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Bundesnetzagentur verbietet Smartwatches für Kinder

20.11.2017 | 15:40 Uhr |

Die Bundesnetzagentur hat den Verkauf von Kinder-Smartwatches mit „Abhörfunktion“ verboten. Die Behörde geht bereits gegen mehrere Anbieter vor.

Die Bundesnetzagentur hat Kinder-Smartwatches, mit denen Eltern den Nachwuchs unbemerkt belauschen können, als „unerlaubte Sendeanlagen“ eingestuft und deren Verkauf verboten . Die Produkte richten sich in der Regel an Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Sie verfügen über eine SIM-Karte und eingeschränkte Telefoniefunktionen. Diese werden über eine App eingerichtet und gesteuert. 

Das als „Babyphone“- oder „Monitorfunktion“ getarnte Lausch-Feature, wird per App ausgelöst. Per Fingertipp ruft die Smartwatch am Handgelenk des Kindes unbemerkt eine Telefonnummer an. Am anderen Ende der Leitung kann der App-Nutzer dann heimlich über ein in der Smartwatch integriertes Mikrofon die Gespräche in der Umgebung des Kindes belauschen. Laut der Bundesnetzagentur sei eine solche Abhörfunktion in Deutschland verboten.

"Nach unseren Ermittlungen werden die Uhren von Eltern zum Beispiel zum Abhören von Lehrern im Unterricht genutzt," erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur rät speziell Schulen, verstärkt auf Uhren mit Abhörfunktion bei Schülern zu achten. Wer eine solche „Lausch-Uhr“ besitzt, muss diese laut der Bundesnetzagentur umgehend vernichten.  

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