer überlassen: Steuern Sie darin das Laufwerk an, das Sie aufräumen möchten – beispielsweise „C:“ – und tippen Sie rechts oben den Befehl größe:>100m in das Suchfeld. Das Programm listet nun alle Dateien mit einem Umfang von mehr als 100 MByte auf. Suchen Sie in der Aufstellung nach Files, die für Sie verzichtbar sind, wie beispielsweise alte Downloads, ISO-Dateien oder auch Videos. Beim Abwägen, was noch benötigt wird und was Sie unbesorgt löschen können, helfen Ihnen auch die Pfadangaben. Gehen Sie dennoch eher vorsichtig und konservativ vor, um zu verhindern, dass Sie aus Versehen unwiederbringliche Daten ins Jenseits befördern.

Schneller als der Windows-Explorer arbeitet das Suchtool Everything . In diesem Programm klicken Sie im Menü „Ansicht“ auf „Sortieren nach“ und markieren Sie „Größe“. Klicken Sie anschließend auf den Spaltenkopf „Größe“, um die Dateien entsprechend zu sortieren.

Weder der Explorer noch Everything sortieren auch Ordner nach Größe. Dazu benötigen Sie ein Programm wie Windirstat , das alle Verzeichnisse von einer oder mehreren Partitionen in einer Listenund einer grafischen Darstellung anzeigt. Gerade über die Grafik finden man oftmals Verzeichnisse, die mit vielen kleinen Dateien einen beträchtlichen Umfang einnehmen, etwa längst vergessene Sammlungen von Bildern oder PDFs. Sie können diese Verzeichnisse direkt aus Windirstat heraus löschen und so Platz auf der Festplatte oder SSD schaffen.

Überflüssige Updates und Programme deinstallieren

Viele Programme auf dem PC benötigt man eigentlich nicht mehr, manche von ihnen sind ohnehin ungewollt zusammen mit einer Freeware auf den Rechner gewandert. Wenn Sie solche Software nicht mehr haben möchten, dann hilft bei der Deinstallation das Tool Should I Remove it . Es listet alle installierten Programme auf und spricht über den Farbcode Rot, Gelb und Grün eine Entfernungsempfehlung aus. Rot sind Programme, die das Tool als Adware einstuft, also als wenig nützliche Werbeprogramme.

Dateien ausmisten: So finden Sie doppelte Dateien

Die Freeware Double Killer spürt doppelte Dateien auf und löscht diese auf Wunsch. Dabei durchsucht das Tool nicht nur Ordner und Ihre Festplatte, sondern auch Netzwerklaufwerke. Sie können die Suche durch einstellbare Vergleichskriterien verfeinern und nach Name, Größe, Datum und Inhalt der Dateien suchen lassen.

Musikdateien & Co.: Media Purge findet doppelte Musik-oder Filmdateien auf Ihrer Festplatte. Vor dem Löschen präsentiert es die Funde in einer Liste zu Ihrer Kontrolle. Das ist meist auch sinnvoll, denn nicht alle doppelten Dateien will man löschen.

Doppelte Fotos und mehr: Das Tool Anti-Twin spürt doppelte Dateien auf. Es sucht nach gleichen oder ähnlichen Dateinamen, findet ähnliche Fotos über einen Pixel-basierten Bildvergleich und kann MP3-Songs auch ohne Titel/Interpreten-Tags identifizieren und vergleichen. Schließlich lässt sich der Inhalt beliebiger Dateien Byte für Byte vergleichen.

Treiber für die Grafikkarten auffrischen

Reste von alten Treibern können im schlimmsten Fall Windows weniger stabil machen, zumindest aber sind sie einfach Müll. Starten Sie die Freeware Display Driver Uninstaller , die Reste von Grafikkartentreibern eliminiert. Bei der Gelegenheit ist eine Treibersuche auf der Website des Grafikkarte-Herstellers eine gute Idee.

