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Wie PC-WELT Desktop-Prozessoren testet

03.02.2017 | 14:16 Uhr |

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Hardware und Testmethodiken bei den Prozessoren-Tests der PC-WELT zum Einsatz kommen.

Um faire, vergleichbare und transparente Ergebnisse in unseren CPU-Tests zu erhalten, befolgen wir ein fest definiertes Testverfahren. Jeder Prozessor wird also mit der gleichen Hardware und Software auf seine Leistungsfähigkeit geprüft.

Die CPU-Testplattformen der PC-WELT

Um einen transparenten Überblick über unsere Testverfahren zu geben, muss natürlich auch die verwendete Hardware genannt werden. Für unsere Intel-CPU-Tests mit Sockel 1151 verwenden wir das Mainboard Asus ROG Maximus IX Formula mit Z270-Chipsatz, das zur Oberklasse des Herstellers zählt. Die Platine bietet unter anderem auch eine RGB-Beleuchtung, WLAN-ac, USB 3.1 und umfassende Wasserkühlungs-Features.

Asus ROG Maximus IX Formula
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© Asus

AMD-Prozessoren mit AM4-Sockel testen wir auf dem Mainboard Asus ROG Crosshair VI Hero mit X370-Chipsatz, das sich ebenfalls zu den Top-Modellen des Herstellers gesellen darf. Auch hier gibt es wieder eine RGB-Beleuchtung, USB 3.1 und robuste Komponenten, um zuverlässig Übertakten zu können.

Asus ROG Crosshair VI Hero
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© Asus

Den Prozessoren stellen wir viermal acht Gigabyte große Speichermodule des Typs G.Skill Trident Z RGB DDR4-3200 MHz zur Seite, womit dem System insgesamt 32 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen.

G.Skill Trident Z DDR4-3200 mit 32 GB Kapazität.
Vergrößern G.Skill Trident Z DDR4-3200 mit 32 GB Kapazität.
© G.Skill

Eine adäquate Kühlung des Prozessors erfolgt über die All-in-One-Wasserkühlung Cryorig A40 Ultimate, die mit einem 240-Millimeter-großen Radiator und zwei entsprechend großen Lüftern arbeitet. Nettes Gimmick: Der auf der Pumpe montierte Lüfter kühlt auch noch die umliegenden Mainboard-Komponenten.

Cryorig A40 Ultimate
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© Cryorig

Damit auch in Sachen Grafik kein Flaschenhals entsteht, setzen wir auf die Nvidia Geforce GTX 1080 in der Founder’s Edition. Das aktuelle Flaggschiff des Grafikkarten-Herstellers lieferte in unserem Test Bestwerte bei geringem Stromverbrauch.

Nvidia Geforce GTX 1080 Founders Edition
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© Nvidia

Die Stromversorgung des Testsystems übernimmt das Antec TP-750C aus der True-Power-Classis-Serie. Der Stromspender leistet brutto 750 Watt und arbeitet dank 80-Plus-Gold-Zertifizierung mit einem Wirkungsgrad von bis zu 92 Prozent.

Antec TP-750C
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© Antec

Als Betriebssystem kommt Windows 10 Pro (64 Bit) zum Einsatz. Windows und alle Testprogramme und Spiele befinden sich auf einer 1 TB großen OCZ VX500. Die SSD ist über SATA ans System angebunden und arbeitet mit MLC-Speicherbausteinen.

OCZ VX500
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© OCZ

Unsere Testsysteme für High-End-Prozessoren

Für die Oberklasse-CPUs der X-Core-Serie von Intel mit dem Sockel LGA 2066 nutzen wir die ATX-Hauptplatine Asus ROG Strix X299-E Gaming mit X299-Chipsatz. Dieses Mainboard unterstützt DDR4-Arbeitsspeicher mit Geschwindigkeiten von bis zu 4133 MHz und ist aufs großzügige Übertakten ausgelegt - deshalb verfügt das Board über verbesserte Spannungskontrollen und den sogenannten OC-Sockel von Asus, der über mehr Kontaktpins verfügt für besseres Overclocking. Mit an Bord: Eine programmierbare RGB-Beleuchtung.

Asus ROG Strix X299-E Gaming
Vergrößern Asus ROG Strix X299-E Gaming
© Asus

AMDs neuer Oberklasse, den Ryzen-Threadripper-Prozessoren, dient das Asus ROG Zenith Extreme als würdige Grundlage. Ausgestattet ist das Mainboard mit dem High-End-Chipsatz X399 von AMD und dem passenden Sockel TR4. Bei diesem Modell werden sogar die Spannungswandler mit einem Lüfter aktiv gekühlt. Eine LED-Anzeige zeigt außerdem wichtige Systemwerte an. Außerdem verfügt das Board über einen DIMM.2-Steckplatz, um M.2-SSDs über die noch flottere DDR4-Schnittstelle ans System anbinden zu können. Mit im Lieferumfang befindet sich außerdem noch die Netzwerk-Erweiterungskarte ROG Areion, die bis zu 10 Gbit/s übertragen kann. Ebenfalls erwähnenswert: Das Zenith Extreme unterstützt bereits den schnellen WLAN-ad-Standard, das im 60-GHz-Bereich funkt.

