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Bitfenix Enso im Praxistest

19.12.2017 | 09:30 Uhr |

Der kompakte Midi-Tower von Bitfenix bietet sogar Platz für E-ATX-Mainboards und 360er-Radiatoren und kann mit einer Echtglas-Seitenwand und programmierbarer RGB-Beleuchtung aufwarten. Lesen Sie in diesem Test, was uns beim Einbau von Hardware aufgefallen ist.

Der neue Bitfenix Enso schließt sich den aktuellen Trends in Sachen PC-Gehäusen an: RGB-Beleuchtung und Echtglas. Hinzu kommt noch eine Unterteilung im Innenraum, die unter anderem das Netzteil und die Festplatten-Trägerrahmen hinter einer Abdeckung (Shroud) versteckt. Nicht zu vergessen die entfernbaren Staubfilter und vielen Lüfter- respektive Radiator-Einbaupositionen. Wir haben ein komplettes System im Enso verbaut und klären, was uns beim Einbau gefallen hat – und was nicht.

TEST-FAZIT: Bitfenix Enso

Mit dem Bitfenix Enso lassen sich saubere, stylische PC-Systeme realisieren. Dafür sorgt die Kombination aus programmierbarer RGB-Beleuchtung, edlem Echtglas-Seitenteil und die Netzteil-Abdeckung, die für ein besonders ordentliches Innenleben sorgt. Und ab Werk gibt es auch noch eine grundlegende Belüftung dank zwei bereits installierter Lüfter. Über die teils nur mittelmäßige Haptik lässt sich aufgrund des niedrigen Preises von unter 90 Euro auch hinwegsehen. Allerdings hätten wir uns noch einen USB-Typ-C-Anschluss an der Front gewünscht sowie eine Entkopplung der Festplatten. Außerdem ist nicht genug Platz für ausladende Wasserkühlungen.

+ Echtglas-Seitenwand

+ programmierbare RGB-Beleuchtung (unterstützt auch Asus Aura)

+ günstiger Preis

- teils nur mittelmäßige Haptik

- kein USB Typ-C und keine Entkopplung von HDDs

RGB-Synchronisation via Asus Aura

Die LED-Leuchtstreifen verlaufen an den Außenseiten der Front und sind kompatibel mit der RGB-Synchronisationstechnik Asus Aura – wer also viel Hardware und/oder Peripherie von Asus besitzt, die Aura-kompatibel ist, der kann das Setup auch noch mit dem passenden Gehäuse abrunden und farblich aufeinander abstimmen. Das Gleiche gilt auch für den ab Werk installierten 120-Millimeter-Lüfter im Heck, der ebenfalls das RGB-Farbspiel beherrscht. Außerdem steht noch ein weiterer Anschluss bereit, um beispielsweise noch zusätzliche LED-Streifen einzubinden.

An der Rückseite lassen sich bis zu drei 2,5-Zoll-Speichermedien installieren, massig Platz fürs Kabelmanagement hat man allerdings nicht.
Vergrößern An der Rückseite lassen sich bis zu drei 2,5-Zoll-Speichermedien installieren, massig Platz fürs Kabelmanagement hat man allerdings nicht.
© Friedrich Stiemer

Alternativ lassen sich die Farben für die Frontbeleuchtung und den Hecklüfter auch über eine gesonderte Taste an der Front durchschalten, sofern diese an die kleine Platine an der Rückseite des Mainboard-Trays angeschlossen wurden.

Zwei Lüfter integriert Bitfenix ab Werk: Ein 120-Millimeter Modell in der Front und eins mit 140 Millimeter und RGB-Beleuchtung in der Rückseite.
Vergrößern Zwei Lüfter integriert Bitfenix ab Werk: Ein 120-Millimeter Modell in der Front und eins mit 140 Millimeter und RGB-Beleuchtung in der Rückseite.
© Friedrich Stiemer

Verarbeitung und Haptik nur Mittelmaß

Bei näherer Betrachtung des Gehäuses stellen wir fest, dass die Verarbeitung und Haptik nicht der Oberklasse entspricht: Das Grundgerüst besteht natürlich aus Metall, aber ansonsten verwendet Bitfenix durchweg nur Kunststoff, dass nicht immer zu 100 Prozent sauber verarbeitet ist – bei genauerem Hinsehen fallen uns einige Spaltmaße auf und nicht sauber entgratete Teile. Doch zum Preispunkt von unter 90 Euro lässt sich darüber gerade noch hinwegsehen.