Optimieren per Hardware

Die effektivsten Tuningmaßnahmen für einen normal genutzten Computer sind die Erweiterung des Arbeitsspeichers und der Austausch einer magnetischen Festplatte gegen eine SSD. Lediglich bei High-End-Anwendungen wie der Videobearbeitung sollten Sie zusätzlich bei der Wahl der CPU auf neue, schnelle Modelle setzen.

Hardcore-Gamer schließlich, die ihre Spiele in möglichst hoher Auflösung ruckelfrei genießen wollen, sollten neben einer SSD, viel schnellem Arbeitsspeicher und einer aktuellen CPU auch eine kräftige Grafikkarte in ihren Rechner einbauen.

Achtung: Bevor Sie den Arbeitsspeicher Ihres PCs erweitern, überprüfen Sie bitte, mit welcher Windows-Version Sie arbeiten. Microsoft bietet das Betriebssystem in einer 32- und einer 64-Bit-Version. Das 32-Bit-Windows kann maximal knapp vier GByte Speicher nutzen, eine darüberhinausgehende Erweiterung wäre also sinnlos. Die 64-Bit-Version von Windows 10 hingegen verwaltet bis zu zwei Terabyte RAM; Windows 10 Home ist auf 128 GByte beschränkt.

Mit welchem Typ Sie arbeiten, erfahren Sie, wenn Sie die Windows-Taste gemeinsam mit der Taste Pause drücken. Steht hinter „Systemtyp“ eine 32-Bit-Ausführung, lohnt sich meist das Upgrade auf 64 Bit. Diese Version können Sie mit Windows ISO Downloader herunterladen; einmal aktivierte Rechner mit Windows 10 werden bei einer Neuinstallation automatisch wieder aktiviert. Eine neue Lizenz benötigen Sie also nicht.

Dateien und freien Platz auf HDD und SDD überschreiben

Das Programm Secure Eraser löscht Dateien zuverlässig. Die für den Privatgebrauch kostenlose Version des Programms bietet Ihnen die gleiche Funktionalität, jedoch bei der Löschung von Dateien nur eine niedrigere Sicherheitsstufe.
Vergrößern Das Programm Secure Eraser löscht Dateien zuverlässig. Die für den Privatgebrauch kostenlose Version des Programms bietet Ihnen die gleiche Funktionalität, jedoch bei der Löschung von Dateien nur eine niedrigere Sicherheitsstufe.

Nachdem Sie nun alle überflüssigen Dateien und unerwünschten Spuren aus Windows und Ihren Programmen beseitigt haben, sollten Sie diese auch endgültig verschwinden lassen. Zunächst müssen die Dateien also auch aus dem Papierkorb entfernt werden. Rein physikalisch sind die Daten dann allerdings immer noch vorhanden und müssen deshalb mit einem Tool überschrieben werden. Dieses Tool überschreibt den nur als frei gekennzeichneten Platz auf einer Festplatte komplett und beseitigt damit auch die physikalischen Spuren der gelöschten Dateien.

HDD: Wenn Sie für Ihre Daten eine Festplatte mit Magnetscheiben (HDD) verwenden, dann nutzen Sie fürs Löschen von Dateien und fürs Überschreiben von freiem Speicherplatz das bewährte Tool Heidi Eraser. Als Alternative bietet sich das in der Bedienung moderne Tool Secure Eraser an.

Daten zuverlässig von einer SSD zu löschen ist gar nicht so einfach. Denn der SSD-Kontroller behält immer die Kontrolle über die Speicherplätze für die Daten. Zumindest aber für ein komplettes Löschen der gesamten Platte stehen Tools der SSD-Hersteller bereit, wie hier eines von OCZ (jetzt Toshiba OCZ).
Vergrößern Daten zuverlässig von einer SSD zu löschen ist gar nicht so einfach. Denn der SSD-Kontroller behält immer die Kontrolle über die Speicherplätze für die Daten. Zumindest aber für ein komplettes Löschen der gesamten Platte stehen Tools der SSD-Hersteller bereit, wie hier eines von OCZ (jetzt Toshiba OCZ).

