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Das kommt 2018: Technik-Highlights in der Vorschau

15.01.2018 | 10:26 Uhr |

Das Jahr 2017 neigt sich langsam dem Ende zu. Grund genug, um einen Blick in die Glaskugel zu werfen und Ihnen die wichtigsten Techniktrends zu präsentieren.

Im vergangenen Jahr gab es viele wichtige Messen, die einen ersten Eindruck kommender Trends vermitteln wollten: Egal, ob die CES, der Mobile World Congress oder die IFA – es wurden neue Technologien und Projekte vorgestellt, die beim geneigten Publikum natürlich Spannung auf die dazugehörigen Produkte auslösten.

Hier stellen wir Ihnen nun unter anderem Smartphone-Prozessoren mit künstlicher Intelligenz vor und werfen einen Blick auf die Zukunft der VR-Technologie. Apropos künstliche Intelligenz: Auch die smarten Lautsprecher à la Google Home oder Amazon Alexa werden nächstes Jahr Zuwachs bekommen und weitere Funktionen bieten.

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Gespannt darf man auf den Apple Homepod sowie ein Gerät der Telekom sein, das sich mit einem besonders einfallsreichen Spruch aktivieren lassen soll. Wer es lieber etwas „kuscheliger“ mag, kann sich stattdessen Sonys neuaufgelegten Roboterhund Aibo ansehen. Er fällt etwas realistischer aus als noch die Vorgänger und ist auch hinsichtlich seiner KI gewachsen. Im Bereich der Displays erreichen Oled-Schirme dank eines zu erwartenden Preisverfalls endlich die Massentauglichkeit. Und auch hinsichtlich Auflösung und HDR wird sich einiges tun. CPUs und Grafikprozessoren werden noch leistungsstärker, so dass die nächste Runde AMD gegen Nvidia eingeläutet werden darf – dazu tut sich der Chiphersteller sogar mit Konkurrent Intel zusammen!

Routerhersteller werden 2018 die ersten Geräte mit WLAN-Standard 11ax vorstellen. Der neue Standard soll Daten bis zu viermal schneller übertragen als die Vorgängerversion WLAN-ac. Zudem soll er, wenn viele Geräte gleichzeitig im Netz sind, die Übertragung optimieren – und auch den Stromverbrauch verbessern.

Ebenso wird das Thema Sicherheit in 2018 großgeschrieben. Die Anbieter von Antivirensoftware optimieren ihre Programme weiter, konzentrieren sich jedoch auch vermehrt auf den Schutz von IoT-Geräten wie Smart-TVs, IP-Kameras und mehr. Daher sind die Trends hier vor allem bei Sicherheitsboxen, Netzwerkscannern und Routersoftware zu finden.

Jedem dieser Themen widmen wir im Folgenden eine eigene Seite, auf der wir die kommenden Technologien ausführlich vorstellen.

Smartphones

Smartphones werden immer intelligenter dank smarter Prozessoren, die anstehende Aufgaben analysieren und selbstständig bearbeiten. Das Stichwort lautet hier „KI“. Aber auch hinsichtlich der Update-Politik auf neue Betriebssystemversionen wird sich einiges ändern. Der Vorreiter ist hier natürlich Google selbst, aber auch HTC mischt auf dem Gebiet mit.

KI-Prozessoren

Huawei bringt mit dem Kirin 970 die weltweit erste Smartphone- CPU mit KI-Coprozessor.
Vergrößern Huawei bringt mit dem Kirin 970 die weltweit erste Smartphone- CPU mit KI-Coprozessor.

Smartphones müssen mittlerweile so viele Arbeiten erledigen, dass ein Prozessor nicht mehr ausreicht. Vor allem digitale Assistenten wie der Google Assistant oder Apples Siri benötigen extra Rechenpower, um unseren Anfragen und Bedürfnissen gerecht zu werden. Aber auch Smartphone-Kameras sollen immer smarter werden, ein Motiv möglichst automatisch erkennen und die Belichtungsparameter daran anpassen. Huawei hat für diesen Zweck einen neuen Prozessor entwickelt, den Kirin 970 . Dieser enthält eine neuromorphe Prozessoreinheit (Neuromorphic Processor Unit, NPU), die vor allem zur Mustererkennung und -analyse eingesetzt wird. Sie soll den Hauptprozessor bei seiner Arbeit unterstützen, indem sie analytische Aufgaben wie die bereits erwähnten, aber auch Sprach- und Fotoerkennung eigenständig übernimmt.

