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Bootloader Grub: Immer letzte Auswahl merken

16.01.2019 | 16:00 Uhr | David Wolski

Sind auf dem Linux-PC mehrere Betriebssysteme installiert, die im Bootloader Grub2 aufgelistet sind, so ist eine Funktion des Bootloaders recht nützlich, die letzte Auswahl zu speichern.

Grub2 wird dann beim nächsten Start automatisch das zuletzt genutzte System oder den zuletzt aufgerufenen Kernel einer Linux-Installation booten.

In der Grub-Konfiguration der meisten Linux-Distributionen ist der neueste, erste Eintrag im Bootmenü als Standard vorgegeben. Die Option, die automatisch den letzten Eintrag wieder startet, muss manuell in die Konfigurationsdatei eingetragen werden. Es handelt sich dabei jedoch nur um zwei Zeilen und die Ergänzung ist nicht weiter kompliziert. Laden Sie die Grub-Konfigurationsdatei „/etc/ default/grub“ mit root-Rechten oder mit vorangestelltem sudo in einen beliebigen Texteditor:

sudo -H nano /etc/default/grub  

Ersetzen Sie die Zeile

GRUB_DEFAULT=0  

durch diesen Eintrag:

GRUB_DEFAULT=saved  

Darunter fügen Sie noch die folgende Zeile

GRUB_SAVEDEFAULT=true  

ein und speichern die Konfigurationsdatei.

Damit die Änderungen aktiv werden, aktualisieren Sie das Grub-Konfigurationsprogramm mit dem folgenden Befehl:

sudo update-grub  

Ubuntu und Linux Mint: In diesen Distributionen ist das Startmenü von Grub2 zunächst ausgeblendet und die Auswahl eines anderen Eintrags ist deshalb nicht möglich. Damit das Menü während des Systemstarts sichtbar ist, muss in Ubuntu und Co. zusätzlich die Zeile GRUB_HIDDEN_TIMEOUT=0 der Grub-Konfigurationsdatei mit einem #-Zeichen am Zeilenanfang auskommentiert werden.

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