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China entwickelt Laser-Waffe, die Menschen in Brand setzt

03.07.2018 | 13:37 Uhr |

China hat eine angeblich "nicht tödliche" Laser-Waffe entwickelt. Bei den getroffenen Zielen verursacht sie furchtbare Schmerzen.

In China ist die wohl erste Laser-Waffe entwickelt worden. Das Laser-Sturmgewehr ZKZM-500 wird als „nicht tödlich“ eingestuft, wie die South China Morning Post berichtet . Das klingt harmlos, allerdings richtet die Waffe fürchterliche Schäden an menschlichem Gewebe an: Die Kleidung, Haut und das darunter liegende Gewebe wird bei einem Treffer sofort verkohlt, wie es heißt. Der Schaden ist also irreversibel. Sollte die Kleidung, die die Person trägt, entflammbar sein, dann setzt ein Treffer die ganze Person in Flammen. Damit verursache die Laser-Waffe einen für Menschen nicht mehr aushaltbaren Schmerz, so die an der Entwicklung der Waffe beteiligten Forscher des Xian Institutes for Optics and Precision Mechanics.

Das Laser-Gewehr ZKZM-500 wiegt etwa drei Kilogramm und kann über eine Entfernung von bis zu 800 Metern genutzt werden. Mit einer Batterieladung können bis zu 1000 Schuss abgegeben werden. Jeder Schuss sei etwa zwei Sekunden lang. In der Waffe steckt eine wiederaufladbare Lithium-Batterie, wie sie auch in Smartphones eingesetzt wird. Der erzeugte Energiestrahl ist vom Auge nicht wahrnehmbar und durchdringt auch Fenster. Schüsse der Waffe seien auch vom Ohr nicht wahrnehmbar, so dass im Einsatz der Gegner nicht wissen könne, woher die Schüsse kommen.

Dem Bericht zufolge habe die Massenproduktion begonnen. Anti-Terroreinheiten der Polizei sollen die Waffe als erste Einheiten erhalten. Die Waffe, so heißt, könne beispielsweise bei einer Geiselnahme genutzt werden, um einen Täter durch ein Fenster hindurch vorübergehend unschädlich zu machen. Auch der Einsatz bei geheimen Militäroperationen sei denkbar und der Strahl der Waffe so stark, dass er durch Gas-Tanks dringen könne, etwa bei einem Einsatz in einem Militärflughafen.

Die Kosten der Laser-Waffe sollen bei etwa 100.000 Yuan pro Stück, also umgerechnet etwa 13.000 Euro liegen. Das Design und die Produktion unterliegen der strengsten Geheimhaltung, um einen Missbrauch der Technologie zu vermeiden. Nur das chinesische Militär und die chinesische Polizei dürfen mit der Waffe beliefert werden.

In dem Bericht wird auch darauf aufmerksam gemacht, dass anderen Ländern bisher noch nicht die Entwicklung einer Laser-Waffe gelungen sei. So habe das US-Militär im Jahr 2009 eine Laser-Waffe präsentiert, die nur im Einsatz gegen „Nudisten“ sinnvoll gewesen wäre. Deren Strahl war so schwach, dass er nicht durch Kleidung dringen konnte. Seit dem Jahr 2015 habe das chinesische Militär umgerechnet über 250 Millionen Euro in die Entwicklung einer eigenen Laser-Waffe investiert.

Die UN-Waffenkonvention von 1980 verbietet unter Protokoll IV, welches von über 100 Ländern ratifiziert wurde und am 2. Dezember 1983 in Kraft trat, den Einsatz von so genannten „blind machenden Laserwaffen“. Konkret werden darin Laserwaffen verboten, deren primärer Zweck die Herbeiführung einer Blindheit ist.

Nach Ansicht der chinesischen Regierung gilt dies nicht für das als „nicht-tödlich“ eingestufte Laser-Gewehr ZKZM-500, weil das Ziel des Einsatzes der Waffe nicht die Tötung einer Person sei. Die an der Entwicklung beteiligten Forscher seien sich auch einig gewesen, dass es „unmenschlich“ gewesen wäre, die Waffe so leistungsfähiger zu designen, dass damit ein Mensch mit einem Schuss durch Karbonisierung getötet werden könnte. Auch sei es nicht das Ziel, die Waffe immer nur gegen Menschen einzusetzen. Bei illegalen Protestaktionen, so heißt es, könnte die Laser-Waffe auch dazu genutzt werden, um Protestbanner aus der Entfernung zu verbrennen. Alternativ könnte auch Kleidung von Protestierenden in Brand gesetzt werden, um damit Unruhe und Angst in der Umgebung auszulösen.

Alles nur Propaganda?

Es gibt aber auch Zweifel an den Berichten über das ZKZM-500. Insbesondere wird angezweifelt, dass es dem chinesischen Unternehmen gelungen sei, ein eigenständiges Laser-System in eine nur drei Kilogramm schwere Waffe zu stecken und das dieses dann genug Energie aufbringe, um über eine Entfernung von 800 Metern für eine Karbonisierung menschlichen Gewebes zu sorgen. Eventuell könne man damit Wasser etwas erwärmen, um damit Nudeln zu kochen, heißt es spöttisch in den Kommentaren zu dem Artikel. Andere sehen in der Waffe - auch angesichts des Fotos - nur eine übergroße Taschenlampe, die höchstens in der Lage sei, einen Gegner kurz zu blenden.

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