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Breitbandausbau: Geringes Interesse an schnellem Internet

23.11.2017 | 14:16 Uhr |

Internetanschlüsse mit einem Gigabit pro Sekunde seien aktuell nur etwas für Nerds, technisch wären sie möglich.

Kabelnetz-Anbieter könnten in vielen Gebieten schon jetzt Anschlüsse mit einem Gigabit pro Sekunde anbieten. Laut einem Bericht von Golem lassen sich die Unternehmen mit derart schnellen Breitbandtarifen jedoch Zeit. Der Grund dafür ist einfach: Die Nachfrage sei schlicht zu gering. Frank Posnanski, Finanzvorstand von Tele Columbus, geht davon aus, dass Datenraten von einem Gigabit pro Sekunde lediglich für Nerds interessant sind. Beim Rest der Bevölkerung bestehe hingegen kaum Bedarf an so schnellen Internetzugängen.

Bei der Telekom ist selbst mit Vectoring derzeit bei 100 MBit pro Sekunde Schluss. Kabelanbieter können hingegen viel schnellere Internetzugänge anbieten. Wolf Osthaus, Vizepräsident bei Unitymedia, ist ebenfalls der Meinung, dass derart schnelle Zugänge marktgerechte Preise erfordern, die Investitionen rechtfertigen und eine Marktentwicklung zulassen. Der Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 ermöglicht Kabelanschlüsse mit einem GBit pro Sekunde und damit ein Tempo, wie man es sonst nur im heimischen LAN kennt. Im Upload sind maximal 100 MBit pro Sekunde möglich. Ein Austausch der Kabel sei hierfür nicht erforderlich. Lediglich die Modems müssten ausgetauscht werden. In Bochum baut Unitymedia Anschlüsse mit Docsis 3.1 aus, danach sollen Gebiete außerhalb von Nordrhein-Westfalen angebunden werden.

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