SSD: Komplett anders sieht es bei den Solid State Disk in puncto Löschen aus. Zwar lassen sich die Tools Heidi Eraser und Secure Eraser auch auf einer SSD nutzen, allerdings können Sie sich dann nicht sicher sein, ob eine bestimmte Datei auch wirklich gelöscht ist. Der Grund liegt in der Steuerung der SSD. Ihr Kontroller gewährt dem Betriebssystem und damit auch den Löschtools keinen direkten Zugriff auf das Datensystem auf der SSD. Noch halbwegs zuverlässig klappt das komplette Überschreiben des freien Speicherplatzes, da dabei der freie Speicherplatz einmal komplett gefüllt wird, die SSD also einmal komplett voll gemacht wird. Das kappt zumindest so lange, bis der SSD-Kontroller bestimmte Bereiche vom Schreiben ausklammert. Das bekommen allerdings weder Sie noch das Löschtool mit. Ganz sicher ist die Methode also nicht.

Wer seine Daten auf einer SSD 100-prozentig zuverlässig löschen möchte, muss die komplette SSD löschen. Das erledigt der SSD-Kontroller mit der Funktion „Secure Erase“. Moderne Hauptplatinen bieten im Uefi oft Zugriff auf „Secure Erase“ und erlauben von dort aus das Löschen der Platte. Bietet Ihre Hauptplatine das nicht, müssen Sie ein Spezialtool des SDD-Herstellers verwenden. Darin findet sich dann ebenfalls der „Secure Erase“-Befehl. Beispiele dafür sind die Programme Intel SSD Toolbox oder Samsung Magician .

Sollte die SSD Ihre Systempartition sein, klappt das komplette Löschen auf diese Weise allerdings nicht, da das aktive Windows seine Komplettvernichtung zu verhindern weiß. In diesem Fall müssen Sie der Platte mit einem bootfähigen Tool zu Leibe rücken. Empfehlenswert ist etwa das kostenpflichtige Parted Magic. Eine ausführliche Anleitung zum Löschen von SSDs mit Parted Magic finden Sie hier . Oder Sie hängen die SSD in einen anderen PC als zusätzliche Festplatte. Dann klappt auch das Löschen mit den Windows-Tools wie Samsung Magician (auf Heft-DVD). Aber Achtung: Sie löschen damit die komplette Platte, Sie verlieren alle Daten und müssen Windows dann neu installieren. Wenn Ihnen eine 99-prozentige Sicherheit genügt, gibt es einen Trick, der Ihnen die Neuinstallation und Konfiguration von Windows und Ihren Programmen erspart. Löschen Sie die unerwünschten Dateien, und entfernen Sie sie auch aus dem Papierkorb. Anschließend erstellen Sie ein Image Ihres Systems. Das geht etwa mit der Shareware O&O Disk Image Professional . Danach löschen Sie die SSD etwa mit Parted Magic und spielen das Image mit O&O Disk Image wieder zurück.

Netzwerk

Zumindest ein Netzwerkgerät findet sich in fast jedem Haushalt: Das DSL-/LTE-oder Kabelmodem. Nur wer ausschließlich per Mobilfunk mit Smartphone oder Tablet online geht, hat kein solches Gerät zu Hause stehen. Viele Nutzer werden allerdings noch weitere Netzwerkgeräte besitzen, etwa ein NAS (Network Attached Storage) als zentraler Speicherplatz oder eine IP-Webcam zur Überwachung von Räumen. Im Rahmen Ihrer Putzaktion sollten Sie zumindest alle Geräte überprüfen, die Sie nicht nur innerhalb Ihres Heimnetzes nutzen, sondern auch vom Internet aus ansprechen können. Denn sobald ein Gerät von außen –also vom Internet aus – erreichbar ist, besteht die Gefahr, dass Sicherheitslücken in der Gerätesoftware angegriffen werden.

