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Klage: John Carmack verlangt 22,5 Mio. Dollar von ZeniMax

10.03.2017 | 16:04 Uhr |

ZeniMax soll John Carmack noch 22,5 Millionen US-Dollar aus der id-Software-Übernahme schulden.

Die Rechtsstreitigkeiten zwischen John Carmack und ZeniMax gehen in eine neue Runde. Losgelöst vom Prozess zwischen ZeniMax und Carmacks neuem Arbeitgeber Oculus reichte der Doom-Schöpfer in dieser Woche in Dallas Klage gegen ZeniMax ein .

In der Klageschrift geht es um die Übernahme von Carmacks Entwicklerstudio id Software durch ZeniMax im Jahr 2009. Die Akquise kostete die Holdinggesellschaft 150 Millionen US-Dollar. Carmack war seinerzeit nicht nur der Mitbegründer von id-Software, sondern auch der größte Anteilseigner. ZeniMax sprach dem Entwickler dafür im Rahmen der Übernahme einen Schuldschein in Höhe von 45,1 Millionen US-Dollar zu. Bis heute soll das Unternehmen jedoch nur 22,5 Millionen US-Dollar ausgezahlt haben, die Carmack in ZeniMax-Aktien umgewandelt hat. Die zweite Hälfte will sich Carmack nun vor Gericht holen.

Laut Carmack wolle ZeniMax die verbleibenden 22,5 Millionen US-Dollar wegen des Rechtsstreits mit Oculus nicht auszahlen. Das sei laut dem Entwickler jedoch kein Grund für einen Vertragsbruch. ZeniMax bezeichnet die Forderung in einem offiziellen Statement als unbegründet. Ob Carmack das Geld tatsächlich zusteht, wird nun das Gericht entscheiden müssen.

Zwischen ZeniMax und Carmack herrscht bereits seit Längerem dicke Luft. Die Muttergesellschaft von Bethesda Softworks hatte Carmack verklagt, weil er angeblich während seiner Zeit bei ZeniMax bereits VR-Technologie entwickelt hätte, die er dann widerrechtlich bei seinem Wechsel zu Oculus im Jahr 2013 mitgenommen habe. Nur dadurch hätte die Facebook-Tochter so schnell eine VR-Brille auf den Markt bringen können.

Anfang des Jahres wurde Carmack schließlich von diesen Vorwürfen freigesprochen. Für Oculus wurde das Urteil aber dennoch teuer. Das Gericht in Dallas – vor dem auch dieser Fall verhandelt wurde – bestätigte, dass Oculus ein Geheimhaltungsabkommen und Urheberrechte von ZeniMax verletzt habe. Dafür wurde das Unternehmen zu einer Strafe in Höhe von 500 Millionen US-Dollar verurteilt.

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