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CPU-Benchmark 2020: Prozessoren im Vergleich-Test

18.06.2020 | 09:20 Uhr | Sebastian Schenzinger

AMD Ryzen oder doch lieber Intel Core? Mit unserem CPU-Vergleichs-Test 2020 finden Sie den optimalen Prozessor. Zudem geben wir anhand unserer Benchmarks Kaufempfehlungen für jeden Preisbereich.

Der Prozessor ist die zentrale Recheneinheit - quasi das Herzstück - eines jeden Computers. Jahrelang konnte AMD dem scheinbar übermächtigen Konkurrenten Intel bei Desktop-Prozessoren kaum etwas entgegensetzen - in der Ober- und Mittelklasse regierte der Halbleiter-Riese nach Belieben. Doch mit den Ryzen- und Threadripper-CPUs der 3. Generation hat es AMD tatsächlich geschafft, das Blatt zu wenden und den Erzkonkurrenten Intel in vielen Bereichen zu überholen. Wir haben die aktuellen Desktop-CPUs von AMD und Intel im Test, um Ihnen die Kaufentscheidung anhand unserer Performance-Messungen zu erleichtern. Einen schnellen Überblick über die derzeit besten CPUs liefert die folgende Bildergalerie:


Update: 02.06.2020

Auf dem CPU-Markt hat sich in den letzten 12 Wochen einiges getan. Intel hat seine 10. Generation der Core-i-Prozessoren - Comet Lake-S - veröffentlicht ( zum Testbericht ) und von AMD gibt es mit dem Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X zwei neue Einsteigermodelle ( zum Testbericht ). Um eines vorneweg zu nehmen, der 10-Kerner ist die neue schnellste Gaming-CPU. Die zwei zusätzlichen Kerne und den höheren Takt hat sich Intel jedoch mit einer ziemlich hohen Leistungsaufnahme erkauft. Sobald wir weitere Test-Samples der Come Lake-S Prozessoren in die Hände bekommen haben, liefern wir unsere Messwerte entsprechend nach. Wenn Sie sich eher zu den preisbewussten Gamern zählen, sollten Sie einen Blick auf die beiden neuen CPUs von AMD werfen.

An den Preisen der meisten Prozessoren hat sich in den letzten zwei bis drei Monaten wenig verändert. Den größten Preissturz haben der Core i9-9900 (-39 Euro) und der Ryzen 9 3900X (-33 Euro) erlebt. Bei den AMD-Modellen Ryzen 5 3600X (-19 Euro), Ryzen 7 3700X (-11 Euro) und Ryzen 5 3400G (-10 Euro) können Sie auch noch etwas Geld einsparen. Teurer geworden sind hingegen vor allem der Intel Core i3-9350KF (+16 Euro) und der Core i7-9700KF (+10 Euro). An unseren Kaufempfehlungen hat sich dadurch allerdings nichts verändert.

Laut aktuellen Gerüchten arbeitet AMD derzeit am Refresh seiner Zen-2-CPUs als Antwort auf die Comet Lake-S Prozessoren. So sollen angeblich im Juli drei neue Modelle mit den Namen Ryzen 5 3600XT, Ryzen 7 3800XT und Ryzen 9 3900XT auf den Markt kommen. Die Taktraten sollen dabei um 200 bis 300 MHz höher liegen als bei den bisherigen Modellen. Ob AMD hierfür die TDP erhöht und wie sich das auf die Leistung auswirkt, muss sich allerdings erst noch zeigen - sollten sich diese Gerüchte überhaupt bewahrheiten.


2020 - das Ende der Quad-Cores?

AMD hat seine Ryzen Prozessoren mit jeder neuen Generation stetig optimiert und an den IPC (Instructions per Cycle) sowie dem Boost-Takt geschraubt. Dennoch haben die Konkurrenzprodukte von Intel beim Gaming nach wie vor die Nase vorne - wenn auch nur noch knapp. Das liegt daran, dass viele Spiele immer noch von einer hohen Taktrate mehr profitieren als von vielen Rechenkernen. Allerdings legen die Spielehersteller bei ihren Produkten immer mehr Wert auf den Support von Multi-Cores. Das hat zur Folge, dass bereits im Jahr 2020 ein Quad-Core je nach Spiel an seine Grenzen stoßen kann.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Intel Core i3-9350K - ein Quad-Core ohne Simultaneous Multithreading. Im Spiel Metro Exodus, welches nur wenige CPU-Kerne beansprucht, rechnet der Core i3-9350K nur minimal langsamer als sein großer Bruder, der Core i5-9600K, und kann sogar AMDs Ryzen 5 3600X schlagen. Werfen wir jedoch einen Blick auf die FPS-Werte von The Division 2, dann können wir einen signifikanten Einbruch erkennen. Plötzlich liegt der Quad-Core über 40 Prozent hinter dem Hexa-Core zurück und sogar AMDs APU Ryzen 5 3400G zieht Dank Simultaneous Multithreading vorbei - bei deutlich niedrigeren Taktraten. Ein sehr ähnliches Bild zeigte sich auch beim Test des AMD Ryzen 3 3100 und des Ryzen 3 3300X.

Gerade die Tatsache, dass die kommenden Konsolen in Form der Xbox Series X und der PlayStation 5 einen Octa-Core-Prozessor auf Basis von Zen 2 verbaut haben sollen, spricht dafür, dass viele CPU-Kerne in Zukunft immer wichtiger sein werden. Aus diesen beiden Gründen können wir Quad-Cores (gerade ohne Simulataneous Multithreading) für Gamer nur noch sehr eingeschränkt empfehlen. Deshalb hat uns AMDs Schritt, mit dem Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X zwei neue Quad-Cores auf den Markt zu bringen, eher überrascht.


