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Cyberangriffe: Zitis-Chef fordert Möglichkeit zur Gegenwehr

23.11.2017 | 16:40 Uhr |

Bei der Abwehr von Cyberangriffen sollte laut Zitis-Chef Wilfried Karl auch ein Gegenangriff rechtlich möglich sein.

Wilfried Karl, Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis), wünscht sich laut Spiegel Online bei Cyberangriffen eine Möglichkeit zur Gegenwehr. Der Staat müsse auch bei neuartigen digitalen Bedrohungen handlungsfähig bleiben. In der Schweiz seien derartige Hackbacks unter bestimmten Voraussetzungen schon erlaubt. In den USA wird gerade ein entsprechender Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der es sogar Unternehmen erlaubt, sich aktiv gegen Hacker zu wehren. Offensive Gegenmaßnahmen sollten nach Ansicht Karls jedoch auch weiterhin dem Staat vorbehalten bleiben.

Auch Microsoft will sich nicht an derartigen Gegenmaßnahmen beteiligen. Stattdessen fordert der Windows-Konzern eine digitale Genfer Konvention. Ein Angriff auf Kunden hingegen sei kein geeignetes Mittel gegen Cyberangriffe. Die Devise von Microsoft laute vielmehr: hundert Prozent Verteidigung, null Prozent Angriff. Konstantin von Notz, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, vertritt die Meinung, dass Verteidigung im Cyberbereich die beste Verteidigung sei. Angriffe sollten seiner Meinung nach nicht legalisiert werden, da sie rechtlich wie praktisch höchst problematisch seien. 

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