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China-CPU: Acht Kerne und vor Meltdown geschützt

25.01.2018 | 17:39 Uhr |

Der chinesische Hersteller Zhaoxin hat neue Prozessoren vorgestellt, die gegen die Meltdown-Lücke abgesichert sind.

Der zum Großteil in Staatshand befindliche Hersteller Zhaoxin aus China hat mit der KX-5000-Baureihe neue Prozessoren angekündigt, die über bis zu acht Kerne verfügen und mit bis zu 2 GHz takten. Als Besonderheit stellt Zhaoxin heraus, dass die CPUs nicht anfällig gegen Meltdown sind. Die KX-Baureihe tritt in direkte Konkurrenz zu den i3- und i5-Prozessoren von Intel und verfügt über vier bis acht Kerne. Die Taktraten liegen bei 1,8 bis 2 GHz, der L2-Cache ist 4 bis 8 MB groß. Parallel dazu soll auch eine KH-20000-Baureihe erscheinen, die zwei CPUs mit acht Kernen und ansonsten identischen Taktraten und Caches bietet.

Die im 28-Nanometer-Verfahren gefertigten Prozessoren bauen auf eine eigens entwickelte x86-Mikroarchitektur mit dem Namen WuDaoKou. Dadurch sollen die Chips vor der CPU-Sicherheitslücke Meltdown geschützt sein. Vor Spectre sind die Prozessoren laut Hersteller nicht komplett geschützt, es sei aber äußerst unwahrscheinlich, dass ein solcher Angriff glückt. Eine Grafikeinheit ist in den Prozessoren schon enthalten. Zudem arbeiten die CPUs mit DDR4-RAM zusammen. Im Vergleich zu früheren Prozessoren von Zhaoxin soll die Rechenleistung mit einem Kern um 25 Prozent höher ausfallen, alle Kerne zusammen sollen ein 40 Prozent höheres Tempo erlauben. Kommende Prozessoren sollen bereits im 10- oder 7-Nanometer-Verfahren gefertigt werden und bei der Performance AMDs Zen-2-Prozessoren das Wasser reichen können.

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