Spiele-Performance der Prozessoren auf einen Blick

In der folgenden Bildergalerie finden Sie die durchschnittliche Spieleleistung der Prozessoren in Full-HD und in QHD. Um einen möglichst fairen Vergleich zu ermöglichen, testen wir alle CPUs nach unserem neuen Testverfahren unter den gleichen Voraussetzungen in zehn Spielen aus den unterschiedlichsten Genres. Unsere detaillierten Messergebnisse können Sie am Ende des Artikels finden.
Durch die Pfeile können Sie in zwischen den Messergebnissen in Full-HD und QHD umschalten. Mit einem Klick auf "zur Bildergalerie-Großansicht" in der rechten unteren Ecke gelangen Sie zu einer besser lesbaren Version der Diagramme.

Hinweis: Für die Comet Lake-S Prozessoren kam als Mainboard ein ASUS ROG Maximus XII Extreme zum Einsatz.

In der Full-HD-Auflösung (1920 x 1080) kann sich der Intel Core i9-10900K mit einem Vorsprung von knapp zehn Prozent vor AMDs schnellster Gaming-CPU, dem Ryzen 9 3950X, an die Spitze setzen. Abgesehen vom Hexa-Core i5-9400 und den beiden Quad-Cores i3-9350K und i3-9100 liegen tatsächlich alle Intel Prozessoren vor den Konkurrenzprodukten. Bei zunehmender Auflösung spielt die CPU-Leistung jedoch eine immer geringere Rolle, da die Grafikkarte der limitierende Faktor ist. Trennen den Ryzen 5 3600X vom Intel Core i9-10900K in Full-HD noch 15 Prozent, so sind es in QHD (2560 x 1440) nur noch zehn Prozent. Erhöhen wir die Auflösung weiter auf UHD (3840 x 2160), dann beträgt der Leistungsunterschied sogar nur noch drei bis vier Prozent. Aus diesem Grund haben wir auch davon abgesehen, alle Prozessoren zusätzlich noch in 4K zu testen.

Zusammenfassend lässt sich folgendes sagen: AMD kommt Intel mit Zen 2 in der Spiele-Performance zwar sehr nahe, wenn Sie jedoch die bestmögliche Spiele-Leistung haben wollen, müssen Sie nach wie vor zu einer Intel-CPU greifen. Diesen Vorsprung hat Intel mit Comet Lake-S noch einmal etwas erhöht. Je höher Ihre angestrebte Monitorauflösung ist, desto "unwichtiger" ist die Leistung des Prozessors, um möglichst hohe FPS-Werte zu erhalten. Dementsprechend lohnt es sich mehr, in eine teurere Grafikkarte als in einen teureren Prozessor zu investieren. Aber wie sieht es denn aus, wenn Sie mit Ihrem System nicht nur zocken, sondern auch produktiv arbeiten wollen.


Diese Anwendungen profitieren von mehr CPU-Kernen

Von mehr CPU-Kernen profitieren seit jeher Anwendungen aus dem Multimedia-, Industrie- und Wissenschaftsbereich. Auf diese Weise erfolgt zum Beispiel eine schnellere Verarbeitung von hochaufgelösten Fotos oder Videos. Auch das Verschlüsseln und Komprimieren von Daten geht dank mehreren CPU-Kernen flotter. Wenn Sie gerne Spiele streamen, profitieren Sie ebenso von vielen Rechenkernen, da Sie den Stream auf der CPU berechnen lassen können und somit Last von der Grafikkarte nehmen. Folgende Grafik veranschaulicht die durchschnittliche Single-Core und Multithreading-Leistung der Prozessoren aus sieben Benchmarks.

Wenig verwunderlich haben der AMD Ryzen 9 3950X und der Ryzen 9 3900X bei diesen Tests deutlich die Nase vorne. Doch auch die restlichen Prozessoren von AMD veweisen die Konkurrenz von Intel auf ihre Plätze. Hinweis: Die hell visualisierten Prozessoren konnten wir mangels Test-Samples leider noch nicht nach dem neuen Testverfahren prüfen.
Vergrößern Wenig verwunderlich haben der AMD Ryzen 9 3950X und der Ryzen 9 3900X bei diesen Tests deutlich die Nase vorne. Doch auch die restlichen Prozessoren von AMD veweisen die Konkurrenz von Intel auf ihre Plätze. Hinweis: Die hell visualisierten Prozessoren konnten wir mangels Test-Samples leider noch nicht nach dem neuen Testverfahren prüfen.

Wenig verwunderlich führen der Ryzen 9 3950X und der Ryzen 9 3900X das Feld deutlich an. Das Erstaunliche daran ist, dass die Single-Core-Performance und die damit verbundene Spieleleistung trotzdem sehr hoch ausfallen. In der Vergangenheit haben sowohl AMD als auch Intel auf eine Consumer-Plattform und auf eine High-End-Desktop-Plattform (HEDT) gesetzt. Daran hat AMD im Grunde auch nichts geändert, da es mit AM4 weiterhin ein Consumer-Produkt und mit sTRX4 eine Plattform für Kreative gibt - aber die bisher klar definierte Grenze ist verschwommen.

Früher galt: Consumer-Produkte sind gut fürs Gaming auf Grund ihrer hohen Taktraten, aber wegen der geringen Kernanzahl nur bedingt für Videoschnitt oder 3D-Rendering geeignet. HEDT-Prozessoren wiederum zeichneten sich durch viele CPU-Kerne bei vergleichsweise geringem Takt aus, wodurch sie im Gaming-Bereich deutlich das Nachsehen hatten. Wenn Sie also sowohl zocken als auch produktiv arbeiten wollten, haben Sie bisher entweder zwei PCs benötigt oder in einem der Bereiche deutliche Abstriche bei der Rechenleistung hinnehmen müssen. Mit dem Ryzen 9 3950X und dem Ryzen 9 3900X ist das nicht länger der Fall, da die beiden Prozessoren das beste aus beiden Welten vereinen.

