2265023

Cloud Hopper: Massive chinesische Hacker-Attacke aufgedeckt

06.04.2017 | 15:12 Uhr |

Eine Hackergruppe aus China soll systematisch Unternehmen in 14 Ländern angegriffen haben.

Bei den Attacken wurden sicherheitsrelevante Daten, Personendaten und geistiges Eigentum gestohlen. Verantwortlich hierfür sei eine Gruppe namens APT10, die mit angepassten Malware-Programmen Unternehmen aus dem IT-Bereich attackiert haben soll. Aufgedeckt wurde der Cloud Hopper getaufte Angriff vom National Cyber Security Centre (NCSC), dem Rüstungskonzern BAE sowie der Beraterfirma PricewaterhouseCoopers (PwC). 

Seit 2016 versuchen die Hacker dem Bericht zufolge , in Netze einzudringen. Erste Versuche hierfür gab es jedoch schon 2014. Der genaue Umfang der Angriffe ist noch immer unklar. Unter den Opfern befinden sich Firmen und Privatpersonen aus 14 Ländern, darunter Großbritannien, Frankreich und USA. Die verantwortlichen Hacker stammen sehr wahrscheinlich aus China. Darauf deuten die Uhrzeiten der Aktivitäten sowie die Ziele hin, die mit chinesischen Interessen in Verbindung stünden.

Die Hacker hatten es auch auf den Rüstungskonzern BAE Systems abgesehen.
Vergrößern Die Hacker hatten es auch auf den Rüstungskonzern BAE Systems abgesehen.
© BAE Systems

Als Einfallstor für die Hacker dienten meist mit Malware verseuchte E-Mails, die gezielt an Angestellte bei Internetserviceprovidern geschickt wurden. Fielen diese auf den Trick herein, konnten sich die Hacker frei auf den Servern der Kunden umschauen und Daten ableiten. Noch sei nicht genau ersichtlich, wie viele Unternehmen dieser Taktik zum Opfer gefallen sind. 

APT10 ist schon seit Jahren aktiv. Auf das Konto der Hackergruppe gingen beispielsweise Angriffe auf japanische Ziele. Berüchtigt wurde die Gruppe zudem, da sie gefälschte Apps zu Angry Birds in Umlauf brachten.

Server und Netzwerk absichern

0 Kommentare zu diesem Artikel
2265023