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Bundestrojaner kann bald verschlüsselte Chats abhören

21.07.2017 | 16:33 Uhr |

Die Bundesbehörden rüsten ihre Spionage-Software auf. Staatstrojaner können bald auch Messenger abhören.

Das Bundeskriminalamt (BKA) rüstet seine Spionage-Software auf. Das geht aus einem geheimen Bericht des Innenministeriums hervor, der in dieser Woche von netzpolitik.org veröffentlicht wurde. Der Staatstrojaner hatte früheren Berichten zufolge bislang einen begrenzten Funktionsumfang und konnte nur Skype für Windows überwachen.

Zum Ausbau der Spionage-Software hat das BKA laut Medienberichten im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro investiert. Bis Ende 2017 sollen dem BKA nun zwei weitere Überwachungsprogramme zur Verfügung stehen. Diese Tools sollen auch Smartphones hacken und Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger-Chats belauschen können.

Ende Juni hatte die große Koalition im Bundestag den erweiterten Einsatz der so genannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung beschlossen. Nun dürfen nicht mehr nur Terror-Verdächtige abgehört werden. Der Einsatz von Spionage-Software und Telefon-Überwachung ist damit auch bei 38 weiteren Straftaten erlaubt.   

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