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Daten-Skandal: Facebook verschiebt seine smarten Lautsprecher

28.03.2018 | 13:17 Uhr |

Facebook stellt seine neuen smarten Lautsprecher Aloha/Portal und Fiona nicht wie geplant im Mai vor. Der Grund ist der Datenskandal um Cambridge Analytica.

Facebook verschiebt die geplante Vorstellung seiner beiden smarten Lautsprecher, die unter den Codenamen Aloha (vermutliche Verkaufsbezeichnung: Portal) und Fiona entwickelt werden. Das berichtet das Wirtschaftsnachrichtenportal Bloomberg. Der Grund für die Verschiebung sei der Facebook-Datenskandal in Zusammenhang mit Cambridge Analytica.

Im Mai 2018 wollte Facebook auf seiner großen Entwicklerkonferenz die neuen Speaker erstmals zeigen. Bloomberg will aus gut informierten Kreisen erfahren haben, dass Facebook die Vorstellung von Aloha und Fiona zumindest teilweise deshalb auf einen noch unbekannten Zeitpunkt verschiebt, weil das soziale Netzwerk derzeit wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica heftig kritisiert wird. Dazu würde die Vorstellung eines „Lauschers“ für die heimischen vier Wände gar nicht passen. Zumal Facebook in seinen smarten Lautsprechern auch Kameras verbauen will – ähnlich wie bei Echo Spot und Echo Show. Facebook will die durch die Verschiebung gewonnene Zeit dafür nutzen um sicher zu stellen, dass der Umgang mit den Nutzerdaten korrekt gewährleistet ist. Oder zumindest das, was Facebook darunter versteht.

Ursprünglich hatte Facebook den Launch seiner ersten eigenen smarten Lautsprecher für Juli 2018 geplant. Der Verkaufsstart soll jetzt irgendwann im Herbst 2018 sein.

Mit den smarten Lautsprechern will Facebook stärker in das Leben der Facebook-Nutzer eindringen. Dank künstlicher Intelligenz sollen die Lautsprecher die Vernetzung und den Austausch zwischen den Facebook-Nutzern erleichtern und intensivieren. Dabei sammelt Facebook zwangsläufig noch mehr Daten über seine Nutzer. Und diese Daten lassen sich eben auch missbrauchen, wie die Vorgehensweise von Cambridge Analytica zeigt.

Der Missbrauch von Daten von Facebook-Nutzern durch Cambridge Analytica ist aber nicht der einzige Warnschuss, den Facebook erhalten hat. Laut Bloomberg soll Facebook mit Testgruppen von ausgewählten Facebook-Nutzern bereits herausgefunden haben, dass viele Nutzer sich vor einem Facebook-Gerät in ihrer Wohnung fürchten, weil dieses intime Daten über sie sammeln und an Facebook weitergeben könnte. 

Auf der für den ersten Mai angesetzten Entwicklerkonferenz will Facebook zudem strengere Vorgaben für App-Entwickler und das Sammeln und Verwerten von Nutzerdaten vorstellen.

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