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Chat: Google entwickelt neuen Android-Messenger

20.04.2018 | 12:43 Uhr |

Google arbeitet an einem neuen Messenger, in dem auch SMS integriert sein wird. Partner sind weltweit mit an Bord.

Google arbeitet an einem neuen Standard-Messenger für Android, der auch als Nachfolger der SMS dienen soll. Das berichtet exklusiv die US-IT-Site The Verge. Google habe mit allen großen Mobilfunkunternehmen weltweit über die neue Technologie gesprochen, die SMS ersetzen soll. Sie basiert auf den neuen Standard "Universal Profile for Rich Communications Services" (RCS). Google will mit dem neuen Android-Messenger "Chat" diese Technologie unterstützen. Damit soll Android einen fortschrittlichen Messenger erhalten, den alle Android-Nutzer verwenden soll. Google meint es so ernst, dass die Entwicklung von Allo zugunsten von Chat vorerst gestoppt worden ist.

In der Vergangenheit hatte Google viele Versuche gestartet, einem Messenger für Android zum Erfolg zu verhelfen. Dazu zählten etwa Google Talk, Hangouts oder das bereits erwähnte Allo. Letzteres kann aktuell nur etwa 50 Millionen Downloads aufweisen, während Facebook Messenger und WhatsApp weit über eine Milliarde Nutzer haben.

Das soll sich mit Chat durch die Unterstützung des neuen Industriestandards ändern. Damit hätte Chat auch einen Vorteil gegenüber Messengern wie WhatsApp und Facebook Messager, die keinem offenen Industriestandard folgen und auf eine Internet-Verbindung angewiesen sind. In Zukunft werden alle Android-basierten Geräte von Haus aus die SMS-Nachfolger-Technologie RCS unterstützen. Mit Chat können Anwender dann sowohl über den von SMS bekannten Weg (nur dann eben via RCS) als auch über Internet miteinander kommunizieren.

Streng genommen ist Chat auch kein neuer Messenger, sondern die neue Technologie, die in bestehende Messenger, wie Android Messenger, integriert werden kann. Über RCS können auch Bilder, Videos und andere Inhalte übertragen werden, was bei SMS nicht möglich ist. Es wird aber auch einen Nachteil geben: Genau wie bei SMS wird es auch bei Chat ebenfalls keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geben. Über 50 Provider wollen dem Bericht zufolge Chat unterstützen und damit ihren Kunden zur Verfügung stellen, einige sogar noch in diesem Jahr.

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