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Bundestagswahl: Facebook löscht Fake-News-Konten

22.08.2017 | 15:20 Uhr |

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 löscht Facebook tausende Nutzerkonten, über die Fake-News verbreitet werden.

In Hinblick auf die Bundestagswahl 2017 am 24. September hat Facebook bereits in dieser Woche mit einer großangelegten Löschaktion begonnen . Wie das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, seien bereits zehntausende Facebook-Konten gelöscht worden, die im Verdacht stehen, Falschmeldungen veröffentlicht und verbreitet zu haben.

Da der Verdacht besteht, dass die Präsidentschaftswahlen in den USA im vergangenen Jahr durch Fake-News maßgeblich beeinflusst wurden, gibt sich Facebook alle Mühe, nicht erneut in die Kritik zu geraten. Ähnliche Löschaktionen hatte das soziale Netzwerk auch bereits vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich und im Vorfeld der Parlamentswahlen in Großbritannien durchgeführt. Die Entfernung mutmaßlicher Fake-News-Konten beruht auf einer internen Richtlinie, die Facebook im April 2017 herausgegeben hatte. Darin legte der Konzern fest, wie Facebook-Mitarbeiter gegen Desinformation im Netzwerk vorgehen sollen.

Die Erkennung von Fake-News-Konten geschieht bei Facebook größtenteils automatisch. Programme und Algorithmen halten dabei, beispielsweise Ausschau nach einer hohen Zahl von verschickten Nachrichten oder dem wiederholten Posten identischer Inhalte. Auf diese Weise ließen sich laut Facebook gefälschte Accounts leicht enttarnen. Durch deren Löschung sollen sich Falschinformationen und irreführende Inhalte nicht so stark auf Facebook verbreiten können.

Im Vorfeld der Bundestagswahl kooperiert Facebook auch verstärkt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das soziale Netzwerk habe einen direkten Kommunikationskanal zum BSI eingerichtet und die Parteien über Sicherheitsrisiken aufgeklärt. „Wir wissen, dass Menschen verlässliche Informationen auf Facebook sehen möchten. Das möchten wir auch. Aus diesem Grund unternehmen wir erhebliche Anstrengungen, um Informationssicherheit zu gewährleisten und Falschinformationen dauerhaft zu bekämpfen,“ erklärt Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy bei Facebook Deutschland, gegenüber der dpa.  

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