Das magnetische Mesh-Gitter lässt sich mit einer anderen, mitgelieferten Abdeckung tauschen, wenn keine Lüfter im Deckel arbeiten sollen. Unsere schwarze Abdeckung sah allerdings ab Werk schon ziemlich mitgenommen aus.
Vergrößern Das magnetische Mesh-Gitter lässt sich mit einer anderen, mitgelieferten Abdeckung tauschen, wenn keine Lüfter im Deckel arbeiten sollen. Unsere schwarze Abdeckung sah allerdings ab Werk schon ziemlich mitgenommen aus.
© Friedrich Stiemer

Lüfter- und Radiatoreinbau

Insgesamt bietet das Bitfenix Enso fünf Lüftereinbaupositionen – in der Rückseite, der Front und im Deckel. Platz für Radiatoren ist nur in der Vorderseite und im Heck (bis zu 240 respektive 120 Millimeter). Denn die Positionen im Deckel lassen nicht genug Abstand zwischen Mainboard und einem Radiator inklusive Lüfter. Im Lieferumfang befindet sich übrigens eine weitere Abdeckung in Gehäusefarbe, um das magnetische Mesh-Gitter zu ersetzen, sofern sie dort keine Lüfter verbauen möchten. Diese Abdeckung hatte bei uns aber schon deutlich sichtbare Kratzer davongetragen, obwohl das Gehäuse nagelneu war. Und entgegen den Angaben im Handbuch können wir sogar einen 360 Millimeter großen Radiator in die Front einbauen, der dann allerdings nicht komplett durch Staubfilter geschützt wird.

Vor allem aufgrund der Netzteil-Abdeckung wirkt das Innenleben sehr aufgeräumt.
Vergrößern Vor allem aufgrund der Netzteil-Abdeckung wirkt das Innenleben sehr aufgeräumt.
© Friedrich Stiemer

Apropos Staubfilter: Bitfenix integriert insgesamt drei Stück (zwei in der Front, einer im Boden unter dem Netzteil), die sich für eine bequeme Reinigung werkzeuglos entfernen lassen. Beim Wiedereinsetzen der Frontfilter sollten Sie aber Vorsicht walten lassen: Schieben Sie sie nicht korrekt ein, können die Filter schief steckenbleiben und verkanten. Außerdem befindet sich noch ein unbeleuchteter 120-Millimeter-Lüfter in der Vorderseite – für eine grundlegende Luftzufuhr ist also ab Werk bereits gesorgt.

Entgegen der Angaben im Handbuch konnten wir doch eine Kompakt-Wasserkühlung mit einem 360 Millimeter großen Radiator einbauen - dafür fehlt allerdings dann auch ein Staubfilter.
Vergrößern Entgegen der Angaben im Handbuch konnten wir doch eine Kompakt-Wasserkühlung mit einem 360 Millimeter großen Radiator einbauen - dafür fehlt allerdings dann auch ein Staubfilter.
© Friedrich Stiemer

Echtglas-Seitenwand und Festplatten-Montage

Das Echtglas-Seitenteil wird über vier Rändelschrauben ans Gehäuse montiert, durch eine umlaufende Schaumstoffschicht ist das Glas auch noch vom Gehäuse entkoppelt. Auch das Netzteil findet hinter der Abdeckung Platz auf Gummipuffern, damit es nicht allzu viele Schwingungen aufs Gehäuse überträgt.

Die Staubfilter in der Front (links) und unter dem Netzteil (rechts) lassen sich entnehmen.
Vergrößern Die Staubfilter in der Front (links) und unter dem Netzteil (rechts) lassen sich entnehmen.
© Friedrich Stiemer

Dort befindet sich auch ein Festplattenkäfig, der zwei Träger anbietet, auf denen sich jeweils ein 3,5- oder 2,5-Zoll-Laufwerk montieren lässt. Diese Rahmen bestehen aus flexiblem Plastik und werden um 3,5-Zoll-HDDs geklemmt, 2,5-Zoller muss der Nutzer aufschrauben. Eine Entkopplung findet hier leider nicht statt. Bis zu drei weitere, 2,5 Zoll große Speichermedien lassen sich auf dem Mainboard-Tray selbst installieren.

Die flexiblen HDD-Rahmen erlauben eine werkzeuglose Installation, allerdings findet keine Entkopplung statt.
Vergrößern Die flexiblen HDD-Rahmen erlauben eine werkzeuglose Installation, allerdings findet keine Entkopplung statt.
© Friedrich Stiemer

Technische Daten

Bitfenix Enso

Maße (B x H x T)

210 x 489 x 454 Millimeter

Gehäusetyp

Midi-Tower

Mainboard-Kompatibilität

E-ATX, ATX, Micro-ATX, Mini-ITX

Anschlüsse Front

2 x USB 3.0, HD Audio Buchse, RGB-Steuerungsschalter

Maximale Höhe CPU-Kühler

160 Millimeter

Maximale Länge Grafikkarte

340 Millimeter

PCI-Steckplätze

7x

5.25-Zoll-Schächte

keine

3,5-Zoll-Schächte

2x

2,5-Zoll-Schächte

2x + 3x

Gehäuselüfter

Vorderseite: 1x 120 Millimeter

Rückseite: 1x 120 Millimeter

Optionale Zusatzlüfter

Vorderseite: 1x 120/140 Millimeter

Deckel: 2x 120 Millimeter

Radiator-Kompatibilität

Vorderseite: 240/280 Millimeter

Rückseite: 120 Millimeter

Zusätzliche Funktionen

Frontseitige RGB-Beleuchtung / Unterstützung von Asus Aura / rückwärtiger RGB-Lüfter / Hartglas-Seitenteil / wechselbare Staubfilter

Allgemeine Daten

Testkategorie

Komponenten

Hersteller

Bitfenix

Internetadresse

www.bitfenix.com

Preis (Straßenpreis vom 18. Dezember 2017)

83 Euro

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