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Broadcom zieht Qualcomm-Übernahmeangebot zurück

15.03.2018 | 16:01 Uhr |

Nach dem Veto durch US-Präsident Trump zieht Broadcom nun sein Übernahmeangebot für Chip-Hersteller Qualcomm zurück.

Nachdem US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche die Übernahme des Chip-Produzenten Qualcomm durch den in Singapur ansässigen Technik-Konzern Broadcom blockiert hatte , hat Broadcom nun sein Übernahmeangebot zurückgezogen. In einer offiziellen Mitteilung zeigt sich Broadcom enttäuscht vom Ausgang seines Übernahmeversuchs und bedankt sich sowohl bei den Broadcom- als auch bei den Qualcomm-Anteilseignern für die Unterstützung. Broadcom zieht sein Übernahmeangebot in Höhe von 117 Milliarden US-Dollar mit sofortiger Wirkung zurück und stellt weitere Bemühungen ein. Die Nominierten für den Vorstand von Qualcomm zieht Broadcom ebenfalls zurück.

An den Plänen, die Broadcom-Zentrale in die USA verlegen zu wollen, hält der Konzern auch weiterhin fest. Trotz Mehrkosten von 500 Millionen US-Dollar im Jahr durch höhere Steuern, will Broadcom langfristig in den USA Fuß fassen. Die Tatsache, dass Broadcom seinen Hauptsitz in den USA hat, verschafft dem Konzern bei künftigen Übernahmen einen entscheidenden Vorteil. Dadurch gilt Broadcom nicht mehr als „ausländisches Unternehmen“ und fällt auch nicht mehr unter die Zuständigkeit des "Committee on Foreign Investment in the United States" (CFIUS). 

Das Komitee hatte die Übernahme von Qualcomm durch Broadcom in diesem Monat abgelehnt. Da Qualcomm nicht nur Chips produziere, sondern auch mit Regierungsbehörden zusammenarbeite, sei die Übernahme des Konzern durch ein ausländisches Unternehmen wie Broadcom eine Gefährdung für die nationale Sicherheit, hieß es in der Erklärung des CFIUS. Aufgrund dieser Bedenken hatte Präsident Trump in dieser Woche eine Sperre für die Übernahme verhängt.

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