Intel ist mit der Veröffentlichung der Comet Lake-S Prozessoren einen wichtigen Schritt gegangen und hat allen Core-i-CPUs Hyper-Threading spendiert. Bei der neunten Generation war dies noch den Core-i9-Modellen vorbehalten. Dadurch steigt vor allem die Anwendungsleistung deutlich wie der Vergleich zwischen dem Core i5-9600K und dem Core i5-10600K zeigt. Für das Konkurrenzmodell von AMD, den Ryzen 5 3600X, reicht es jedoch trotz höherer Taktraten nicht ganz.


Leistungsaufnahme der Prozessoren

Bei jeder neuen CPU-Generation stellt sich die Frage: Haben die Hersteller die Mehrleistung durch eine Verbesserung der Architektur erzielt oder indem sie eine höhere Leistungsaufnahme in Kauf genommen haben. Im Idle oder bei geringer Auslastung sind die Prozessoren mittlerweile alle sehr gut optimiert und nehmen nur noch wenige Watt auf. Aber wie sieht es bei einer Spiele-Session oder einem Rendering-Programm aus? Wir haben uns dieser Frage angenommen und die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Spiel Shadow of the Tomb Raider sowie die maximale Leistungsaufnahme beim Multi-Core-Rendering in Cinebench R15 ermittelt. Die Ergebnisse sehen Sie in folgender Bildergalerie.

Bei der durchschnittlichen Spieleleistung lässt sich beobachten, dass die Prozessoren mit Simultaneous Multithreading effizienter arbeiten als die Prozessoren ohne virtuellen Kerne. So liegt der Ryzen 5 3600X vor dem Core i5-9600K und der Core i9-9900K vor dem Core i7-9700K. Der Ryzen 9 3950X und der Ryzen 9 3900X benötigen dagegen im Schnitt 20 Watt mehr als der Core i9-9900K, obwohl Spiele so viele Cores aktuell noch gar nicht ansprechen können.

Bei maximaler Auslastung zeigt sich, wie effizient die neuen Ryzen Prozessoren arbeiten. Im Cinebench R15 trennen den Ryzen 7 3700X nur wenige Punkte vom Intel Core i9-9900K, die maximale Leistungsaufnahme fällt dabei aber 33 Prozent niedriger aus. Nur knapp über der maximal gemessenen Wattzahl des Core i9-9900K liegen der Ryzen 9 3950X mit 16-Kernen und der Ryzen 9 3900X mit 12-Kernen, deren Rechenleistung auf Grund der Core-Anzahl im Multi-Threading jedoch deutlich höher ausfällt. Die beiden Neulinge Ryzen 3 3100 und Ryzen 3 3300X passen allerdings nicht ganz in das Schema. Hier liegt die Leistungsaufnahme gerade bei Vollauslastung im Verhältnis zur erbrachten Leistung deutlich höher als bei den großen Brüdern,

Bei den erst kürzlich veröffentlichten Comet Lake-S CPUs fällt die Leistungsaufnahme des Core i5-10600K und des Core i9-10900K teils deutlich höher aus als bei der Vorgängergeneration. Das liegt nicht nur an einer erhöhten TDP (PL1), sondern auch an einem deutlich erhöhtem Power-Limit-2 (PL2). So viel Watt dürfen die neuen Prozessoren über einen Zeitraum von maximal 56 Sekunden gemäß Spezifikation von Intel aufnehmen. Beim Core i9-10900K liegt dieser Wert bei 250 Watt und damit doppelt so hoch wie die TDP von 125 Watt. Beim Core i9-9900K lag der Faktor zwischen PL1 und PL2 noch bei 1,25. Mehr Informationen hierzu bekommen Sie im separaten Testbericht:

Intel Core i9-10900K im Test: Die schnellste Gaming-CPU der Welt - und ein Stromfresser

Unsere Kaufempfehlungen in jedem Preisbereich

Für viele ist es nicht interessant, welcher Prozessor die meiste Leistung für das entsprechende Aufgabenfeld mit sich bringt, sondern welche CPU das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Aus diesem Grund haben wir aus unseren Messwerten einen Preis-Leistungs-Index gebildet. Dieser setzt sich in einem Verhältnis von 70:30 aus der Spieleleistung und der Anwendungsleistung zusammen. Die beste Spiele-CPU und die beste Anwendungs-CPU bilden dabei jeweils den Maßstab mit 100 Punkten. Ein Beispiel: Unser Test-Sieger, der Ryzen 9 3950X hat eine Spiele-Leistung von 90,1 Punkten und eine Anwendungs-Leistung von 100 Punkten. Daraus ergibt sich ein Gesamtwert von 93,07 Punkten. Um das Euro-pro-Leistungs-Verhältnis zu erhalten, teilen wir den aktuellen Straßenpreis (Stand 26.05.2020) jeder CPU durch ihre Gesamtrechenleistung, das Ergebnis sehen Sie in folgender Grafik.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Prozessoren setzt sich aus dem aktuellen Straßenpreis geteilt durch die Spieleleistung und die Anwendungsleistung (Verhältnis 70:30) zusammen. Hinweis: Die hell visualisierten Prozessoren konnten wir mangels Test-Samples leider noch nicht nach dem neuen Testverfahren prüfen.
Vergrößern Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Prozessoren setzt sich aus dem aktuellen Straßenpreis geteilt durch die Spieleleistung und die Anwendungsleistung (Verhältnis 70:30) zusammen. Hinweis: Die hell visualisierten Prozessoren konnten wir mangels Test-Samples leider noch nicht nach dem neuen Testverfahren prüfen.


