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Chesters: Römerlager mit Google erkunden

27.12.2017 | 12:47 Uhr |

Faszinierende Zeitreise: Mit Hilfe von Google erkunden Sie ein römisches Militärlager am Hadrianswall.

Der Hadrianswall trennt einst das römische Britannien vom nördlichen, nicht zum römischen Reich gehörenden Teil des heutigen Großbritanniens. Am Hadrianswall, benannt nach dem gleichnamigen römischen Kaiser, überwachten römische Truppen den Grenzverkehr und den Handel mit den Stämmen im Norden und sicherten zugleich die Nordgrenze des römischen Reiches.

Gerade in seinem Mittelabschnitt ist der Hadrianswall mit seinen Militärlagern noch relativ gut erhalten und jedes Jahr ein beliebtes Wanderziel nicht nur für historisch interessierte Zeitgenossen. Eines dieser römischen Grenzlager, das heutige Chesters, können Sie mit Hilfe von Google bequem von zu Hause aus erkunden.

Google ermöglicht es auf dieser Seite online das römische Grenz-Fort Chesters im Browser zu besichtigen. Sie können sowohl die heute noch sichtbaren Hinterlassenschaften erkunden als auch in moderne Rekonstruktionen eintauchen und damit das Leben in dem Grenzlager, in dem die römische Armee eine Reitereinheit stationiert hatte, ein klein wenig nacherleben.

Sie sehen zunächst aus der Vogelperspektive einen Überblick über eine Rekonstruktion des Römer-Kastells, wie es fast 300 Jahre lang existierte. Rund 500 römische Kavalleristen waren dort zur Grenzsicherung und -kontrolle stationiert. Auf der nächsten Seite sehen Sie wieder eine Vogelperspektive – nur diese Mal blicken Sie auf die heute noch sichtbaren Ruinen. Im nächsten Schritt können Sie den archäologischen Park betreten und durchwandern. Sie erleben die Ausgrabungsstätte also fast so, als ob Sie vor Ort wären. Danach sehen Sie eine Rekonstruktion eine der Baracken, in denen die Reitersoldaten (bei denen es sich nicht um Legionäre, sondern um so genannte Auxiliartruppen handelte) lebten und arbeiteten. In diese Baracke können Sie dann einzoomen.

Danach setzen Sie Ihren virtuellen Rundgang über das Gelände und durch einige Rekonstruktionen fort und erfahren dabei einiges über die Entdeckung des Lagers und die darin gemachten Funde.

Hinweis: Für einen relativ kurzen Zeitraum verschob Rom im zweiten Jahrhundert nach Christus die Nordgrenze des römischen Britanniens weiter nach Norden bis zum so genannten Antoniniuswall. Diese Grenzbefestigung gab Rom aber schon nach wenigen Jahrzehnten wieder auf und nahm die Grenze wieder auf den Hadrianswall zurück. Vom Antoninuswall ist heute deutlich weniger als vom Hadrianswall zu erkennen. Ein mit dem Hadrianswall vergleichbares Grenzkontrollsystem war der Limes in Süddeutschland.


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