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Coincheck: Größter Kryptowährungsraub in der Geschichte

29.01.2018 | 15:12 Uhr |

Am vergangenen Freitag ereignete sich bei der japanischen Kryptowährungs-Wallet Coincheck der bislang größte Kryptowährungsraub.

Am Morgen des 26. Januar 2018 wurden die japanische Kryptwährungsbörse und der Wallet-Dienstleister Coincheck Opfer des bislang größten Kryptowährungsraubs . Hacker erbeuteten Einheiten der Kryptowährung NEM im Wert von rund 533 Millionen US-Dollar. Der Schaden im aktuellen Fall ist noch höher als beim großen Hack der Plattfrom Mt. Gox , bei dem im Jahr 2014 umgerechnet rund 500 Millionen US-Dollar erbeutet wurden.

Nachdem den Coincheck-Betreibern am Freitag ungewöhnlich hohe Transaktionen aufgefallen waren, wurde der Handel am Wochenende für alle Kryptowährungen mit Ausnahme der Bitcoin ausgesetzt. Am gestrigen Sonntag kündigte Coincheck an, rund 90 Prozent der gestohlenen Summe mit Hilfe  interner Finanzierung zurückzahlen zu wollen. Wann die Bestohlenen mit einer Rückzahlung rechnen können, ist allerdings noch unklar.

Coincheck räumte am Wochenende außerdem ein, dass zu schwache Sicherheitsmechanismen den Cyber-Heist begünstigt haben könnten. So wurden die NEM-Coins in einer so genannten „hot wallet“ anstelle einer sicheren „cold wallet“ gespeichert. So genannte „cold wallets“ haben keine direkte Verbindung zum Internet und können aus diesem Grund nicht so einfach gehackt werden. Auf ein Multi-Signature-System als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung habe Coincheck ebenfalls verzichtet.

Die Financial Services Agency (FSA) hat heute Verbesserungen für den Betrieb der Kryptowährungsgeldbörse Coincheck angeordnet. Bis zum 13. Februar muss Coincheck nun einen detaillierten Bericht über den Hack und die geplanten Sicherheitsverbesserungen vorlegen. Das Unternehmen will umgehend neue Maßnahmen zum Schutz seiner Kunden einleiten. 

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