Einsteiger-CPUs bis 100 Euro

Im Preisbereich bis 100 Euro haben Sie aktuell die Wahl zwischen dem Core i3-9100F (ab 73 Euro), der APU Ryzen 3 3200G (ab 89 Euro) und dem Ryzen 5 1600 [12nm] (ab 103 Euro). Der Intel Core i3-9100F schneidet in unserem Preis-Leistungs-Vergleich zwar am besten ab, allerdings können wir auf Grund der anfangs erwähnten Gründe für das Jahr 2020 einen Quad-Core ohne Hyper-Threading nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Wenn Sie vor haben, vor allem Retro-Spiele oder Indie-Games zu zocken, die nicht so anspruchsvoll sind, dann ist der Core i3-9100F dennoch eine Überlegung wert. 

Zum Ryzen 3 3200G sollten Sie nur dann greifen, wenn Sie sich einen PC ohne dedizierte Grafikkarte zusammenstellen wollen. Als APU ist der AMD Prozessor nämlich Dank der integrierten Grafikeinheit Vega 8 wirklich empfehlenswert. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach einem günstigen und dennoch halbwegs zukunftssicheren Prozessor sind, dann sollten Sie besser zum Ryzen 5 1600 [12nm] greifen, dessen Preis in den letzten Monaten allerdings etwas gestiegen ist, weshalb er aktuell knapp über 100 Euro kostet. Die CPU verfügt über 6 Kerne (12 Threads) und taktet immerhin mit bis zu 3,6 GHz. Sollte Ihnen die Taktfrequenz irgendwann nicht mehr ausreichen, haben Sie sogar noch die Möglichkeit die CPU zu übertakten, das ist bei Intels Einsteiger-CPUs nicht möglich.


Gaming-Einstieg bis 150 Euro

Wenn Sie bereit sind, bis zu 150 Euro auszugeben, haben Sie wiederum fünf Prozessoren zur Auswahl: den Ryzen 5 2600 (ab 119 Euro), den Core i5-9400F (ab 152 Euro) und den den Core i3-9350KF (ab 155 Euro). Die beiden Intel Prozessoren sind in den letzten Wochen im Preis leicht gestiegen, weshalb Sie etwas mehr als 150 Euro ausgeben müssen. Neu hinzugekommen sind der AMD Ryzen 3 3100 (ab 107 Euro) und der Ryzen 3 3300X (ab 128 Euro). Der Ryzen 5 2600 ist nahezu identisch mit dem oben erwähnten Ryzen 5 1600 [12nm] und verfügt nur über einen etwas höheren Basis-Takt und eine etwas geringere Leistungsaufnahme.

Der Core i5-9400F beherrscht zwar kein Simultaneous Multi-Threading, taktet dafür aber im Boost höher. Daraus resultiert eine deutlich höhere Spieleleistung und bei den Anwendungen liegt der Intel Prozessor nur minimal hinter AMDs Konkurrenz, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber etwas schlechter. Der Core i3-9350KF hat den Vorteil sich übertakten zu lassen, ist allerdings nur ein Quad-Core ohne Hyper-Threading und bekommt deshalb keine Empfehlung von uns - auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist deutlich schlechter als bei den anderen Prozessoren dieser Preisklasse. Die erst vor kurzem veröffentlichten Quad-Cores Ryzen 3 3100 und Ryzen 3 3300X können vor allem mit ihrer Spieleleistung überzeugen. Wenn Sie also nur zocken wollen, sollten Sie eines der beiden Modelle in Betracht ziehen, wenn Sie mehr Rechenkerne benötigen ist der Ryzen 5 1600 [12nm] beziehungsweise der Ryzen 5 2600 die bessere Wahl.


Preis-Leistungs-Prozessoren bis 200 Euro

Weiter geht es mit vielen Prozessoren bis 200 Euro: Core i3-9300F (ab 165 Euro),  Ryzen 5 3400G (ab 165 Euro), Ryzen 5 3600 (ab 166 Euro), Core i3-9320 (ab 180 Euro), Core i5-10400F (ab 183 Euro), Core i5-9500 (ab 188 Euro), Ryzen 5 3600X (ab 189 Euro) und Core i5-9600KF (ab 190 Euro). Auf den ersten Blick sieht das nach einer sehr großen Auswahl aus, tatsächlich fallen aber viele Prozessoren weg, weil sie aktuell schlichtweg zu teuer sind. So sind der Core i3-9300F und der Core i3-9320 langsamer als der Core i5-9400 und trotzdem teurer. Der Core i5-9500 taktet zwar minimal höher als der Core i5-9400, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber auch hier deutlich schlechter. Das gleiche gilt für AMDs APU Ryzen 5 3400G, deren Preis seit mehreren Monaten deutlich zu hoch liegt, weshalb wir keine Kaufempfehlung aussprechen können.

Bleiben also nur der Ryzen 5 3600(X), der Core i5-9600KF und der neue Core i5-10400. Aus der Preis-Leistungs-Sicht liegt der Ryzen 5 3600 vorne, wenn Sie eine höhere Spieleleistung wollen, ist der Core i5-9600KF die bessere Wahl. Der Ryzen 5 3600X ist letztendlich nur ein ab Werk übertakteter Ryzen 5 3600, welcher durch den höheren Takt eine etwas bessere Performance abliefert. Den Aufpreis von 23 Euro rechtfertigt das aber in keiner Weise, vor allem weil Sie den Ryzen 5 3600 auch manuell übertakten können und dann die gleiche Leistung wie beim Ryzen 5 3600X erhalten. 

