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Das PC-WELT Rettungssystem: Den PC im Notfall retten

10.10.2017 | 10:30 Uhr | Thorsten Eggeling

Das bootfähige PC-WELT-Rettungssystem kann Ihnen bei zahlreichen Windows-Problemen und Wartungsaufgaben helfen. Es lässt sich auch von einem USB-Stick starten.

Windows enthält zwar einige Tools für Reparaturen und für die Wiederherstellung des Systems – die nützen allerdings nur dann etwas, wenn das System noch läuft. In zahlreichen Fällen ist ein unabhängiges Zweitsystem erforderlich. Darüber lassen sich Daten retten, gelöschte Dateien wiederherstellen oder Festplatten-Backups anlegen. Ein Rettungssystem hilft Ihnen auch, wenn Sie Ihr Anmeldepasswort vergessen haben oder das System gründlich auf Schadsoftware prüfen wollen.

In unserem Downloadbereich finden Sie das PC-WELT Rettungssystem . Es basiert auf Linux. Bei Windows-Problemen booten Sie den Rechner von der DVD oder Sie erstellen sich einen USB-Stick mit dem System. Danach nutzen Sie die enthaltenen Tools für Diagnose und Soforthilfe .

Die PC-WELT Rettungs-DVD starten

Bios oder Uefi: In welchem Modus Windows installiert ist, erfahren Sie über das Tool Msinfo32 („Systeminformationen“) in der Zeile „BIOS-Modus“. Starten Sie das Tool über den „Ausführen“-Dialog (Tastenkombination Win-R).
Vergrößern Bios oder Uefi: In welchem Modus Windows installiert ist, erfahren Sie über das Tool Msinfo32 („Systeminformationen“) in der Zeile „BIOS-Modus“. Starten Sie das Tool über den „Ausführen“-Dialog (Tastenkombination Win-R).

Das PC-WELT Retttungsystem lässt sich auf einer DVD ausschließlich im Bios-Modus booten. In welchem Modus Ihr PC arbeitet, erfahren Sie, indem Sie die Tastenkombination Win-R drücken, msinfo32 eintippen und auf „OK“ klicken. Hinter „BIOS-Modus“ steht bei Systemen im Bios-Modus „Vorgängerversion“, andernfalls „UEFI“. Die Angabe hinter „Sicherer Startzustand“ informiert Sie über den Status von Secure Boot. Steht hier „Nicht unterstützt“, so ist die Funktion in der Firmware des PCs deaktiviert oder nicht vorhanden.

Bei Uefi-Secure-Boot-PCs rufen Sie das Firmware-Setup auf. Klicken Sie im Windows-Anmeldebildschirm rechts unten die „Herunterfahren“-Schaltfläche an oder nach der Anmeldung in Windows 8.1 auf die Schaltfläche „Ein/Aus“ (Win-C, „Einstellungen“). Bei Windows 10 verwenden Sie „Ein/Aus“ im Startmenü. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt und klicken Sie nunmehr im Menü der Schaltfläche auf „Neu starten“. Gehen Sie jetzt auf „Problembehandlung -> Erweiterte Optionen -> UEFI-Firmwareeinstellungen“ und klicken Sie auf „Neu starten“.

Die Einstellungen für Secure Boot finden Sie meist unter einem Menü wie „Bios Features“, „Security“ oder ähnlich. Setzen Sie die Option auf „Disabled“. Für den Bios-Modus suchen Sie nach Optionen wie „CSM“, „Uefi and Legacy“ oder „Legacy Boot“, die meistens unter Menüs mit Namen wie „Boot“ oder „Boot Order“ zu finden sind. Die Bios-Emulation CSM (Compatibility Support Module) sorgt dafür, dass der Computer sowohl im Uefi-Modus als auch im Bios-Modus booten kann.

USB-Stick vorbereiten: Mithilfe des Tools Win32 Disk Imager erzeugen Sie aus der ISO-Datei der PC-WELT Rettungs-DVD einen bootfähigen USB-Stick.
Vergrößern USB-Stick vorbereiten: Mithilfe des Tools Win32 Disk Imager erzeugen Sie aus der ISO-Datei der PC-WELT Rettungs-DVD einen bootfähigen USB-Stick.

