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Chrome 71 blockiert Werbung auf bösen Websites

06.11.2018 | 10:18 Uhr |

Googles Chrome 71 wird automatisch Werbung blockieren, die als böse eingestufte Webseiten ausliefern.

Google hat einen schärferen Kampf gegen die schwarzen Werbeschafe im Internet angekündigt. Bereits mit Chrome 71 wird der Google-Browser künftig standardmäßig automatisch die Werbung auf Seiten ausblenden, die wegen negativem Verhalten aufgefallen sind. Diese Website können damit Werbung nicht mehr missbrauchen, um andere Nutzer mit schädlicher Werbung anzugreifen. Hinzu kommt, dass diese Websites auch nicht mehr durch Werbeeinahmen Geld verdienen können und somit nach Alternativen für ihre Finanzierung suchen müssen.

Die Nutzung von Google Analytics vorausgesetzt , erfahren Website-Betreiber auf dieser Google-Support-Seite, ob ihre Website bei Google durch die Verbreitung von "irreführenden Inhalten" aufgefallen ist. Im Falles eines Falles gibt es dort auch weiterführende Hinweise, wie das Problem gelöst werden kann.

Chrome 71 wird den aktuellen Plänen zufolge am 4. Dezember 2018 erscheinen. Sollte Google der Meinung sein, dass eine Website "irreführende Inhalte" verbreitet, schlägt Chrome 71 Alarm und gibt dem Hersteller 30 Tage, die Probleme zu beseitigen. Geschieht in dieser Zeit nichts, dann beginnt Chrome 71 ab dem 31. Tag damit, beim Aufruf der Website die Anzeige der Google-Werbung dauerhaft zu stoppen.

Als Website mit "irreführenden Inhalten" stuft Google beispielsweise Websites ein, auf denen nach ihrem Aufruf ein Hinweis erscheint, wie etwa "Virus gefunden. Handeln Sie so schnell wie möglich und installieren Sie diese Software." Wobei dann nach dem Download und bei der Installation auch Schädlinge mitgeliefert werden.

Andere böse Seiten blenden beispielsweise Gewinnbenachrichtigungen ein. Etwa: Man habe ein brandneues iPhone gewonnen, wenn man binnen weniger Sekunden den im Pop-Up-Fenster angegebenen Link aufruft. Andere warnen vor angeblich unsicheren Browser-Erweitungen und empfehlen die Installation eines Tools oder versuchen Nutzer dazu bringen, ihre vollständigen Kontaktdaten einzugeben.

Wer die Autoblock-Funktion nicht mag, wird diese in den Einstellungen von Chrome 71 ändern können. Dann verhält sich Google Chrome wie bisher und blendet die Werbung auf einer Website nur dann auf, wenn der Nutzer dies wünscht.

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