So geht es: Damit keine Unbefugten auf Ihr NAS oder in Ihre Wohnung schauen können, sollten Sie vorhandene Firmware-Updates installieren, die Konfiguration checken und Log-in-Passwörter überprüfen.

Updates: Einige Geräte, etwa moderne Router, bieten eine eigene Update-Funktion. Um sie zu aktivieren, müssen Sie jedoch zumindest einmal die Bedienerführung des Geräts öffnen. Meist ist das eine Weboberfläche, die Sie über einen Internetbrowser aus erreichen.

Fangen Sie beim Router an. Seine Weboberfläche erreichen Sie meist über eine eingängige Adresse, die aber bei jedem Hersteller anders lautet. Ein Fritzbox erreichen Sie im Browser über die Eingabe von fritz.box , einen Speedport der Telekom finden Sie unter speedport.ip und ein Kabelmodem von Kabeldeutschland/Vodafone über kabel.box.

Haben Sie den Router über die Weboberfläche updaten können, sind Ihre anderen Netzwerkgeräte dran. Diese erreichen Sie meist über ihre IP-Adressen. Welche das sind, verrät die Bedienerführung Ihres Routers etwa unter dem Menüpunkt „LAN“ oder ähnlich lautend.

Mit der so abgelesenen IP-Adresse kommen Sie auf die Bedienerführung Ihrer anderen IP-Geräte. Viele davon werden dort aber keine Update-Funktion bieten. Sie müssen sich selber auf der Website des Herstellers nach Updates und der passenden Methode dafür umsehen. Auf der Bedienerführung können Sie dennoch erstmal bleiben, um die Konfiguration und den Log-in des Gerätes zu prüfen.

Konfiguration: Wenn Sie gar nicht vorhaben, von unterwegs aus auf Ihre Netzwerkgeräte zuzugreifen, dann müssen Sie bei ihnen auch keinen Internetzugriff einrichten. Laufen in Ihrem Heimnetz schon länger internetfähige Geräte, lohnt sich grundsätzlich ein Kontrollblick in ihre Konfigurationsmenüs. Vielleicht hatten Sie ja mal bereits einen Internetzugriff aktiviert.

Passwörter: Wenn Sie ein Gerät mit dem Internet verbinden, dann schützen Sie es mit individuellen Passwörtern. Soll etwa eine IP-Kamera die Eskapaden der Haustiere für Sie ins Internet senden, dann sollten Sie den Zugriff auf die Bilder und auf die Konfigurationsseite des Gerätes mit einem eigenen Passwort schützen. Denn die Standardpasswörter der Geräte kennen auch die Hacker und Virenprogrammierer. Wenn Sie diese voreingestellten Log-in-Daten belassen, ist es für jeden Angreifer ein Leichtes, das Gerät zu übernehmen.

Tipp: PC aufräumen und Windows bereinigen

Smartphone

Speicherplatz kann man eigentlich nie genug haben, das trifft besonders auf Smartphones und Tablets mit ihrem meist sehr begrenzten Speicherplatz zu. Zwar kann Android seit Version 6 eingelegte SD-Karten zum Gesamtspeicher hinzunehmen, doch wird diese Funktion von nur sehr wenigen Handys angeboten. Bei den meisten Smartphones können Sie die zusätzliche SD-Karte nur für Fotos, Musik und Ähnliches nutzen. Alle neuen Apps platzieren sich zunächst immer erst auf dem knappen internen Speicher. Darum finden Sie hier schnelle Tipps für mehr Platz auf dem Handy.