Von Samsung darf man in absehbarer Zeit ebenfalls Neuigkeiten aus dem KI-Bereich erwarten: Der Hersteller hat in das britische Unternehmen Graphcore sowie in die chinesische Firma Dee Phi Tech investiert, die sich beide mit KI-Prozessoren beschäftigen.

Siehe auch: Googles KI schlauer als Apples Siri?

Schnellere Updates

Das HTC U11 Life ist eines der wenigen Mittelklassemodelle mit nahezu originalem Android.
Vergrößern Das HTC U11 Life ist eines der wenigen Mittelklassemodelle mit nahezu originalem Android.

Bisher mussten Besitzer von Smartphones, die nicht direkt aus dem Hause Google kamen, nach einem Betriebssystem-Update mehr oder weniger lang warten, bis auch ihre Geräte mit der neuen Version bedacht wurden. Denn die Hersteller müssen diese an ihre Geräte und meist auch an die hauseigene Benutzeroberfläche anpassen. Vor allem Einsteiger-, aber auch viele Mittelklassemodelle hatten hier das Nachsehen und mussten sich mit den älteren, unsicheren Android-Versionen abfinden. Mit Android 8 stellt Google nun Project Treble vor, eine Neustrukturierung des Android-Frameworks. Mit Project Treble sollen die Hardwarefunktionen im Betriebssystem von den Softwarefunktionen getrennt werden, was den Vorteil hat, dass Gerätehersteller die Updates besser und vor allem schneller für ihre eigenen Modelle umsetzen können – mühsames und langwieriges Anpassen an die unterschiedliche Hardware entfällt. Allerdings steht es den Herstellern frei, Project Treble zu unterstützen; die Umsetzung dürfte kostenintensiv sein.

Dass eine verbesserte Update-Politik ein Bestreben der Hersteller ist, beweist aber auch HTC mit seinem Smartphone U11 Life . Das Mittelklassemodell für 349 Euro trägt das „Android One“-Logo, was bedeutet, dass das Gerät ein nahezu unverändertes Android (8 „Oreo“) aufgespielt hat und daher mindestens zwei Jahre lang Updates für die neueste Android-Version sowie drei Jahre lang aktuelle Sicherheitsupdates erhält.

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LTE Advanced Pro und 5G

Seit etwa sechs Jahren ist LTE (4G) als Datenturbo für Smartphones und Tablets bekannt. Mit LTE Advanced kam 2014 eine Erweiterung, die in der höchsten Kategorie 10 theoretische Datenraten von bis zu 4000 MBit/s im Download und 1000 MBit/s im Upload leistet. Dies wird dank der sogenannten Carrier Aggregation erreicht, einer Technik, bei der einem Nutzer mehrere Frequenzblöcke (Carrier) zugewiesen werden.

Nun steht LTE Advanced Pro in den Startlöchern, das die Datenraten erneut hochschraubt und den Weg für 5G ebnen soll: Bis zu 4000 MBit/s im Download und 1500 MBit/s im Upload sollen mit LTE Advanced Pro in der höchsten Kategorie 16 möglich sein. Smartphones, die diese Kategorie unterstützen, sind etwa das HTC U11, das //www.amazon.de/Samsung-Smartphone-Touch-Display-interner-Speicher-midnight-black/dp/B06XJ6BTYT:Samsung Galaxy S8 Plus und das Sony Xperia XZ Premium.

Der nächste große Schritt bezüglich Mobilfunk wird dann 6G sein, dessen theoretische Datenrate bei 10 000 MBit/s liegen soll. Auch die Latenzzeit und der Stromverbrauch sollen geringer sein.

