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Das bedeutet der Begriff OTT-Content

07.09.2018 | 09:03 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Wenn Sie sich mit Streaming von Videoinhalten beschäftigen, begegnet Ihnen immer häufiger der Begriff OTT-Content. Worum handelt es sich hierbei eigentlich?

Der Begriff OTT-Content steht für Over the Top Content. Darunter sind Bewegtbilder zu verstehen, die „über den Kopf hinweg“ ausgeliefert werden. Sie gelangen auf ein Endgerät, ohne auf Restriktionen von IPTV-Anbietern oder Internet-Providern Rücksicht nehmen zu müssen.

OTT-Content kann dabei sowohl kostenpflichtig als auch kostenlos ausgeliefert werden. Bekannte Anbieter sind Zattoo oder Magine TV. Sie liefern sowohl klassisches lineares Fernsehen als auch Inhalte aus, die auf Abruf bereitstehen. Im Bereich Serien gehören Netflix und Amazon Prime zu bekannten Playern von OTT-Content. Bei Sportübertragungen zählen Sky Go, Dazn und Eurosport Player zu namhaften Diensten. Im Unterschied zu IPTV-Anbietern wie der Telekom betreiben OTT-Services kein eigenes Netz und nutzen auch keine speziellen Receiver-Boxen, um ihr Angebot aufs Endgerät zu bringen. Vielmehr übertragen sie über das Netz, das der jeweilige Kunde nutzt. Dabei setzen sie Mindestanforderungen voraus, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Ihre Internetleitung eine Downloadgeschwindigkeit von 10 MBit/s mitbringt.

OTT Content finden Sie bei Anbietern wie Magine TV. Hier erreichen Inhalte „Over the Top“ den Konsumenten. Damit sind sie frei von Einschränkungen durch Internet-Provider oder IPTV-Anbieter.
Vergrößern OTT Content finden Sie bei Anbietern wie Magine TV. Hier erreichen Inhalte „Over the Top“ den Konsumenten. Damit sind sie frei von Einschränkungen durch Internet-Provider oder IPTV-Anbieter.

Gleichzeitig sollten Sie OTT auch nicht mit VoD (Video on Demand) gleichsetzen. Vielmehr sind Online-Videotheken im Angebot von OTT-Anbietern enthalten. Da jedoch auch Live-Fernsehen von OTT-Diensten bereitgestellt wird, geht das Angebot bei OTT über VoD hinaus.

Die Anbieter stellen für den Empfang der Bewegtbilder in der Regel kostenlose Apps in den jeweiligen Stores bereit, die Sie für Smart-TVs genauso finden wie für Tablets und Smartphones. Vielfach lassen sich die Streams auch über den Browser am PC oder Notebook ansehen. Das Angebot selbst ist länderspezifisch geregelt, da es von den jeweiligen Ausstrahlungsrechten abhängt. Immerhin funktionieren die Streaming-Portale inzwischen auch im europäischen Ausland. Denn mit dem Ende des Geoblockings dürfen Sie Ihren Dienst auch im Ausland nutzen – vorausgesetzt, Sie bezahlen für das Angebot.

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