Temporäre Dateien und andere Speicherfresser finden

Datenmüll unter Android findet die kostenlose App Clean Master . Diese Aufgabe erfüllt die App wirklich ausgezeichnet und ist für alle eine Hilfe, deren Handyspeicher sehr knapp ist. Auf der anderen Seite nervt die App äußerst mit Werbung für kostenpflichtige Zusatz-Apps. Darum kann Clean Master eigentlich nur eine Notlösung sein. Langfristig muss man sich von wirklich dicken Speicherfressern trennen. Diese findet man über die Android-Einstellungs-App unter „Speicher & USB -> Internet Speicher“ (oder ähnlich lautend). Hilft auch das nicht, gilt das Zurücksetzen des Systems als radikalste Lösung. Aber Achtung: Dadurch gehen fast alle Daten auf dem Smartphone verloren. Zuvor ist also ein umsichtiges Daten-Backup nötig. Weniger radikale Tipps zum Frühlingsputz auf dem Smartphones gibt es noch hier .

Online

Online geht es beim Frühjahresputz in erster Linie um Datenschutz. Mindestens ein Mal im Jahr sollten Sie die Passwörter für wichtige Log-ins ändern und ein paar weitere Maßnahmen umsetzen.

Passwörter, Passwortmanager und Zwei-Wege-Authentifizierung

Räumen Sie auch bei Ihren Onlinekonten auf: Nicht mehr benötigte Accounts sollten Sie löschen, und für Ihre wichtigen Onlinedienste aktivieren Sie am besten die Zwei-Faktoren-Authentifizierung, so weit möglich.
Vergrößern Räumen Sie auch bei Ihren Onlinekonten auf: Nicht mehr benötigte Accounts sollten Sie löschen, und für Ihre wichtigen Onlinedienste aktivieren Sie am besten die Zwei-Faktoren-Authentifizierung, so weit möglich.

Beim Ändern der Passwörter hilft ein Passwortmanager wie Keepass . Er schlägt komplizierte Passworte vor und merkt sich die Log-ins für Sie. Etwas bequemer ist der Passwortmanager Lastpass . Hierbei handelt es sich um den Online-Passwortmanager einer amerikanischen Firma. Das sind zwei Punkte, weshalb besonders vorsichtige Nutzer Lastpass ablehnen.

Um einen Passwortmanager kommt man allerdings kaum herum, da man wirklich für jeden einzelnen Log-in ein anderes Passwort nutzen sollte. Der Grund: Es werden immer wieder Benutzername und zugehörige Passwörter von den Servern der Online-Dienste gestohlen. Um zu erfahren, ob eines Ihrer Passwörter schon gestohlen und zudem bereits im Internet auf sogenannte Passwort-Listen und in Hacker-Foren veröffentlicht wurde, besuchen Sie den Onlinedienst Should I Change My Password, auf Deutsch: „ Sollte ich mein Passwort ändern? “.

Tippen Sie in das Eingabefeld der Internetseite Ihre E-Mail-Adresse ein, die Sie als Benutzernamen für Internetdienste verwenden und klicken Sie auf „Check it!“. Ein grüner Button zeigt an, dass die Adresse in keiner der durchsuchten Datenbanken auftaucht. Ist der Button rot, konnten Hacker Ihr Passwort knacken und haben es veröffentlicht. Dann müssen Sie alle Passwörter ändern, die Sie zusammen mit der geprüften E-Mail-Adresse verwenden.

Mehr und mehr Dienste bieten auch eine Zwei-Wege-Authentifizierung an. Seit Kurzem etwa auch Amazon. Ist sie aktiviert, benötigt man für den Log-in nicht nur ein Passwort, sondern auch einen nur einmal gültigen Code, der etwa vom Smartphone erzeugt wird. Es lohnt sich, diese Authentifizierung einzuschalten. Der Aufwand ist auch nicht so groß, wie es zunächst scheint. Denn Sie können etwa den Browser auf Ihrem Heim-PC dauerhaft autorisieren. Danach ist dort nur wieder Ihr Passwort, nicht aber der Zusatzcode nötig. Wie Sie die Zwei-Wege-Authentifizierung für die wichtigsten Dienste einschalten und nutzen, verrät dieser Ratgeber .

Siehe auch: Die besten kostenlosen Cleaner-Apps für Android

Zugriffsrechte kontrollieren: Welche App darf was?