Wearables

Wer auf seine Gesundheit und Fitness achtet, kommt um einen Fitnesstracker nicht herum. Die Geräte erheben vielerlei Daten, überwachen den Schlaf und protokollieren Ihre Ernährung. Es ist jedoch auch ein neuer Trend auszumachen: Sie als Träger stehen stärker im Mittelpunkt und beeinflussen die Arbeit des Trackers maßgeblich.

Moderne Fitnesstracker sind sozusagen Trainer am Handgelenk.
Vergrößern Moderne Fitnesstracker sind sozusagen Trainer am Handgelenk.

Persönlicher Fitness-Coach

Vorbei sind die Zeiten, da ein Fitnesstracker einfach nur Schritte gezählt und daraus die zurückgelegte Strecke sowie die verbrannten Kalorien berechnet hat. Mit Modellen wie der Fitbit Ionic oder der Tomtom Spark 3 haben Sie einen virtuellen Fitnesstrainer am Handgelenk, der Ihnen ein personalisiertes Programm zum Laufen oder für Work-outs anbietet und Sie audiovisuell anleitet – direkt auf dem Display des Trackers, ganz ohne Smartphone oder Tablet. Je nach Angebot können Sie Bewertungen für Ihr Training abgeben (zum Teil dann aber wieder in der App), anhand derer die künftigen Workouts angepasst werden. So erhalten Sie immer das Fitnessprogramm, das für Sie optimal ist.

Siehe auch: 25 Fitness-Tracker im Vergleich

Preisvergleich: Fitbit Ionic
Preisvergleich: Tomtom Spark 3

Kabellose In-Ear-Kopfhörer ohne Bügel

Samsung verzichtet bei den Gear IconX auf sämtliche Kabel.
Vergrößern Samsung verzichtet bei den Gear IconX auf sämtliche Kabel.

Kabellose In-Ear-Kopfhörer halten meist nicht, was sie versprechen: Denn trotz ihrer Bezeichnung sind die Ohrstücke über ein Kabel oder einen Bügel hinter dem Nacken miteinander verbunden. Lediglich das Kabel zum Smartphone entfällt, denn die Verbindung stellen Sie per Bluetooth her.

Apple hat bereits die Airpods im Sortiment, und auch weitere Hersteller haben In-Ear-Ohrhörer angekündigt, die auch auf das letzte Stück Kabel oder Bügel verzichten. Samsung hat beispielsweise die Gear IconX für 2018 geplant, die es in drei Farben geben wird. Von Jabra, Spezialist auf dem Gebiet der Sportkopfhörer, gibt’s die Elite Sport und von Motorola die Verve Ones+.

Zum besten Angebot: Apple Airpods
Zum besten Angebot: Gear IconX

Die Themen in Tech-up Weekly #102: +++ Oculus Go: Günstige, autonome VR-Brille vorgestellt +++ Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen +++ Kommt die GeForce GTX 1070 Ti Ende Oktober? +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Google Home Mini zeichnet ungewollt alles auf

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► Oculus Go: Günstige, autonome VR-Brille vorgestellt: (0:28):
www.pcwelt.de/2305137

► Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen (2:11):
www.pcwelt.de/2264171
► Windows 10 Herbst-Update per Trick früher zum Download:
www.pcwelt.de/2305098

► Kommt die GeForce GTX 1070 Ti Ende Oktober? (5:19 ):
www.pcwelt.de/2304964

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Quick-News (6:38):

► Pornhub-Nutzer von Malware-Angriff betroffen:
www.pcwelt.de/2304947

► Oneplus-Smartphones übertragen heimlich Nutzerdaten:
www.pcwelt.de/2304891

► Bundesnetzagentur warnt vor Ping-Anrufen:
www.pcwelt.de/2304284

► Färöer Inseln starten Google-Translate-Konkurrenten:
www.pcwelt.de/2304123

► Studie: 90 Prozent der Deutschen sind online:
www.pcwelt.de/2304949

► RIP AIM: AOL Instant Messenger stirbt am 15.12.2017:
www.pcwelt.de/2304197

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Kommentar der Woche (8:25)

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Fail der Woche (9:27):

► Google Home Mini zeichnet ungewollt alles auf:
www.pcwelt.de/2304795


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