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Das kommt 2018: Augmented Reality, Mixed Reality und Virtual Reality

15.01.2018 | 10:26 Uhr | Arne Arnold, Sandra Ohse, Verena Ottmann, Ines Walke-Chomjakov

Autarke VR-Brillen

Im Jahr 2018 kommen verschiedene bezahlbare, autark arbeitende VR-Brillen auf den Markt, die Sie ohne Smartphone oder PC nutzen können. So haben Facebook und Oculus ein neues kabelloses Standalone- VR-Headset für lediglich 200 Euro in petto. Die Brille trägt den Produktnamen „ Oculus Go “ und ist auf Videos, Liveübertragungen von Konzerten und soziale Medien ausgelegt. Allerdings müssen Sie hier auf eine Positionstrackingfunktion verzichten. Steuern lässt sich das Headset mithilfe einer Fernbedienung. Neben der „Oculus Go“ haben Facebook und Oculus eine weitere autarke VR-Brille in der Pipeline, die anstatt mit externen Raumsensoren mit vier integrierten Kameras Ihre Position bestimmt. Das Gerät mit dem Codenamen „ Oculus Santa Cruz “ wird allerdings wohl erst Ende 2018 oder auch erst 2019 erhältlich sein.

VR-Begeisterte können sich im Jahr 2018 auf die Standalone-VR-Brille ?Oculus Go? freuen.
Vergrößern VR-Begeisterte können sich im Jahr 2018 auf die Standalone-VR-Brille ?Oculus Go? freuen.

Auch HTC arbeitet an einer autarken VR-Lösungen mit integrierter Positionstrackingfunktion. Das neue Gerät könnte „ HTC Vive Focus “ heißen und soll auf Googles eigener Daydream-Plattform basieren. Wann genau die Brille auf den Markt kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Auch der Preis steht noch nicht fest. Dieser könnte sich aber Gerüchten zufolge bei ungefähr 500 Euro bewegen.

Die vergleichsweise günstigen Preise sowie der Möglichkeit, die VR-Brillen unabhängig von einem Smartphone oder PC zu nutzen, sollen die Produkte für den Massenmarkt interessant machen. Falls sich diese Strategie bewährt, ist in Zukunft mit weiteren günstigen Standalone- VR-Lösungen zu rechnen.

Relevant: Die besten VR-Brillen im Vergleich

Neue AR-Plattformen von Google und Apple

Bereits im vergangenen Jahr haben Apple mit dem AR-Kit und Google mit dem AR-Core für Android-Geräte neue Augmented- Reality-Plattformen für ihre mobilen Betriebssysteme vorgestellt. Bei beiden Systemen benötigen Sie keine zusätzliche Hardware in Form von zusätzlichen Sensoren oder Kameras, sondern lediglich Ihr Smartphone.

Mithilfe des AR-Kit von Apple, das der Hersteller App-Entwicklern zur Verfügung stellt, soll jedes iPhone und iPad mit dem Betriebssystem iOS 11 Augmented- Reality-Anwendungen unterstützen. Nutzer können die Möglichkeiten der AR-Plattform bereits jetzt mit der App „Ikea Place“ testen. So lassen sich hier leere Räume virtuell mit Möbeln bestücken.

Auch Google schafft mit der ARCore-SDK die Voraussetzung für Augmented- Reality-Apps auf Android-Smartphones. Die Software ist auch hier bereits für App-Entwickler verfügbar.

Aufgrund dieser Entwicklungen ist es zu erwarten, dass sowohl für iPhones als auch für Android-Smartphones im Jahr 2018 immer mehr AR-Anwendungen und -Spiele erscheinen.

Weiterentwickelte Mixed-Reality-Produkte

Die mit Abstand teuerste Mixed-Reality-Brille ist die Hololens für mehr als 5000 Euro.
Vergrößern Die mit Abstand teuerste Mixed-Reality-Brille ist die Hololens für mehr als 5000 Euro.

Auch im Bereich Mixed Reality stehen 2018 interessante Entwicklungen an. Diese Sparte vereint die Vorteile der VR- und AR-Produkte. So lassen sich hier virtuelle Objekte mit der realen Umgebung verschmelzen. Diese verhalten sich anschließend genau wie in der Realität. So erscheinen sie beispielsweise größer, wenn Sie sich ihnen nähern, und kleiner, wenn Sie sich entfernen.

Microsoft selbst hat mit der Hololens eine eigene Mixed-Reality-Lösung in petto. Hier übermitteln Lichtpunkte hochauflösende Projektionen auf das transparente Display. Allerdings schlägt Microsofts eigene MR-Brille für Endverbraucher mit stolzen 5489 Euro zu Buche.

Es geht aber auch günstiger. Bereits im vergangenen Jahr präsentierten verschiedene Hersteller Ihre auf Windows 10 basierenden Mixed-Reality-Geräte: darunter Acer, Dell, HP und Lenovo. Bei Samsung steht ebenfalls eine Mixed-Reality-Brille in den Startlöchern. Die Preise bewegen sich hier zwischen umgerechnet 340 und 425 Euro.

Angesichts der Fülle der bereits vorgestellten Produkte ist es wahrscheinlich, dass auch 2018 der Strom an neuen Geräten im MR-Bereich nicht abreißt und weitere bezahlbare Produkte für Endverbraucher erscheinen werden.

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