Frühjahrsputz bei Facebook und anderen Onlinediensten: Alle Dienste, die Sie hier sehen, haben Zugriff auf das Onlinekonto des Benutzers. Viele der Dienste werden eigentlich nicht mehr genutzt und gehören gelöscht.
Vergrößern Frühjahrsputz bei Facebook und anderen Onlinediensten: Alle Dienste, die Sie hier sehen, haben Zugriff auf das Onlinekonto des Benutzers. Viele der Dienste werden eigentlich nicht mehr genutzt und gehören gelöscht.

Wer gerne Onlinedienste und Smartphone-Apps nutzt, hat vermutlich bereits etliche Verknüpfungen zwischen Diensten und Apps angelegt. Dass dabei der eine Dienst auch weitgehenden Zugriff auf den anderen erhält, ist auf den ersten Blick meist nicht ersichtlich. In dem Moment der Verbindung ist das ja auch erst einmal gewünscht, doch wenn Sie die Verbindung später nicht mehr benötigen, sollten Sie sie auch wirklich wieder löschen, um damit auch die Zugriffsrechte des einen Dienstes zu beseitigen.

Beispiele: Der Onlinekalender Doodle darf auf Ihre Daten bei Facebook zugreifen, weil Sie sich per „Mit Facebook anmelden“ bei Doodle eingeloggt hatten. Oder Sie haben der Android-Foto-App Magic Hour Zugriff auf Ihr Dropbox-Konto erlaubt, weil das mal praktisch war.

Für den Frühjahresputz entziehen Sie allen Diensten und Apps alle Zugriffrechte auf Ihre Konten, es sei denn, Sie nutzen diese Verbindung noch.

So geht’s bei Facebook: Loggen Sie sich in Facebook ein, klicken Sie auf den Pfeil rechts oben, und wählen Sie „Einstellungen -> Apps -> Alle anzeigen“. Jede „App“, die hier aufgeführt ist, darf etwas von Ihren Daten sehen. Welche genau, klärt jeweils ein Klick auf das Stiftsymbol. Ein Löschknopf ist für jeden einzelnen Dienst vorhanden.

Andere Dienste checken: Facebook ist nicht der einzige Dienst, der anderen Unternehmen Zugriff auf Ihre Daten gewährt. Zwei weitere Beispiele sind der Dienst If This Than That, kurz IFTTT , und die Dropbox . Loggen Sie sich in alle Dienste ein, auf die Apps & Co. vermutlich Zugriffsrechte haben, und checken Sie in den Einstellungen, was Sie davon wegputzen können.

Datenenthaltsamkeit: Online-Konten löschen

Wer sich von einem Onlinedienst nicht nur abmelden möchte, sondern sein Konto dort ganz löschen will, findet auf der Website www.justdelete.me nützliche Tipps, wie das geht.
Vergrößern Wer sich von einem Onlinedienst nicht nur abmelden möchte, sondern sein Konto dort ganz löschen will, findet auf der Website www.justdelete.me nützliche Tipps, wie das geht.

Je weniger Daten von Ihnen im Internet kursieren, desto besser. Bei Diensten, die Sie nicht mehr nutzen, sollten Sie sich nicht nur abmelden, sondern auch Ihr Benutzerkonto dort löschen. Allerdings verstecken viele Dienste diese Funktion.

Wenn Sie sich möglichst schnell von nicht mehr genutzten Konten trennen möchten, empfiehlt sich die Seite justdelete.me . Der Dienst bietet direkte Links zur Kündigungsseite von über 100 populären Onlinediensten. Ein Farbcode zeigt an, wie leicht eine Kontenauflösung bei dem jeweiligen Dienst funktioniert.

Passwörter in Browsern finden und löschen

Alle modernen Internetbrowser fragen Sie nach dem ersten Log-in auf einer neuen Website, ob sie die Daten speichern sollen, um sie beim nächsten Besuch der Website automatisch eingeben zu können. Das ist zwar bequem, aber nicht sicher.