Kontrollieren Sie im Bios/Firmware-Setup zudem die Bootreihenfolge. Setzen Sie das DVD-Laufwerk an die erste Stelle. Bei älteren Rechnern rufen Sie das Bios-Setup kurz nach dem Einschalten des Rechners über Tasten wie Esc, „Entf“ („Del“), F2, F8 oder F10 auf.

USB-Stick verwenden: Von einem USB-Stick startet das PC-WELT Rettungssystem schneller. Des Weiteren lassen sich auf dem Stick Einstellungen sowie Updates der Virenscanner speichern, und der Stick bootet auch im Uefi-Modus. Secure Boot sollte allerdings auch dann deaktiviert sein. Der USB-Stick lässt sich am einfachsten aus dem laufenden Rettungssystem heraus erstellen. Zu diesem Zweck gehen Sie im „Menü“ auf „Zubehör -> Installation auf USB-Laufwerk“, wählen das Ziellaufwerk aus, setzen ein Häkchen vor „Verschlüsseltes /home erstellen“ und ändern dahinter bei Bedarf die Größe. Im Anschluss daran klicken Sie auf „Installation starten“. Beim ersten Start des Systems werden Sie dazu aufgefordert, ein Passwort für das verschlüsselte Verzeichnis zu vergeben.

Startprobleme umgehen: Die Optionen unter „Sicherer Start“ im Bootmenü der PC-WELT Rettungs-DVD verwenden Sie, wenn sich die grafische Oberfläche nicht zeigt.
Vergrößern Startprobleme umgehen: Die Optionen unter „Sicherer Start“ im Bootmenü der PC-WELT Rettungs-DVD verwenden Sie, wenn sich die grafische Oberfläche nicht zeigt.

Alternativ können Sie die ISO-Datei auch mit dem Tool Win32 Disk Imager auf einen USB-Stick übertragen.

Wenn Sie den Rechner vom USB-Stick booten, dann verhält sich das System genau wie beim Start von der DVD. Um das zu ändern, gehen Sie im Bootmenü auf „USB-Installation konvertieren“. Wählen Sie einen Eintrag, der zur Größe des USB-Geräts passt, beispielsweise „USB-Laufwerk konvertieren >= 16 GB“.

Der vom PC-WELT Rettungssystem nicht benötigte Speicherplatz auf dem USB-Stick erscheint unter Windows als NTFS-Partition, die Sie wie gewohnt nutzen können.

Tipp: Diese Gratis-Tools retten im Notfall Ihre Daten

Probleme beim Start der Rettungs-DVD beheben

Wenn der PC nicht mit der Rettungs-DVD bootet, dann überprüfen Sie noch einmal die Bootreihenfolge im Bios/Firmware-Setup. Drücken Sie die Enter-Taste zur Auswahl des ersten Menüeintrags mit den Standardeinstellungen. Sollte die grafische Oberfläche nicht erscheinen oder Darstellungsfehler zeigen, so schalten Sie den Rechner aus und booten das System erneut. Diesmal gehen Sie im Menü auf „Sicherer Start“ und wählen „PC-WELT Rettungs-DVD-Sicherer Modus -VESA 1024x786“. Probieren Sie auch die nachfolgenden Menüeinträge aus, die mit „Sicherer Modus“ gekennzeichnet sind.

Das System und die Virenscanner werden beim Start von der DVD in den Hauptspeicher geladen. Die Updates der Virenscanner benötigen viel Platz, was bei PCs mit 8 GB oder weniger Hauptspeicher zu Problemen führen kann. Ist der freie Speicher zu gering, kann das System abstürzen. In diesem Fall gehen Sie im Bootmenü auf „Optionen für Virenscanner“ und wählen den ersten Eintrag. Ihnen steht dann nur Avira Free Antivirus zur Verfügung. Es gibt auch Optionen für den Start ohne Sophos-und ohne Eset-Virenscanner. Beide Programme benötigen sehr viel Hauptspeicher, weshalb die Verwendung nur auf einem USB-Stick ratsam ist.

