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Blackberry verklagt Facebook, Whatsapp und Instagram wegen Patentverletzung

07.03.2018 | 12:45 Uhr |

Blackberry verklagt Facebook. Facebook würde angeblich auf seiner Webseite und zum Beispiel auch im Facebook Messenger, in Whatsapp und Instagram diverse Techolgien verwenden, an denen Blackberry die Rechte hält. Blackberry will Geld.

Das kanadische IT-Unternehmen Blackberry verklagt Facebook. Blackberry wirft Facebook vor, dass es diverse durch Patente von Blackberry geschützte Technologien zu Unrecht nutzen würde, wie The Verge berichtet. Facebook würde zusammen mit seinen beiden Tochterunternehmen Whatsapp und Instagram Kerntechnologien von Blackberry illegal auf seinen Web-Plattformen und in seinen zahlreichen Apps wie Messenger, Whatsapp oder Instagram verwenden.

Dabei handle es sich der Klageschrift zufolge um Technologien, die sich Blackberry seinerzeit unter anderem für seinen Blackberry Messenger (BBM) habe schützen lassen. Blackberry spricht in seiner Klageschrift von Technologien aus den Bereichen Sicherheit und Benutzer-Interface sowie von Funktionen, die die Bedienbarkeit erleichtern würden und die Facebook zu Unrecht verwenden würde. Blackberry meint damit zum Beispiel die Anzeige der Zahl von neu eingegangenen Nachrichten in der App als Zählersymbol oder die Anzeige von Timestamps bei eingetroffenen Nachrichten oder die Möglichkeit, Freunde und Familienmitglieder auf Fotos zu taggen. Aber Facebook soll beispielsweise auch Verschlüsselungstechnologien von Blackberry zu Unrecht nutzen.

Blackberry fordert Wiedergutmachung für den entstanden Schaden. 

Facebook hat gegenüber einem Reporter der Video-Nachrichtenplattform Cheddar bereits geantwortet: Das soziale Netzwerk lehnt die Forderung von Blackberry ab und wird sich vor Gericht wehren. Wobei Facebook süffisant auf den wirtschaftlichen Misserfolg von Blackberry hinweist und Blackberry vorwirft, selbst nicht mehr innovativ zu sein, sondern nur noch am Erfindungsreichtum anderer mitverdienen zu wollen. Das klingt durchaus plausibel.

Denn Blackberry war zwar lange Zeit ein wichtiger Hersteller von Mobilfunkgeräten für den beruflichen Einsatz. Die Blackberrys boten vor allem eine im Vergleich mit Smartphones deutlich längere Akku-Laufzeit. Doch mit dem Siegeszug der Smartphones gerieten die Blackberry-Geräte ins Hintertreffen. Das kanadische Unternehmen fertigt mittlerweile keine eigenen Mobilgeräte mehr, sondern hat dieses Geschäft an das chinesische Unternehmen TCL lizenziert. TCL darf für diese mit Android laufenden Mobilgeräte den Markennamen Blackberry verwenden. Das Unternehmen Blackberry (das einst Research in Motion, RIM, hieß und erst später den Namen seines Betriebssystems Blackberry annahm ) konzentriert sich stattdessen auf die Software-Entwicklung.

Zuletzt zog Blackberry bereits gegen Qualcomm und Nokia vor Gericht. Auch im Falle von Nokia ging es um eine Patentklage . Die Blackberry-Aktie dümpelt weit entfernt von ihren einstmaligen Höchstkursen im Tal der Tränen vor sich hin.

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