In Full-HD mag der Core i5-9600KF aktuell zwar noch zehn Prozent mehr Leistung bei Spielen bieten, das dürfte sich aber schnell ändern, wenn die nächste Konsolengeneration Ende des Jahres erhältich ist und Spiele auf mehrere Kerne hin optimiert werden. Das deutlich zukunftssichere Produkt ist also der Ryzen 5 3600 - und wenn Sie (zukünftig) in einer höheren Auflösung wie QHD spielen wollen, dann merken Sie in der Praxis jetzt schon nahezu keinen Leistungsunterschied zwischen dem Core i5-9600K und dem Ryzen 5 3600. Eine interessante Alternative ist Intels neuer Core i5-10400F . In Spielen rechnet die CPU fünf Prozent schneller als der Hexa-Core von AMD, liegt in Anwendungen dann allerdings um zwölf Prozent hinten und kostet aktuell auch 17 Euro mehr.


Zukunftssichere Prozessoren ab 300 Euro

Nach den Prozessoren bis 200 Euro gibt es einen größeren Sprung. Es gibt zwar noch zwei Prozesoren bis 250 Euro, den Core i5-10500 (ab 240 Euro) und den Core i5-9600 (ab 240 Euro) aber empfehlen können wir beide nicht.  Der Core i5-9600 ist teurer als der Core i5-9600KF, langsamer und lässt sich nicht übertakten - also die deutlich schlechtere Wahl. Der Core i5-10500 taktet nur um 200 MHz höher als der Core i5-10400F, den Aufpreis von satten 57 Euro ist das nicht wert.

Wir müssen also den Preisbereich bis auf 400 Euro erweitern, um wieder empfehlenswerte Modelle zu finden. Hier versammeln sich der Ryzen 7 3700X (ab 289 Euro), der Ryzen 7 3800X (ab 319 Euro), der Core i7-9700F (ab 320 Euro) und der Core i7-9700K (ab 380 Euro). Alle Prozessoren sind Octa-Cores, die beiden Intel CPUs unterstützen allerdings kein Simultaneous Multithreading und der Core i7-9700F lässt sich obendrein als einziger nicht übertakten. Neu hinzugekommen ist Intels Core i5-10600KF (ab 279 Euro), ein Hexa-Core mit Hyper-Threading und recht hohen Taktraten,

Unsere Empfehlung in diesem Preissegment ist der Ryzen 7 3700X , er bietet eine gute Spieleleistung, liegt in der Multithreading-Performance auf Augenhöhe mit dem deutlich teureren Core i9-9900K und ist zudem zukunftssicher. Das liegt daran, dass der Ryzen 7 3700X in einer etwas abgewandelten Form auch in den kommenden Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5 zum Einsatz kommt. Wenn Sie mit Ihrem PC nur zocken wollen, sollten Sie zum Core i5-10600K greifen. Dieser bietet je nach Auflösung eine sechs bis neun Prozent höhere Spieleleistung, im Anwendungsbereich hat er dann allerdings deutlich das Nachsehen. In unserem Preis-Leistungs-Ranking liegt er sogar vor dem Ryzen 7 3700X. Der ältere Core i7-9700K liefert sowohl in Spielen als auch in Anwendungen einen vergleichbare Leistung, ist allerdings deutlich teurer und bekommt deshalb keine Empfehlung mehr. Vom Ryzen 7 3800X raten wir ebenso ab, sofern er nicht zum gleichen oder günstigeren Preis als der Ryzen 7 3700X erhältlich ist. Letztendlich ist es nämlich nur ein ab Werk übertakteter Ryzen 7 3700X.

Das Beste vom Besten ab 400 Euro

Kommen wir schlussendlich zu den leistungsstärksten Consumer-CPUs ab 400 Euro: Ryzen 9 3900X (ab 425 Euro), Core i9-9900 (ab 439 Euro), Core i7-10700(K)F (ab 449 Euro), Core i9-9900KF (ab 513 Euro), Core i9-10900KF (ab 549 Euro) und Ryzen 9 3950X (ab 769 Euro). Hier hängt eine Empfehlung sehr stark vom Anwendungsgebiet ab - gut sind alle CPUs. Wenn Sie die beste Gaming-CPU Ihr Eigen nennen wollen, dann sollten Sie zum Core i9-10900K oder dem Vorgänger, dem  Core i9-9900KF , welcher ein etwas besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, greifen. Der 79 Euro günstigere Core i9-9900 ist zwar auch eine Option, allerdings fehlt der CPU die Möglichkeit zum Übertakten, was in diesem Preissegment schon möglich sein sollte. Der Core i7-10700KF ist der direkte Nachfolger des Core i9-9900K. Wir konnten ihn zwar leider noch testen, gehen aber von einer vergleichbaren Leistung aus. Durch den günstigeren Preis wäre diese CPU dann die bessere Wahl als der Core i9-9900K.

Wenn Sie mit Ihrem PC nicht nur zocken sondern auch produktiv arbeiten wollen, dann sollten Sie zum Ryzen 9 3900X greifen. Dieser eignet sich dank seiner 12 CPU-Kerne auch ideal für Streamer. Der AMD Prozessor ist in Spielen - gerade ab QHD-Auflösung - nur unwesentlich langsamer als der Core i9-10900K, dabei allerdings 124 Euro günstiger und in Anwendungen, welche 24 Threads ansprechen können, dem Intel Konkurrenten überlegen. Der Ryzen 9 3950X schließlich ist unser aktueller Test-Sieger, allerdings richtet er sich auch an ein sehr spezielles Publikum. Hier sollten Sie nur zugreifen, wenn Sie Anwendungen benutzen, die alle 16 Kerne (32 Threads) auch ansprechen können, ansonsten sind der Ryzen 9 3900X oder der Core i9-9900KF die bessere Wahl.


