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BMJV: Steigende Zahlen bei Kinderpornografie-Meldungen

05.09.2018 | 14:45 Uhr | Denise Bergert

Die Zahl der beim Bundeskriminalamt gemeldeten kinderpornografischen Inhalte hat sich im Jahr 2017 verdoppelt.

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat heute einen Bericht zur Zahl der beim Bundeskriminalamt und den Beschwerdestellen gemeldeten kinderpornografischen Inhalte veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Zahl 2017 verdoppelt. Waren es 2016 noch 2.721 Meldungen, gingen im Folgejahr ganze 5.977 Meldungen ein. Laut dem Bundesjustizministerium wurde ein Großteil der Inhalte von Bürgern bei Beschwerdestellen gemeldet.

Ganze 84 Prozent der Bilder und Videos waren auf ausländischen Servern gespeichert – rund ein Drittel davon in den USA. Nur 16 Prozent waren in Deutschland zu finden. Nachdem das Bundeskriminalamt eingeschaltet wurde, konnten 60 Prozent der inländischen Inhalte innerhalb von zwei Tagen gelöscht werden. Hier können die Behörden eine Beschleunigung verbuchen. Im Vorjahr dauerte die Löschung im Durchschnitt noch fast drei Tage. Die Löschung der Inhalte auf ausländischen Servern dauerte dem Bericht zufolge weitaus länger. Grund dafür sind eine höhere Anzahl beteiligter Stellen und kompliziertere Verfahren. Innerhalb von einer Woche konnten hier nur etwa 60 Prozent der Inhalte entfernt werden. Nach vier Wochen waren es rund 87 Prozent. Die Löschquote im Ausland schnitt damit schlechter ab als im Vorjahr. 2016 wurden nach vier Wochen noch 92 Prozent der gemeldeten Inhalte gelöscht.

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