Asus ROG Zenith Extreme
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© Asus

Um die hohe Abwärme der Monster-CPUs von AMD und Intel im Zaum zu halten, kommt die All-in-One-Wasserkühlung Corsair H115i zum Einsatz. Sie besitzt einen üppigen, 280 Millimeter großen Radiator, auf den zwei 140-Millimeter-PWM-Lüfter angebracht sind. Die Software Corsair Link überwacht dabei in Echtzeit die Temperaturwerte und erlaubt eine umfassende Steuerung und Protokollierung des Kühlers.

Corsair H115i
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© Corsair

Beide Oberklasse-CPU-Generationen profitieren von schnellem DDR4-RAM, AMDs Modelle sogar noch etwas mehr. Deshalb haben wir uns für Corsairs Vengeance-LPX-Reihe entschieden und ein Kit mit einer Gesamtkapazität von 32 GB (4x 8 GB) und einer Geschwindigkeit von DDR4-3466 MHz entschieden. Angesteuert wird der Arbeitsspeicher bei beiden Boards im Quad-Channel-Modus, sofern die CPU die Übertragung unterstützt.

Corsair Vengeance LPX DDR4-3466 mit 32 GB Kapazität.
Vergrößern Corsair Vengeance LPX DDR4-3466 mit 32 GB Kapazität.
© Corsair

Streacom BC1: Der offene Benchtable

Die oben genannte Hardware verbauen wir auf offene Benchtables, die uns größtmögliche Flexibilität beim Tauschen und Überprüfen von Komponenten bietet. Hierbei handelt es sich um die Streacom BC1, die mit Hilfe der internationalen Overclocking-Community entstanden sind. Der Benchtable bringt lediglich 1,8 Kilogramm auf die Waage, besteht dennoch aus massivem Aluminium und lässt sich komplett ohne den Einsatz von Werkzeugen aufbauen. Die Benchtables wurden uns freundlicherweise von Caseking.de zur Verfügung gestellt, die zu den wenigen Online-Shops gehören, die die BC1 auch in Deutschland verkaufen.

Die Basis unserer Testplattformen bildet das offene Benchtable Streacom BC1, zur Verfügung gestellt von Caseking.de.
Vergrößern Die Basis unserer Testplattformen bildet das offene Benchtable Streacom BC1, zur Verfügung gestellt von Caseking.de.
© Streacom

Hinweis: Sofern nicht explizit in den Tests selbst genannt, kommen stets - wie oben genannt - die Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 1080 Founders Edition und das Netzteil Antec TP-750C zum Einsatz.

Test-Verfahren für PC-Spiele

Für unsere Spieletests verwenden wir die Titel Rise of the Tomb Raider, Witcher 3 - Wild Hunt und Grand Theft Auto V. Die Messungen erfolgen stets in den maximalen Grafikdetails mit einigen Ausnahmen: Bei der Kantenglättung beschränken wir uns auf FXAA, des Weiteren deaktivieren wir GPU-spezifische Techniken wie die Umgebungsverdeckung HBAO oder Nvidia Hairworks. Getestet wird in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) und in Ultra-HD (3840 x 2160 Pixel), natürlich jeweils immer mit der gleichen Testszene. Dabei messen wir jeweils die durchschnittlichen Bildrate (Bilder pro Sekunde). Im Anschluss addieren wir die Ergebnisse und bilden wieder einen Durchschnittswert, der mit 60 Prozent in die Gesamtwertung einfließt.

GTA 5
Vergrößern GTA 5
© Rockstar

Test-Verfahren für Physik-, Arithmetik-, Kryptographie- und Multimedia-Berechnung

Um die rohe CPU-Leistung abseits von Spielen zu testen verwenden wir das Fire-Strike-Szenario von 3D Mark, Cinebench R15 sowie einige CPU-Tests von SiSoftware Sandra 2016. So wird unter anderem die Leistung in Sachen Physik-, Arithmetik-, Kryptographie- und Multimedia-Berechnung begutachtet, die unter anderem auch die Leistungsfähigkeit der ALUs (arithmetisch-logische Einheit) und die FPUs (Floating Point Unit, Gleitkommaeinheit) prüft. Zu den Tests zählt auch das Rendering und Codieren von Inhalten. Wie bei den Spieletests summieren wir die Resultate der jeweiligen Benchmarks und bilden einen Durchschnittswert, der mit einer Gewichtung von 40 Prozent in die Gesamtwertung zählt.

3D Mark Fire Strike
Vergrößern 3D Mark Fire Strike

Leistungsaufnahme und Betriebstemperaturen

Um die maximalen Temperaturen und die maximale Leistungsaufnahme festzustellen, unterziehen wir das System einem Stresstest mit einer Dauerschleife von 3D Marks Fire Strike (20 Durchläufe hintereinander). Im Hintergrund werden alle Werte wie Taktraten, Temperaturen und Leistungsaufnahme soft- sowie hardware-seitig protokolliert und im Nachgang ausgewertet. Hinweis: In Sachen Leistungsaufnahme messen wir aus technischen Gründen nur die Leistungsaufnahme der gesamten Testplattform.

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