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Bodycam von Polizisten explodiert im Einsatz

23.10.2018 | 10:33 Uhr |

Die Polizei von New York verzichtet ab sofort auf fast 3000 Bodycams. Grund: Eine der Überwachungskameras ist explodiert. Der Polizist konnte die Kamera gerade noch rechtzeitig von seiner Uniform entfernen.

Die New York Times (NYT) berichtet, dass die Bodycam eines New Yorker Polizisten ohne erkennbaren Grund explodiert und in Flammen aufgegangen sei. Der Polizist trug die Bodycam während der Nachtschicht, als er plötzlich bemerkte, dass Rauch aus dem Kameraboden austritt. Er legte die Kamera sofort ab und kurz darauf explodierte sie . Auf Twitter kursiert ein Foto, dass die brennende Bodycam zeigen soll.

Bei der explodierten Bodycam handelt es sich laut NYT um das Modell Vievu LE-5. Ihr Lithium-Ionen-Akku ermöglicht über zwölf Stunden Aufnahmezeit.

Die Polizei von New York zieht deshalb ihre 2990 Bodycams des betroffenen Typs aus dem Verkehr. Die Polizei begründete ihren Rückruf für die fast 3000 bisher ausgelieferten Kameras damit, dass die Gefahr bestehe, dass sich der Akku der Kamera entzünde.
Der Vorfall werde nun von der Polizei zusammen mit Axon, dem Mutterunternehmen von Vievu, untersucht. Die Polizei wies zudem alle anderen Beamten an, die Kamera nicht mehr zu verwenden. Bodycams anderen Typs, beispielsweise die LE-4, würden dagegen weiter verwendet. Insgesamt setzt die Polizei von New York derzeit mehr als 15.500 Bodycamcs von Vievu ein.

Die Bodycams sollen einerseits Angriffe auf Polizisten aufzeichnen, andererseits aber auch eventuelle Übergriffe von Polizisten dokumentieren.

Nach der ursprünglichen Planung sollten bis Dezember 2018 23.000 Streifenpolizisten mit derartigen Kameras ausgestattet werden. 6,4 Millionen Dollar zahlt New York dafür an Vievu. Bereits bei der Vertragsunterzeichnung im Jahr 2016 hatten andere Polizei-Departments Zweifel an der Qualität der LE-5 geäußert.

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