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Bundesnetzagentur geht gegen Router-Hacking vor

18.01.2019 | 15:44 Uhr |

Die Bundesnetzagentur geht erneut gegen Router- und Telefonanlagen-Hacking vor. Es geht um Schäden im sechsstelligen Bereich.

Die Bundesnetzagentur hat im Januar erneut Maßnahmen gegen Router- bzw. Telefonanlagen-Hacking ergriffen. Konkret wurden in vielen Fällen Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote sowie Auszahlungsverbote erlassen. "In kurzen Zeiträumen wurden massenhaft Verbindungen zu ausländischen Rufnummern und Satellitenrufnummern teils über Call-by-Call generiert. Diese Verbindungen hätten dabei bis zu sechsstellige Schadenssummen verursacht", so die Bundesnetzagentur am Freitag.

Die betroffenen Verbraucher bleiben aufgrund der von der Bundesnetzagentur erlassenen Verbote nicht auf den Kosten sitzen. Außerdem werden auch die Netzbetreiber durch das zusätzliche Auszahlungsverbot geschützt.

In einem Fall seien zu Lasten von verschiedenen Endkunden über 600.000 Verbindungsminuten zu über 1.500 ausländischen Rufnummern und Satellitenrufnummern generiert worden. Dabei sei ein Schaden von über 200.000 Euro entstanden. Über den Anschluss einer Stadtverwaltung wurden Anfang 2019 innerhalb von zehn Stunden über 5.000 Verbindungen zu rund 200 Auslandsrufnummern durchgeführt. Durch fast 59.000 Gesprächsminuten entstand dadurch ein Schaden von mehreren tausend Euro.

Als weiteres Beispiel nennt die Bundesnetzagentur einen Vorfall am ersten Januarwochenende. Durch die Anwahl von vier ausländischen Rufnummern über Call-by-Call-Verbindungen fielen Verbindungskosten in Höhe von 24.000 Euro an. Ein anderer Verbraucher wurde ebenfalls Opfer einer Hacking-Attacke und bei ihm wurden aufgrund der ausgelösten Anwahl ausländischer Rufnummern innerhalb von 24 Stunden über 10.000 Euro in Rechnung gestellt.

Die Bundesnetzagentur gibt auch mehrere Empfehlungen zum Schutz vor Router- und Telefonanlagen-Hacking. So sollten die Systeme mit individuellen Passwörtern geschützt werden. Außerdem sollten nicht benötigte Zielrufnummern gesperrt werden. Etwa Auslands- oder Sonderrufnummern. Alle Endgeräte sollten zudem regelmäßig aktualisiert werden und Rechnungen auf Auffälligkeiten hin überprüft werden.

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