Netzwerkverbindung herstellen und Internet nutzen

Netzwerkeinstellungen: Im Tool Wicd Network Manager wählen Sie die gewünschte WLAN-Verbindung aus und legen den WPA-Schlüssel fest.
Vergrößern Netzwerkeinstellungen: Im Tool Wicd Network Manager wählen Sie die gewünschte WLAN-Verbindung aus und legen den WPA-Schlüssel fest.

Das PC-WELT Rettungssystem baut automatisch eine Internetverbindung auf, wenn der PC über ein Ethernet-Kabel angeschlossen ist. Sie kontrollieren und konfigurieren die Netzwerkverbindungen über das Tool Wicd. Starten Sie Wicd mit einem Klick auf die Menüschaltfläche und „Internet -> Wicd Network Manager“. Ist eine Netzwerkverbindung vorhanden, zeigt Wicd das in der Statusleiste an.

Verbindung zum WLAN: Hat das Rettungssystem einen WLAN-Adapter erkannt, so zeigt Wicd Ihnen die drahtlosen Netzwerke in der Umgebung an. Nach einem Klick auf „Properties“ beim gewünschten WLAN-Netz wählen Sie eine Verschlüsselungsmethode, etwa „WPA 1/2 (Hex [0-9/A-F]“ bei einem hexadezimalen Schlüssel oder „WPA 1/2 (Passphrase)“ bei einem Schlüssel, der aus beliebigen Zeichen besteht. Tippen Sie darunter den WPA-Schlüssel ein und klicken Sie auf „OK“. Über die Schaltfläche „Verbinden“ stellen Sie die Verbindung her.

Sollte Wicd keinen WLAN-Adapter für die Konfiguration anbieten, wird der Adapter von Linux nicht unterstützt. In diesem Fall müssen Sie den PC oder das Notebook für die Reparaturen per Netzwerkkabel verbinden.

Schadsoftware auf dem PC suchen und beseitigen

Avira Free Antivirus: Sie starten den Virenscanner über das Menü unter „Rettungswerkzeuge“. Die Suche nach Schadsoftware beginnt nach einem Klick auf „Durchsuchen starten“. Auf der Registerkarte „Expertenmodus“ finden Sie weitere Optionen.
Vergrößern Avira Free Antivirus: Sie starten den Virenscanner über das Menü unter „Rettungswerkzeuge“. Die Suche nach Schadsoftware beginnt nach einem Klick auf „Durchsuchen starten“. Auf der Registerkarte „Expertenmodus“ finden Sie weitere Optionen.

Kommt es bei Windows zu Abstürzen, unerklärlichem Verhalten oder ungewöhnlichen Netzwerkzugriffen, kann ein Virus dahinterstecken. Der installierte Virenscanner meldet möglicherweise nichts, da ihn eine Schadsoftware längst außer Gefecht gesetzt hat. Oder er meldet eine Bedrohung und Sie sind sich nicht sicher, ob es sich dabei um einen Fehlalarm handelt.

In diesen Fällen ist es daher ratsam, eine zweite Meinung einzuholen. Die PC-WELT Rettungs-DVD ist mit vier Virenscannern ausgestattet, zwischen denen Sie nach einem Klick auf die Schaltfläche „Rettungswerkzeuge“ wählen können. Beginnen Sie bitte mit Avira , da das Programm vergleichsweise wenig RAM benötigt. Die Open-Source-Lösung Clamav ist ebenfalls ressourcenschonend, verfügt aber nicht über eine besonders gute Erkennungsleistung. Bevor Sie den Eset -oder den Sophos -Virenscanner nutzen, starten Sie jeweils das System neu, damit mehr freier Hauptspeicher verfügbar ist.

Unabhängig davon, welche Antivirensoftware Sie verwenden, beim ersten Start erscheint das Fenster „Laufwerke einbinden“. Wählen Sie die Option „Alle NTFS-und FAT-Laufwerke automatisch nur lesbar einbinden“. Oder Sie binden die Partitionen, die Sie überprüfen möchten, vorher manuell ein (siehe hierzu auch den Kasten auf der nachfolgenden Seite). Die Virenscanner von Avira, Clamav und Sophos sind allerdings standardmäßig ohnehin so eingestellt, dass sie auf der Festplatte nichts verändern. Klicken Sie auf „Weiter“.

