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Browsertest: Der schnellste Browser

20.09.2019 | 08:02 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Betrachtet man die Funktionalität sowie die Ergebnisse der Benchmark-Tests, so kann Google Chrome seinen Spitzenplatz behaupten. Bei der weiteren Reihenfolge ist das Bild allerdings nicht so klar: Opera schneidet in vielen Punkten überraschend gut ab, während Firefox mit seiner umfassenden Konfigurierbarkeit und der Erweiterbarkeit punktet. Microsoft hingegen setzt bei Edge offensichtlich bewusst auf eine schlanke Ausstattung, um die hohe Geschwindigkeit und gute Bedienbarkeit nicht zu gefährden.

Bei der subjektiven Beurteilung der Arbeitsgeschwindigkeit liegt eindeutig Edge vorne. Der Microsoft-Browser öffnet Tabs und Webseiten schnell und ohne Verzögerungen, wirkt fit und agil. Doch je weiter die Entwicklung der CPUs voranschreitet, desto geringer werden diese Unterschiede.

Bei den Benchmark-Tests jedoch, die die Browser an ihre Grenzen treiben, ergibt sich ein anderes Bild. Im Real-World-Test Peacekeeper, der einige typische Szenarien aus Browser-Spielen lädt, nimmt Firefox die Spitzenposition ein, dahinter folgen praktisch gleichauf Chrome und Vivaldi. Bereits etwas abgeschlagen kommt Opera auf den vierten Platz. Edge hingegen erreicht nur etwas mehr als die Hälfte der Punktzahl der beiden Führenden. Das ist allerdings leicht zu erklären: Microsoft hat bei Edge auf die beiden Codecs Theora und WebM verzichtet, weshalb Teile des Benchmarks nicht ausgeführt werden konnten. Das Ergebnis für Edge ist daher nicht aussagekräftig.

Anders sieht es aus bei JetStream, einem Benchmark, der die JavaScript-Performance misst. JavaScript wird von vielen Webanwendungen verwendet. Je besser ein Browser sich in dieser Disziplin schlägt, desto schneller lädt er in aller Regel auch eine aufgerufene Webseite. In diesem Test kann sich Edge an die Spitze setzen, auf Platz zwei landet Chrome. Die anderen Browser belegen mit einer nahezu identischen Punktzahl die Plätze drei bis fünf.

Betrachtet man die Browser hinsichtlich ihrer Sicherheit, so erreichen Chrome, Opera und Vivaldi im Security-Test von Browserscope nahezu die volle Punktzahl. Die gleichen drei Browser überzeugen auch mit ihrer Unterstützung für HTML5. Außerdem erkennt das eingebaute Reputationssystem von Google nahezu alle schädlichen Websites und blockiert den Download von Malware. Das System funktioniert so gut, dass Vivaldi es einfach übernommen hat. Ähnlich gut schneiden Opera und Firefox in diesem Punkt ab, Edge kommt hier nur auf Platz fünf.

 

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