Mehr Prozessor-Leistung durch Übertakten

Wer seiner CPU zusätzliche Leistung gratis entlocken will, sollte sich für einen Prozessor mit freiem Multiplikator entscheiden. Der Multiplikator multipliziert den Systemtakt und definiert letztendlich den Standard-Takt. Beim Intel Core i9-9900K setzt er sich beispielsweise so zusammen: 100 MHz Systemtakt x 36 (Multiplikator) = 3600 MHz respektive 3,6 GHz Basistakt. Ist der Multiplikator entsperrt, kann er einfach nach oben geschraubt werden, was die Taktfrequenz erhöht. Jedoch brauchen Sie dafür ein passendes Mainboard, das OC unterstützt, eine bessere Kühlung und möglicherweise auch ein stärkeres Netzteil.

AMD kann bei seinen Ryzen-Prozessoren mit einer Besonderheit aufwarten: Alle Modelle aus Zen-Generationen verfügen über einen entsperrten Multiplikator - egal ob es sich um den Ryzen 1600 [12nm] für 103 Euro oder den 16-Core Ryzen 9 3950X für 769 Euro handelt. Bei Intel ist das nicht der Fall. Hier müssen Sie Ausschau nach einem K oder X(E) in der Modellbezeichnung halten. Bei Zweiterem handelt es sich um die Extreme-Versionen, die nur auf den HEDT-Plattformen zum Einsatz kommen.

Ein weiterer Vorteil bei AMD ist, dass alle Mainboard-Chipsätze - abgesehen vom A320 - OC unterstützen. Sie sollten beim Kauf dennoch darauf achten, dass die Spannungswandler des Motherboards sinnvoll gekühlt sind, wenn Sie übertakten wollen. Bei Intel müssen Sie zu einem Mainboard mit Z-Chipsatz (aktuell Z490) greifen, um übertakten zu können.


Aktuelle CPU-Technik: Diese Begriffe sollten Sie kennen

Abkürzungen bei Intel: F, K, T, U, H, X und XE
Das Kürzel F bezeichnet alle Intel Prozessoren ohne integrierte Grafikeinheit. Alle CPUs mit K in der Bezeichnung können Sie manuell übertakten. Wenn Sie einen stromsparenden Desktop zusammenbauen wollen, halten Sie nach dem Kürzel T Ausschau, die CPUs sind nämlich auf 35 Watt TDP limitiert. Die Prozessoren mit H im Namen finden in Laptops ihren Einsatz und dürfen sich 35-45 Watt Leistungsaufnahme genehmigen. In Ultrabooks kommen dagegen die U-Modelle mit 15 Watt TDP zum Einsatz. Die High-End-Desktop-Prozessoren tragen das Kürzel X beziehungsweise XE und lassen sich übertakten.

Abkürzungen bei AMD: G, X, H und U
Bei AMD sind die Kürzel sehr ähnlich. H und U kommen ebenso nur in Mobilgeräten zum Einsatz und beschreiben eine beschränkte TDP auf 35 respektive 15 Watt. Desktop-CPUs mit einem X im Namen sind von Haus aus höher getaktet, im Gegensatz zu Intel lassen sich aber auch Prozessoren ohne dieses Suffix übertakten. Alle APUs von AMD tragen das Kürzel G, das bedeutet, dass diese CPUs über eine integrierte Grafikeinheit verfügen.

Level-3-Cache: Hierbei handelt es sich um einen Pufferspeicher, der sich zwischen dem Prozessor und dem Arbeitsspeicher befindet. Darin speichert der Prozessor die wichtigsten Befehle zwischen, damit die CPU nicht auf den langsameren Arbeitsspeicher zurückgreifen muss, da sonst eine Verzögerung im Programmablauf entsteht. Der Cache innerhalb von Prozessoren teilt sich in mehrere Stufen auf und übernimmt teilweise auch zusätzliche Aufgaben als nur das reine Zwischenspeichern. Der Level-3-Cache spielt insbesondere bei Mehrkernprozessoren eine wichtige Rolle, da er die vorhergehenden Caches miteinander abgleicht, um die Daten konsistent zu erhalten. Auf diese Weise vereinfacht und beschleunigt der L3-Cache den Datenaustausch zwischen den CPU-Kernen. AMD hat bei der Ryzen-3000-Generation großen Wert auf den L3-Cache gelegt und diesen im Vergleich zu den Vorgängern verdoppelt bis sogar vervierfacht. AMDs Bezeichnung für den L3-Cache lautet auch Game-Cache.

Multi-Core: Dieser Ausdruck bedeutet, dass sich in einem Prozessor mehrere CPU-Kerne befinden. Passende Anwendungen können somit die Aufgaben auf mehrere Kerne verteilen, um sie schneller abarbeiten zu können.

Simultaneous Multithreading: Diese Technik wird auch oft mit SMT abgekürzt und steht für die Fähigkeit eines Prozessors, mehrere Aufgaben (Threads) gleichzeitig verarbeiten und damit schneller berechnen zu können. SMT stellt jedem Rechenkern dafür einen virtuellen Partner zur Seite. Intel nennt diese Technik Hyperthreading, AMD nutzt die offizielle Bezeichnung.

Sockel: Der Sockel ist der Steckplatz für den Prozessor, der sich auf dem Mainboard befindet. Erst der Sockel stellt die Verbindung zum System über den direkten Kontakt her. Verschiedene Prozessorgenerationen setzen in der Regel auch neue Sockel voraus, da sich häufig die Anzahl und die Anordnung der Kontakte und auch die Betriebsspannung der Chips ändern. Alte CPUs passen also nur selten in neue Sockel und umgekehrt. Bei Intel ist ein geläufiger Sockel beispielsweise 1151v2, bei AMD ist es AM4.

Chipsatz: Für jeden Sockel sind unterschiedliche Chipsätze verfügbar. Diese unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer internen und externen Anschlussanzahl (wie zum Beispiel USB oder SATA), der Anzahl der unterstützen PCIe-Lanes oder auch der Möglichkeit zu übertakten.