Im nächsten Schritt werden Sie bei Avira, Clamav und Sophos dann dazu aufgefordert, aktuelle Virensignaturen herunterzuladen. Bestätigen Sie mithilfe von „OK“. Im Anschluss daran sehen Sie eine einfache Oberfläche, über die Sie per Klick auf „Durchsuchen starten“ den Virenscan anstoßen. Eset Nod32 Antivirus aktualisiert sich beim Starten automatisch und bringt seine eigene Oberfläche mit. Gehen Sie auf „Computer scan“ und klicken Sie auf „Custom scan“. Wählen Sie danach die in das Dateisystem eingehängte Windows-Partition unter „Computer/media/disk“ aus, setzen Sie ein Häkchen vor „Scan without cleaning“ und klicken Sie auf die Schaltfläche „Scan“.

Eset Nod32 Antivirus: Der Eset-Virenscanner bringt eine eigene Oberfläche mit. Die Windows-Partition wählen Sie nach einem Klick auf „Custom scan“ aus.
Vergrößern Eset Nod32 Antivirus: Der Eset-Virenscanner bringt eine eigene Oberfläche mit. Die Windows-Partition wählen Sie nach einem Klick auf „Custom scan“ aus.

Maßnahmen bei Virenalarm: Wenn ein Virenscanner fündig werden sollte, dann müssen Sie sich entscheiden, wie Sie weiter vorgehen. Zunächst informieren Sie sich im Internet über die Funktion der Schadsoftware. Im Rettungssystem nutzen Sie dafür den Browser Firefox. Laden Sie die betroffene Datei für weitere Untersuchungen bei https://virustotal.com hoch. Falls nur wenige Virenscanner Schadsoftware erkennen, so handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Fehlalarm.

In einigen Fällen kann es auch durchaus sinnvoll sein, die betroffene Partition mit Schreibzugriff einzubinden (siehe dazu den nächsten Punkt) und dem Virenscanner die Bereinigung zu überlassen. Die Optionen hierfür setzen Sie auf der Registerkarte „Expertenmodus“.

Meistens lässt sich allerdings nicht sicherstellen, dass tatsächlich alle Bedrohungen restlos entfernt wurden. Des Weiteren können wahrscheinlich nur Sicherheitsexperten ermitteln, auf welchem Weg ein Virus auf den PC gelangt ist und über welche Methoden er sich automatisch reaktiviert. Aus diesem Grund hilft häufig nur die Radikalkur: Sichern Sie alle persönlichen Benutzerdaten, formatieren Sie die Festplatte und installieren Sie Windows dann neu.

Tipp: PC piept - das bedeuten die Bios-Töne

So kopieren Sie Dateien von der Windows-Partition

Wenn Windows nicht mehr startet oder ständig abstürzt, ist nicht immer Zeit, sich sogleich um die Reparatur zu kümmern. Sie möchten vielleicht nur eine Word-Datei von der Festplatte retten und an einem anderen Rechner weiterarbeiten. Sollte ein Virenbefall das Problem sein, können Sie über die PC-WELT Rettungs-DVD Ihre persönlichen Dateien vor der Neuinstallation auf ein anderes Laufwerk kopieren.

Verbinden Sie ein USB-Laufwerk mit dem Rechner und binden Sie die Partitionen ein, wie im Kasten auf dieser Seite beschrieben. Gehen Sie in das Verzeichnis, aus dem Sie Daten kopieren wollen. Das Kopieren funktioniert im Linux-Dateimanager mithilfe der Tastenkombination Strg-C oder über den Kontextmenüpunkt „Kopieren“. Wechseln Sie in das Zielverzeichnis und starten Sie den Kopiervorgang mit Strg-V oder dem Kontextmenüpunkt „Einfügen“.

Vergessenes Windows-Anmeldepasswort zurücksetzen

Wenn Sie unter Windows 8/10 ein lokales Konto für die Windows-Anmeldung konfiguriert haben, dann lässt sich das Passwort über das PC-WELT Rettungssystem löschen. Andernfalls gehen Sie bitte auf http://account.live.com/password/reset , um das Passwort zurückzusetzen.