Wegputzen: Löschen Sie bereits gespeicherte Passwörter in Google Chrome über „Menü-Symbol -> Einstellungen -> Datenschutz -> Browserdaten löschen -> Passwörter“. In Firefox geht es über „Menü-Symbol -> Einstellungen -> Sicherheit -> Gespeicherte Passwörter -> Alle entfernen“. Im IE klicken Sie auf „Extras -> Einstellungen -> Allgemein -> Löschen -> Passwörter“.

Dateien in Cloudspeichern kontrollieren und löschen

Machen Sie eine Inventur bei Ihren Cloudspeichern. Und zwar vor allem bei denen, die Sie selten nutzen. Verwenden Sie etwa regelmäßig die Dropbox, dann haben Sie sicher im Blick, ob dort immer noch die Steuerunterlagen von 2015 rumliegen. Aber wie sieht es zum Beispiel mit Ihren Fotos bei Googles Fotodienst photos.google.com aus? Besitzer eines Samsung-Smartphones haben unter Umständen etliche Daten in der Samsung-Cloud gespeichert, weil sie vom Handy bei der Ersteinrichtung zum Anlegen eines solchen Kontos gedrängt wurden.

Nach dem Aufräumen der Onlinekonten können Sie noch über eine Verschlüsselung der Clouddienste nachdenken. Empfehlenswert ist etwa das Tool Boxcryptor . Es erstellt ein neues verschlüsseltes Laufwerk auf Ihrem PC. Haben Sie das passende Kennwort dafür eingegeben, können Sie wie gewohnt Dateien auf das Laufwerk speichern. In Ihrem Dropbox-Konto erscheinen die Dateien verschlüsselt in einem eigenen Ordner. Von Android und iOS aus haben Sie per Boxcryptor-Apps Zugriff auf die geschützten Daten.

Die tägliche Arbeit am PC mit cleveren Tools beschleunigen

Um die Arbeit mit dem PC zu beschleunigen, ist es oft effektiver, nicht den Computer schneller zu machen oder die Ausführgeschwindigkeit von Windows zu erhöhen, sondern Wege zu finden, um die eigene Arbeitsweise zu optimieren. Dabei helfen die nachfolgend vorgestellten Tools.

So sollte etwa auf jedem Computer ein Download-Manager eingerichtet sein. Programme wie der Free Download Manager können zwar nicht die Internetverbindung schneller machen, überwinden jedoch Bandbreiten-Beschränkungen beim Anbieter und vereinfachen gleichzeitig die Verwaltung der Downloads. Beim Recherchieren im Internet, bei der Suche nach der Antwort auf ein dringendes Problem füllen viele Anwender ihre Lesezeichen- oder Favoriten-Listen mit Dutzenden von Links zu diversen Webseiten. Einfacher und schneller ist es jedoch, lediglich den Teil einer Webseite aufzuheben, den Sie tatsächlich benötigen. Dazu eignen sich die Programme Onenote von Microsoft oder Evernote . Sie erfordern zwar erst eine Umstellung des Umgangs mit Inhalten aus dem Web, erweisen sich jedoch als erstaunlich praxistauglich.

Für die Suche auf der lokalen Festplatte schließlich bieten zwar Windows und der Explorer eigene Funktionen an, die sich jedoch in der Praxis als recht behäbig erweisen und zudem meist genau den Ordner nicht berücksichtigen, in dem das Gesuchte liegt. Schneller, unkomplizierter und damit alltagstauglicher ist das zuvor bereits erwähnte Tool Everything.

Die Themen in Tech-up Weekly #83: +++ Windows 10 S: Alle Infos zum neuen Windows 10 Light +++ Jelly: Kleinstes LTE-Smartphone der Welt +++ Youtube mit neuem Design und Nachtmodus +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Prank-Videos: YouTube-Star DaddyOFive verliert Sorgerecht

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