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Bomben-Prank: Deutscher Youtuber muss in den Knast

14.09.2017 | 15:31 Uhr |

Der bekannte, deutsche Youtuber Apored muss wegen einem Bomben-Prank im Jahr 2016 in Untersuchungshaft. Er war nicht vor Gericht erschienen.

Ein Gericht in Hamburg hat angeordnet, dass der bekannte Youtuber Apored in Untersuchungshaft muss. Er gehört mit über 2 Millionen Abonnenten zu den erfolgreichsten Youtubern in Deutschland. Vor dem Gericht sollte sich der Youtuber Anfang dieser Woche wegen eines Bomben-Pranks (Prank = Streich) aus dem Jahr 2016 verantworten. Nachdem er nicht zum Verfahren erschienen war, ordnete die zuständige Richterin die Untersuchungshaft an, wie das Hamburger Abendblatt meldet. Auf Instagram postete Apored gestern Abend ein schwarzes Bild und den Text: "Morgen um 18 Uhr mein letztes Video für eine lange Zeit…"

Dem Youtuber wird Körperverletzung, Nötigung und eine Störung des öffentlichen Friedens vorgeworfen. Hintergrund ist ein Bomben-Prank-Video, welches Apored mit einem Freund kurz nach dem Anschlag in Nizza im Juli 2016 in der Hamburger Innenstadt drehte. In dem Video wurden Passanten erschreckt, indem auf sie eine Tasche geworfen und dabei der Eindruck erweckt wurde, in der Tasche befände sich eine Bombe. Weil sich die Passanten massiv erschreckten, geht es in dem Fall auch um Körperverletzung. Das Video landete schließlich einen Tag nach dem Nizza-Anschlag auf Youtube, wobei die beteiligten Passanten vorher nicht um Erlaubnis gefragt wurden. Nach Beschwerden ermittelte schließlich die Hamburger Polizei und Apored entfernte später das Video aus seinem Youtube-Kanal.

In Hamburg sollte dem Youtuber und dessen Freund wegen des Streichs nun der Prozess gemacht werden. Er erschien allerdings nicht vor Gericht, sodass die Verhandlung nach kurzer Zeit unterbrochen werden musste. Um zu verhindern, dass dies auch beim nächsten Gerichtstermin passiert, ordnete die Richterin die Untersuchungshaft an.

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