Binden Sie zunächst die Windows-Partition mit Schreibzugriff ein, wie dies im Kasten auf dieser Seite beschrieben ist. Klicken Sie jetzt auf die Menüschaltfläche und gehen Sie auf „Rettungswerkzeuge -> Kennwort neu (neue Version)“. Klicken Sie auf „Vor“ und dann auf „Jetzt suchen“. Das Tool zeigt Ihnen den Pfad zur Datei „SAM“ der Windows-Registry an. Sollte es mehrere Windows-Installationen und damit mehrere „SAM“-Dateien geben, wählen Sie die gewünschte Datei aus und klicken Sie auf „Vor“. Klicken Sie auf „Konten einlesen“. Wählen Sie das Konto, dessen Passwort Sie ändern wollen, und klicken Sie auf „Vor“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Haftungsausschluss“ und klicken Sie auf „Anwenden“. Wenn Sie nun Windows starten, können Sie sich ohne Passwort anmelden und ein neues Passwort festlegen.

Weitere nützliche Tools auf der PC-WELT Rettungs-DVD

Mit Clonezilla , das Sie über das Icon auf dem Desktop starten, erstellen Sie Sicherungskopien von Festplatten und Partitionen oder ziehen das System auf eine neue Festplatte oder SSD um. Das Programm bietet viele Optionen, weshalb wir hier auf eine ausführliche Beschreibung verzichten müssen und hierauf verweisen. Über das Menü „Rettungswerkzeuge“ starten Sie Tools, über die Sie zum Beispiel die Festplatte testen und Dateien oder Partitionen wiederherstellen. Unter „Weitere Wartungswerkzeuge“ finden Sie das Partitionierungstool Gparted , mit dessen Hilfe sich Partitionen erstellen, vergrößern oder verkleinern lassen. Zudem gibt es den Registry-Editor „ Fred “, über den Sie Werte in der Windows-Registry einsehen und ändern können.

Im Terminal-Fenster starten Sie den Dateimanager Midnight Commander (mc), der über SSH auch die Datensicherung auf einen Linux-Rechner oder ein NAS ermöglicht. Experten nutzen das Programm wimlib-imagex , das unter Linux als Open-Source-Ersatz für Imagex und Dism dient. Damit lässt sich Windows in WIM-Dateien sichern oder aus WIM-Archiven extrahieren.

Zugriff auf Partitionen im Rettungssystem

Das PC-WELT Rettungssystem bindet Festplatten und Wechseldatenträger nicht automatisch in das Dateisystem ein. Um auf eine Windows-Partition zuzugreifen, klicken Sie in der Symbolleiste auf das dritte Icon „Festplatten einbinden“. Sie sehen im Fenster „Laufwerke“ die gefundenen Festplatten und darunter Schaltflächen, die jeweils für eine Partition stehen. „Partition 1 (sda1, ntfs) einbinden“ beispielsweise bezieht sich bei einer Windows-Standardinstallation auf die Bootpartition. Der zweite Eintrag („Partition 2 (sda2, ntfs) einbinden“) bezeichnet in der Regel die Windows-Systempartition. Ein USB-Stick trägt meist die Gerätebezeichnung „sdb1“ oder „sdc1“.

Setzen Sie ein Häkchen vor „schreibbar?“, wenn Sie Dateien auf der Partition ändern wollen. Klicken Sie die gewünschten Schaltflächen an. Die zugehörigen Partitionen werden in das Dateisystem unterhalb von „/media/disk“ jeweils in eigene Ordner eingehängt („sda2“, „sdc1“), der Dateimanager öffnet sich automatisch und Sie können auf den Inhalt zugreifen.

Der Schreibzugriff ist jedoch nur möglich, wenn Sie Windows zuvor vollständig heruntergefahren haben. Andernfalls erhalten Sie eine Fehlermeldung und die Partition wird nicht eingebunden. Das lässt sich nur über das noch startfähige Windows 8-1/10 beheben, indem Sie Windows mit „Neu starten“ beenden (nicht über „Herunterfahren“). Wenn das nicht realisierbar ist, können Sie die Partitionen nur schreibgeschützt einbinden.

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