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China will mit Laser-Satellit U-Boote jagen

23.10.2018 | 15:48 Uhr |

Der Laserstrahl eines neuen Satelliten aus China soll das Meer wie eine Taschenlampe absuchen können.

Fast alle Weltmächte setzen zur Aufklärung und Abschreckung auf riesige und teilweise mit Atomraketen bewaffnete U-Boote. In den Tiefen der Ozeane sind diese fast unsichtbar, zumindest wenn sie sich nicht bewegen. Die chinesische Regierung will diese Unsichtbarkeit mit einem cleveren Waffensystem aufheben: Ein eigens entwickelter Satellit soll das Meer bis zu einer Tiefe von 500 Metern durchleuchten. Das auf Projekt Guanlan getaufte Militärvorhaben setzt dazu auf einen Laserstrahl, der die oberen Wasserschichten durchsichtig machen soll. Die Reflexionen des Strahls werden an die Meeresoberfläche zurückgeworfen und dort vermessen.

Damit übertrifft das chinesische System ähnliche Vorhaben aus den Zeiten des Kalten Krieges. Damals konnten die Supermächte das Meer nur bis zu einer Tiefe von 100 Metern absuchen. Neben dem Laserstrahl kommt bei Guanlan auch Radartechnik zum Einsatz, die die ungefähre Position des U-Boots erkennen soll. Der Laserstrahl würde das vom Radar vorgegebenen Gebiet wie eine Taschenlampe nach der feindlichen Einheit durchsuchen. In anderen Projekten will China zudem für Radarstationen unsichtbaren Stealth-Flugzeugen den Schrecken nehmen. Mit Sensoren für Quantentechnik will man die von den Flugzeugen erzeugten Störungen des Gravitationsfeldes messen und die getarnten Flieger somit sichtbar machen.

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