TDP: Die „Thermal Design Power“ bezeichnet die maximale Verlustleistung eines Prozessors in Watt. Mit dieser Angabe definieren die Hersteller die maximal abgegebene Wärmeleistung eines Prozessors, die etwas unterhalb der maximalen, elektrischen Leistungsaufnahme liegt. So bezieht sich die TDP beispielsweise auch auf die höchstmögliche Kernspannung und die Temperatur einer CPU. Allerdings herrscht kein einheitlicher Standard bei der Angabe der TDP. Genau so wenig sagt der Wert auch etwas über den Stromverbrauch der CPU in unterschiedlichen Betriebszuständen aus. Oft steht die TDP für die maximale Abwärme bei Nutzung durchschnittlicher Programme, weshalb rechenintensivere Anwendungen wie Spiele diesen Wert oft überschreiten. Dennoch ist sie ein guter Hinweis darauf, um ein System planen zu können.

PL1:  Intel bezeichnet die TDP der CPU im BIOS gerne auch als Power-Limit-1 (PL1). Bei den Comet Lake-S Prozessoren gibt dieser Wert an, wie viel Watt die CPU dauerhaft aufnehmen darf. Dadurch kann es auch passieren, dass sich die CPU heruntertaktet, um den PL1-Wert nicht zu überschreiten.

PL2:  Die Core-i-K-Prozessoren dürfen über einen fest definierten Zeitraum mehr Watt aufnehmen als beim Wert PL1 definiert ist. So liegt das Power-Limit-2 des Core i9-10900K zum Beispiel bei 250 Watt und damit doppelt so hoch wie der PL1-Wert. Bei der neunten Generation der Core-i-Modelle lag der Faktor zwischen PL1 und PL2 noch bei 1,25.

Tau:  Dieser Wert gibt an, über welchen Zeitraum das PL2 anliegen darf. Bei den Comet Lake-S Prozessoren gibt Intel in den Spezifikationen 56 Sekunden an, bei Coffee Lake-R lag dieser Wert noch bei 28 Sekunden.

Thermal Throtteling: Dieses Phänomen tritt ein, wenn der Prozessor kritische Temperaturen erreicht und zum Selbstschutz die Taktraten herunterfährt. Mit dieser Drosselung gehen auch gewisse Leistungseinbußen daher. Im schlimmsten Fall schaltet sich die CPU dank interner Schutzmechanismen automatisch ab, um irreparable Schäden zu vermeiden.

Turbo-Taktrate: Alle aktuellen Prozessoren von AMD und Intel verfügen nicht nur über eine grundlegende Taktfrequenz, sondern auch über einen sogenannten Turbo-Takt. Bei AMD heißt die Technik „Turbo Core“, bei Intel „Turbo Boost“, die bei beiden Herstellern ähnlich funktionieren. Dieser Turbo übertaktet den Prozessor vollautomatisch über die Basis-Taktrate hinaus, um Software, die nicht auf Multicore-Ausführung angepasst ist, schneller verarbeiten zu können.

Der Unterschied zum manuellen Übertakten ist der, dass der Turbo-Takt nur temporär zum Einsatz kommt und keine heftigen Performance-Schübe ermöglicht. Außerdem bewegt sich der Turbo immer im Rahmen der erweiterten TDP.

XFR: Bei AMDs neuen Prozessoren auf Basis der Zen-Architektur stößt man häufig auf diese Abkürzung, die ausgeschrieben „Extended Frequency Range“ bedeutet. Damit bezeichnet der Hersteller eine Übertaktungstechnik, die die Taktraten über den angegebenen Turbo-Takt hinaus anhebt – sofern für eine ausreichende Kühlung gesorgt ist und genügend Energiereserven zur Verfügung stehen. Bei Ryzen-CPUs mit einem X in der Modellbezeichnung taktet XFR etwas höher als bei Modellen ohne diesen Zusatz im Namen.


Unsere Messergebnisse auf einen Blick

Folgend können Sie alle FPS-Werte finden, die wir in den zehn Spielen Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2 ermittelt haben. Die angegebenen Zahlen stellen dabei den Mittelwert aus drei Testdurchläufen dar, um Messfehler auszuschließen und Messtoleranzen auszugleichen. Die Messungen erfolgen bei höchsten Spieldetails in den zwei Auflösungen Full-HD und QHD. Da wir noch nicht alle aufgeführten Prozessoren mangels eines Test-Samples durch unseren neuen Test-Parcours jagen können, fehlen in den folgenden Tabellen einige Modelle.

