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Demütigung: OurMine hackt WikiLeaks

31.08.2017 | 15:14 Uhr |

Der Hacker-Gruppe OurMine ist es heute gelungen, die Enthüllungsplattform WikiLeaks zu übernehmen.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks ist heute Opfer einer peinlichen Hacker-Attacke geworden. Der saudi-arabischen Hacker-Gruppe OurMine gelang es heute morgen, die WikiLeaks-Website zu übernehmen und Besucher auf einen Splashscreen umzuleiten . Dort macht sich OurMine über WikiLeaks lustig und erinnert das Enthüllungsportal daran, OurMine herausgefordert zu haben. Peinlich ist die Angelegenheit besonders für WikiLeaks, weil sich das Projekt von Julian Assange stets damit rühmt, absolut Hacker-sicher zu sein.

Ein wirklicher Hack war die Übernahme der WikiLeaks-Website heute jedoch nicht. OurMine hat dem Anschein nach eine Technik genutzt, die als „DNS poisoning“ bezeichnet wird. Dabei nehmen Hacker DNS-Server ins Visier, die dafür verantwortlich sind, der URL wikileaks.org ihre spezifische maschinenlesbare IP zuzuweisen. Der Angriff auf diese DNS-Server wies der WikiLeaks-URL für kurze Zeit eine andere IP zu. Dieser Umstand leitete Nutzer dann auf den Splashscreen von OurMine um.

Die Aktion von OurMine ist weniger als ernst gemeinter Hacker-Angriff, sondern als Demütigung für WikiLeaks zu betrachten. Die Server der Enthüllungsplattform blieben von OurMine den Mutmaßungen zufolge unangetastet. Bei der Hacker-Gruppe Anonymous erhitzte der Streich aber dennoch die Gemüter. Wenig später wurden von dem Online-Kollektiv persönliche Informationen von mutmaßlichen OurMine-Mitgliedern veröffentlicht. Die Racheaktion ließ OurMine jedoch kalt. Die Hacker-Gruppe betonte wenig später, dass die veröffentlichten Informationen falsch seien.

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