2332426

Dating-Apps legen wenig Wert auf Datenschutz

21.02.2018 | 13:57 Uhr |

Die Stiftung Warentest hat in Hinblick auf den Datenschutz 22 Dating-Apps untersucht – mit erschreckenden Ergebnissen.

In einer aktuellen Untersuchung in Ausgabe 03/2018 der Zeitschrift „test“ hat sich die Stiftung Warentest Dating-Apps von 22 Anbietern angeschaut. Dabei lag der Fokus nicht auf dem Funktionsumfang, sondern auf dem Datenschutz. Für ihre Recherchen hat die Stiftung Warentest im Zeitraum von November 2017 bis Januar 2018 22 kostenlose Dating-Apps jeweils in der Version für Android und iOS getestet und deren Datensendeverhalten sowie die Datenschutzerklärung untersucht. Das Ergebnis: Nur fünf der 22 getesteten Anwendungen schützen die Daten ihrer Nutzer akzeptabel.

Beim Einrichten eines Profils bei Tinder, Lovoo, Parship, Grindr und Co. geben Nutzer teilweise sehr persönliche Informationen über sich preis – wie etwa die sexuelle Orientierung, den Wohnort oder das Alter. Nur sehr wenige der getesteten Apps gehen mit diesen Daten verantwortungsvoll um. Ein Großteil der Anbieter teilt die persönlichen Informationen mit „Dritten“ in Form von Werbefirmen, die dem Nutzer mit Hilfe der sensiblen Daten personalisierte Werbung anbieten wollen. Mit wem die Dating-App-Anbieter die Daten in welchem Umfang teilen, bleibt in den Datenschutzerklärungen in fast allen Fällen unklar..

Da sich mit zu wenigen persönlichen Daten jedoch möglicherweise beim Online-Dating kein passender Partner finden lässt, müssen Nutzer abwägen, welche Details sie den Dating-Apps verraten und welche nicht. Neben dem Umgang der Dating-App-Anbieter mit ihren persönlichen Daten, müssen Nutzer von Dating-Portalen auch in anderen Bereichen Vorsicht walten lassen. Laut den Verbraucherzentralen sind auch Abo-Fallen, Fake-Profile und Betrüger – so genannte Love-Scammer - ein Problem.

Tinder: Desktop-Version für die Dating-App

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2332426