Spieleleistung FHD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

Ryzen 5 3400G

58,7

84,3

61,6

133,3

91,7

115,4

70,4

80,7

93,3

114,8

Ryzen 3 3100

69,2

90,3

65,5

143,2

99,3

137,8

86,0

85,0

108,3

126,7

Ryzen 3 3300X

75,8

100,9

75,4

173,5

119,6

161,1

96,6

88,0

124,8

136,5

Ryzen 5 3600X

78,6

101,1

84,2

171,1

120,5

160,5

89,2

89,9

130,3

145,4

Ryzen 7 3700X

79,5

104,5

95,0

174,9

121,6

162,6

90,3

89,5

133,8

149,6

Ryzen 9 3900X

80,4

106,1

100,4

179,7

127,1

166,9

90,7

89,7

135,3

150,3

Ryzen 9 3950X

80,7

106,3

101,3

181,4

132,3

168,6

91,7

91,3

138,4

152,1

Core i5-9400

75,7

107,4

84,4

174,8

130,6

169,2

96,8

94,3

132,7

137,9

Core i5-9600K

81,7

111,7

92,1

185,5

140,0

178,9

98,5

94,4

137,6

145,7

Core i7-9700K

83,3

113,3

108,7

191,0

149,3

187,2

100,5

94,8

151,5

154,6

Core i9-9900K

86,3

115,3

112,5

195,0

154,8

182,6

99,0

94,8

155,2

154,4

Core i9-9900KS

86,6

115,9

114,8

197,2

164,1

184,1

97,5

95,2

154,8

156,2

Core i5-10600K

82,0

109,3

98,7

194,0

147,0

178,3

104,3

94,0

145,5

149,6

Core i9-10900K

86,6

113,9

123,6

207,8

161,1

190,3

102,5

97,5

155,5

148,0

Spieleleistung QHD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

Ryzen 5 3400G

51,8

71,5

59,9

118,9

87,3

110,9

64,7

65,6

90,4

102,1

Ryzen 3 3100

61,5

75,6

65,0

140,4

88,1

134,6

78,0

71,7

100,9

97,0

Ryzen 3 3300X

64,4

78,2

74,9

147,2

112,3

149,4

80,3

71,8

109,8

97,8

Ryzen 5 3600X

68,3

78,7

83,9

149,1

113,3

148,9

72,1

66,7

113,4

110,0

Ryzen 7 3700X

70,0

80,0

98,3

150,2

117,7

148,5

73,0

67,0

114,8

111,4

Ryzen 9 3900X

69,9

79,8

99,2

149,8

117,8

151,2

73,3

67,8

115,9

113,3

Ryzen 9 3950X

70,5

80,2

102,1

150,9

117,8

153,3

74,0

69,4

116,1

112,8

Core i5-9400

73,1

81,4

81,9

138,7

112,6

155,5

78,8

76,4

113,3

106,4

Core i5-9600K

74,2

81,5

88,7

158,1

118,8

159,0

80,1

76,1

114,8

106,0

Core i7-9700K

74,6

81,9

99,0

156,7

125,5

162,2

76,8

75,9

117,4

106,2

Core i9-9900K

76,8

82,3

100,4

160,2

126,4

160,1

78,2

76,1

116,5

106,9

Core i9-9900KS

76,7

82,7

100,5

162,9

136,2

159,4

78,6

76,0

117,6

107,2

Core i5-10600K

72,1

81,4

92,1

158,0

130,2

162,6

83,3

75,6

118,6

102,6

Core i9-10900K

74,9

82,0

121,3

155,2

137,6

159,7

84,0

75,0

116,8

101,0

Die CPUs müssen sich bei uns nicht nur in Spielen, sondern auch in synthetischen Benchmarks und praxisnahen Anwendungstests beweisen. Auch diese Messergebnisse bilden sich aus einem Durchschnitt von drei Testdurchläufen.

Anwendungsleistung

7-Zip Benchmark (MIPS)

Blender Benchmark (min)

Cinebench R15 Single Core (cb)

Cinebench R15 Multi Core (cb)

Cinebench R20 Single Core (cb)

Cinebench R20 Multi Core (cb)

Handbrake (min)

Ryzen 5 3400G

33397

37:52:49

158

886

390

1990

79:51

Ryzen 3 3100

39447

34:30:10

179

1009

446

2328

63:24

Ryzen 3 3300X

44191

30:39:56

202

1113

501

2566

60:15

Ryzen 5 3600X

61434

21:19:91

204

1635

507

3739

40:34

Ryzen 7 3700X

80004

16:08:95

206

2109

504

4856

31:25

Ryzen 9 3900X

109049

11:13:55

211

3037

509

6923

22:13

Ryzen 9 3950X

129756

08:23:43

210

3908

532

9117

18:21

Core i5-9400

37821

34:22:58

173

950

423

2318

60:03

Core i5-9600K

41779

31:03:21

199

1049

484

2601

53:37

Core i7-9700K

57202

21:47:01

210

1495

508

3664

38:10

Core i9-9900K

71864

15:20:49

215

2037

514

4898

30:19

Core i9-9900KS

73770

15:17:75

215

2145

514

4952

29:52

Core i5-10600K

57275

21:28:09

207

1475

504

3618

41:19

Core i9-10900K

89382

13:46:12

227

2612

535

6068

28:04

Neben der rohen Rechenleistung ist natürlich auch die Leistungsaufnahme der Prozessoren interessant. Diese ermitteln wir in den folgenden Szenarien: Idle (Desktop-Betrieb), die Wiedergabe eines YouTube-Video in Full-HD, der durchschnittliche Verbrauch in zehn Minuten Gameplay sowie der Maximalverbrauch mit dem Titel Shadow of the Tomb Raider und der Maximalverbauch bei Cinebench R15.

Leistungsaufnahme

Idle (W)

Full-HD YouTube (W)

Shadow of the Tomb Raider avg (W)

Shadow of the Tomb Raider max (W)

Cinebench R15 max (W)

Ryzen 5 3400G

5,0

9,4

44,7

59,5

71,5

Ryzen 3 3100

16,6

26,7

48,6

55,9

62,4

Ryzen 3 3300X

15,9

25,5

49,4

67,2

74,5

Ryzen 5 3600X

14,5

24,2

51,4

67,2

82,3

Ryzen 7 3700X

14,3

22,8

61,6

77,2

90,0

Ryzen 9 3900X

13,5

35,2

86,5

97,7

145,3

Ryzen 9 3950X

16,8

36,2

83,5

112,4

143,1

Core i5-9400

7,4

8,3

53,7

63,1

69,6

Core i5-9600K

7,4

7,9

52,4

60,2

71,1

Core i7-9700K

7,4

8,3

66,0

87,0

111,6

Core i9-9900K

7,9

9,4

62,5

85,4

135,6

Core i9-9900KS

7,9

9,4

74,3

102,0

159,2

Core i5-10600K

8,2

18,6

64,3

78,9

106,6

Core i9-10900K

8,8

14,3

103,0

128,2

217,2

So testet PC-WELT Prozessoren

Wir testen alle Prozessoren unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel: Wie PC-WELT Grafikkarten testet

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